Archiv der Kategorie 'Impressionen'

  Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen   

Mehr Tocotronic Content. Ich habe mal das zweite Video vom Dockville hochgeladen. Viel Spaß damit.

  Zurück vom Paint Club   

Johannes und ich haben uns gestern auf den Weg nach Dresden gemacht. Als Team mit dem gloreich-absichtserklärenden Namen [immerhin beabsichtigt] sind wir zusammen zum ersten Mal beim Paint Club angetreten. Johannes hatte mich zuvor gefragt, ob ich Bock habe mit ihm ein Team zu machen. Wir waren also Newbies auf voller Länge. Mit wenig Übung und ohne Plan über Ablauf und Regeln sind wir dann also in den Contest hinein. Was nimmt man sich unter diesen Vorzeichen vor? Klar: Spaß haben. Leute kennenlernen. Viel lernen. Und noch mehr Spaß haben.


Foto: die Halle im blank-Zustand

Gegen 17:30 Uhr sind wir dann vor Ort. Bis zum Beginn der Veranstaltung werden noch 90 Minuten vergehen. Die eigene Nervosität verarbeiten macht Johannes mit viel reden und ich mit viel rauchen. Das ergänzt sich super. Kurz vor 19 Uhr werden alle in die Halle gerufen. Es geht los. Status: Arsch auf Grundeis. Die Teampaarungen werden gezogen. Wir haben die Nummer 1. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit CK1 treffen wir auch gleich auf das Siegerteam des letzten Jahres. Zum Glück sagt uns das niemand. Also los. Stifte pumpen. Mehr Stifte Pumpen. Überlegen was wir zum Thema „Electricity“ zeichnen können.

Ich bin ehrlich gesagt die Arbeit auf Leinwänden mit Markern nicht gewohnt. Ich tendiere dann doch eher zu Zettel, Stift, Photoshop & Bamboo-Pad. Also zitter ich los und versuche ruhige Striche auf einem mir unbekannten Untergrund zu ziehen. Läuft so halbwegs gut. Zu spät stelle ich fest, das ich hätte flächiger mit Farben arbeiten sollen. Johannes geht es da wohl ähnlich. Während wir einen one-frame-Comic-Strip mit zu viel Meta-Ebene abliefern, gibt es bei den anderen die volle Ladung Urban-Art. Ich bin mega angetan und verschwende Zeit mit dem Blick auf die anderen Arbeiten. 60 Minuten rasen an uns vorbei. Das Bild ist fertig. Wir sind zufrieden und wissen was wir hätten anders machen sollen. CK1 gibt sich anerkennend sympathisch. Raucherpause. Abstimmung.

Beim Publikumsvoting nach Lautstärke schneiden wir gegen die Titelverteidiger mit 110 db zu 106 db ganz ordentlich ab. Raus sind wir trotzdem. Aber so richtig stören tut mich das nicht. Die anderen waren besser; vor allem auch handwerklich. Unser Gegner-Team wird mein eigener Favorit. Während der zweiten Runde sind wir Zuschauer. Das Thema ist „Black Sheep“. Wieder 60 Minuten Zeit.


Foto: CK1 legen los. Sie werden die Runde für sich entscheiden.


Foto: YOUR FAVORITE VANDALS. Finalisten des letzten Jahres

Im Voting setzen sich CK1 knapp durch und ziehen in das Finale ein. Der Battle zwischen YOUR FAVORITE VANDALS und RIMPEL & MATTERHORN ist keine einfache Entscheidung. YFV standen zuletzt gegen CK1 schon einmal im Finale. Ihr Einzug wäre also wenig Überraschend. Im Jury-Voting geht die Entscheidung dann aber doch positiv für R & M aus. Wieder Pause. Wieder Rauchen. Finale.

Interlude: Ich treffe die PHARA O‘S aus Bochum (?). Auch sie sind in der ersten Runde rausgeflogen, machen aber auch einen relaxten Eindruck. Ihre Anreisestrecke toppt dabei noch einmal unsere. Nach dem Gespräch habe ich jedenfalls Lust ein ähnliches Format wie den Paint-Club mal in Magdeburg aufzuziehen und mein Black-Book ist um eine Zeichnung reicher.

Finale: Die Leinwände werden immer größer. Es stehen 90 Minuten Zeit zur Verfügung. Thema: „Unter der Brücke“. Mein Akku ist fast durch und ich kann keine Fotos mehr machen. Daher eine kurze Einschätzung: CK1 liefern in 90 Minuten ein sehr detailreiches und sehr aufwendiges Bild ab. Die Farbkombination Grün, Blau, Schwarz setzen sie sehr gekonnt für ein Lichtspiel ein, bei dem ihr Gegner-Team verarmt an einer Feuertonne unter der Brücke steht. CK1 steht mit dicker Karre und edlen Klamotten daneben. Vielleicht nicht das innovativstes Motiv aber beeindruckend umgesetzt. Nur der mittlere Charakter gefällt mir nicht ganz so gut. R & M liefern ebenfalls ein sehr gutes Bild ab. Ein Gorilla (sehr gut umgesetzt) und ein nicht erfassbares Monstrum (Hammer!) musizieren zusammen in den Schatten einer Brücke. Am Boden liegen Skelettknochen und Schädel. CK1? Der minimalistische Stil gefällt auf jeden Fall.

Dann die Abstimmung. CK1 entscheiden das Ganze knapp für sich und verteidigen ihren Titel. Ich bin unglaublich durch trotz literweise Mate. Die anderen sind auch geschafft. Die Fahrt nach Magdeburg erwartet uns. Also kurz Beifall und ab ins Auto und nach Hause. Bis zum nächsten Mal!

  Duo40 Live   

Mir fällt es schwer den Sound der Band zu beschreiben. Das liegt aber eher am eigenen musikalischem Unvermögen. Was ich aber festhalten will: DUO40 gefallen mir mit ihren mega vertrackten Songs einfach sehr sehr gut. Als Impression hier mal eines meiner berüchtigten Handy-Live-Videos :)

  Schwarzes Gold   

Seit einiger Zeit haben wir als Urbanpiraten eine Veranstaltungseihe, die sich Schwarzes Gold nennt. Dabei dreht sich alles um das Lieblings-Vinyl und die persönlichen Geschichten dazu. Soll heißen: Wir wollen auch immer wissen, warum die Leute gerade diese oder jene Platte und genau dieses eine Lied spielen. Wir selbst labern dabei natürlich auch ne ganze Menge Zeug zu unserer jeweiligen Auswahl. Der lokale Fernsehsender MDR hat dem Ganzen vor kurzem einen Beitrag gewidmet. Den wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten :)

  Supershirt – 8K Mark Café Central Version   

Supershirt waren im Mai im Café Central in Magdeburg. Jetzt ist ein Video dazu erschienen, das ziemlich gut die Stimmung im Wohnzimmer eingefangen hat. Schönet Ding!

  Video & Fotos zum Emancipation for Everyone Festival   


Bei Mainstage gibts zum Emancipation for Everyone einen schicken Videozusammenschnitt und Fotos der Show. Schön wars!

  Nochmal Jeans Team   

Noch ein Video vom Samstag. Viel Spaß :)

  Jeans Team – Das Zelt @ Emancipation For Everyone Festival   

Eine kurze ziemlich knarzige Impression vom Festival gestern.

  content   

Gibts demnächst wieder etwas mehr. War jedenfalls gerade eine Woche lang mit Shlomo Wolkowicz unterwegs. Wirklich eine unglaubliche Woche. Ich hab so unmengen tolle Gespräche führen dürfen und soviel Eindrücke gewonnen, das ich das Ganze jetzt erstmal in Ruhe verarbeiten muss.

  Seid ihr schon am Limit?   


Deichkind / Foto by Smartdesignz

So, das Reeperbahnfestival ist um! Was soll ich sagen. Ich bin schwer angetan. Zum einen von der Stadt und dem angenehmen Kiez-Flair und zum anderen von der Bandauswahl (auch wenn ich nur halb so viel sehen konnte, wie ich wollte.


Werbung vor der Eisbande / Foto IdEp

Abseits der ganzen Konzerte sei aber erstmal das Flatstock erwähnt, wo es ne echt schöne Auswahl an Siebdruckarbeiten zu sehen gab. Da ich eh mit schmalen Budget losgefahren bin und dann auch noch nen Teil meines Geldes für Herr Hase Comics und (veganes) Eis bei der Eisbande gelassen habe, hat es nur für ein einziges Poster gereicht. Jetzt schmückt ein Bratze Plakat mein Zimmer. Nice!


Flatstock Impression / Foto IdEp

Bandhighlights? Keine Ahnung. Viel zu viele. Future of the Left waren einer meiner Must See Acts. Wie sich herausstellte zu Recht. Es war zwar brütend heiß und Sauerstoff war auch eher Mangelware aber die Band hat voll entschädigt. Voll das hammer Noisebrett auf die 12. Ich hab mich dann irgendwann fast taub und komplett durchgeschwitz nach draußen geschleppt um das Ganze mit nem kühlen Astra zu krönen. Schicke Sache.


Future Of The Left / Foto IdEp

Dinosaur Jr. Waren ja auch so einer der Gründe das Reeperbahnfest anzusteuern. Wann sieht man die schon mal bzw. wann sieht man die schon mal wieder. Entsprechend voll war es auch. Es klingt zwar irgendwie immer blöd, wenn man sagt dass die Dinosaur Jr. Alben irgendwie gleich klingen aber bei dieser Band ist das auch absolut positiv gemeint. Live gab es eine Feedbackwand und den typischen Dinosaur Jr. Sound. Mehr wollte ich nicht und es war großartig.


Deichkind / Foto by Smartdesignz

Ein drittes Highlight möchte ich noch erwähnen. Deichkind. Klar, dass das ne super Live-Band ist, ist wohl überall bekannt, doch was sie da abgeliefert haben, war einfach ein Fest. Mit Schlauchboten und Hüpfburgen, dabei Federkissen zerlegend wurde über das Publikum geritten während es durch die enorme Soundwand immer wieder dröhnte: „Seid ihr schon am Limit?“ Und ähnlich intensiv war die komplette Show. 2 Stunden feiern pur. Schön auch das die Bar bei Arbeit nervt! Die Arbeit nieder legte und sich die Leute dahinter zu Recht selbst feierten. Sehr sympathisch das Ganze.

  hc for the hc   


So das Sucks N Summer gut überstanden und ne Menge Spaß gehabt. Bier und 38° im Schatten sind aber definitiv ne derbe Mischung. Die Stimmung war trotz enormer Hitze und einige Prollo-HC-Acts sehr nett. Dickes Lob an die Orga und einen tiefen Knix an den Futterstand mit dem veganen Gyros. Hab ich mich vollgestopft! Meine musikalischen Highlights: Evergreen Terrace (auch weil sie das Mad World Cover gespielt haben) und Black Friday 29. More Than Life sind dank dem miserablen Sound leider total schlecht rüber gekommen. Schade. Das Sucks N Summer war jedenfalls die Reise wert.

Hier noch die passende Kaffeetasse für den HC-Alltag :D

(via neatorama)

  y melt my heart   


Wie schreibt man einen Bericht über ein wirklich schönes Festival? Also einen Bericht der annähernd die Stimmungen und Exzesse bei zeitgleich gekonntem Bandsabfeiern fassen kann? Ich befürchte jeder meiner Versuche würde ziemlich albern und peinlich, sowie – begraben unter einem Haufen von Adjektiven – eher einen verzweifelten Versuch abgeben dem gerecht zu werden. Also: Ich fands super. Es wurde konsequent einiges zum Vorjahr verbessert. Ich hatte Spaß und es hätte noch Wochen weiter gehen können.

Damit hätten wir das. Jetzt kann dann auch das arrogante Geschwätz und Geläster über einige meiner musikalischen Highlights bzw. totale Bruchlandungen. Die Auswahl ist sehr begrenzt, da es sonst einfach den Rahmen sprengen würde. Liest ja dann auch keiner mehr ;)

Cold War Kids
Auf die Cold War Kids hatte ich mich ziemlich gefreut und so war es auch die erste Band die ich auf dem Melt! angesteuert habe. Der Auftritt hat mir dann auch wirklich gut gefallen. Leider hat sich dann nach circa 20 Minuten das Gefühl eingestellt, das jetzt musikalisch auch keine Überraschungen mehr kommen werden. Sie haben gut gespielt aber nach den besagten 20 Minuten war ich geschlagen mit Langeweile. Da auch die Show auf der Bühne mäßig enthusiastisch daher kam, gabs auch keinen Grund länger zu bleiben. Aber die 20 Minuten waren gut. Reicht ja auch oft um den Sound einer Band kennen zu lernen

ClickClickDecker
Hatte ich zuletzt noch nicht sehen können und war mega froh das es dann einen Auftritt auf dem Melt! geben sollte. Gut eben nur 20 Minuten aber da kann man ja einiges rocken. Der Auftritt hatte dann eigentlich alles was er haben musste. Die Songs die das kleine aber feine Publikum mitsingen konnte. Einen Stromausfall. Einen ClickClick der trotzdem weiter gespielt hat und enorm viel gute Laune. Schöne Sache.

La Roux
Oh wie oft hab ich ihre Songs schon voller Erwartung vorm Melt! hoch und runter gehört. Die Stimme; dieser 80s Glamrock-Synthie-Sound – Pflichtprogramm! Live hatte ich tanzender Weise meinen Spaß. Die Show selbst fand ich aber dennoch etwas mau. Gerade im Hinblick auf die musikalischen Referenzen Schrägstrich Paten hat sich die Gute doch ziemlich unter den Scheffel gestellt. Fast unsicher hat sie gewirkt. Mit dem Sound, der auch technisch reichlich gefiltert wirkte, hätte man mehr nach vorn gehen können. Die Stimme wirkte auch sehr dünn. Schade was das angeht. War aber trotzdem sehr schön.

Moderat
Scheiß Regen! Ich wollte Moderat sehen, hören und mir dazu die Füße wund tanzen!

Jochen Distelmeyer
Stichworte: Bis 2007 Sänger bei Blumfeld. Synonym für Hamburger Schule. – Was soll ich sagen. Auch Pflichtprogramm. Da auch schon bei Blumfeld Distelmeyers Stimme unglaublich markant und präsent war, hatte ich vorher schon gedacht, dass sich das Soloprojekt mit Band eigentlich ähnlich anhören dürfte. War auch so und war eigentlich auch gut so. Irgenwann, zwischen dem dutzensten Wechsel der Gitarre kamen dann auch Songs die man so auch schon von Blumfeld kannte. Da ich mich schon oft geärgert hatte diese nie gesehen zu haben schwankte ich stimmungtechnisch zwischen Freude und Verwunderung. Ich mein, warum eine Band auflösen um dann danach das Selbe zu machen? Aber wie gesagt: Ich mag Blumfeld. Von daher war das schon okay.

Paul Kalkbrenner
Die frenetischen Schreie, die immer wieder ein „Ikarus wir lieben dich“ über die tanzende Meute jagten, steckten ganz gut den musikalischen Rahmen des Sets ab. Alle die Berlin Callin gut, geil, sonst wie geil gefunden haben und dazu jetzt mal ordentlich tanzen wollten, bekamen dazu ihre Chance. Technisch sauber. Musikalisch vielleicht vorhersehbar aber eben das was die Leute wollten. Angenehme Stimmung. Party auf den Punkt gebracht.

WhoMadeWho (unplugged Set)
Ich kannte WhoMadeWho vorher ja gar nicht. Das Live-Set im Intro Bereicht hat mich allerdings mit seinen drei Songs davon überzeugt bislang wirklich was verpasst zu haben. Die Show war mega sympahtisch und das der Drummer auf einem Haufen Müll gespielt hat, der am Ende auch kollektiv zerrockt wurde, hat das Bild abgerundet. Hammer Show!

Digitalism
Unglaubliche Show. Das hat live einfach Spaß gemacht. Vom Bass ist mir fast schlecht geworden, weil der so gewummert hat. Großartig. Als dann bei Home zone sogar die Stimmen übersteuerten weil so ins Mikro gebrüllt wurde, während eine Mischung aus Rauch und Papierzeug ins Publikum geschossen wurde, war klar, dass es Digitalism auch ordentlich Spaß gemacht haben muss. Fast mein Highlight des Melt!

Patrick Wolf
What a Show. What a beautifull man. Großartig. Präsent wie Bowie und musikalisch perfekt. Ich hatte ja eine eher ruhige Show erwartet aber Patrick hat von Anfang an alles gegeben. Für mich auf Grund der coolsten Ansagen und des enthusiastischsten Auftritts mein persönliches Highlight.

Kasabian
Öde.

Oasis

Auch öde. Sorry aber das war echt schlimm. Ein anderthalbstündiges Set, das einfach die pure Langeweile war. Konsequenter Weise hat man auch auf der Bühne keine Anstrengungen unternommen, da jetzt was dran zu ändern. Oasis spielten jedenfalls alle Hits, die auch zu oft schon im Radio niemanden mehr interessiert haben. Ich wollte ja eh nur einmal Wonderwall live gesehen haben. Done! Wie kann man nur seit so vielen Jahre die selben Sachen spielen?

  uff. fast 2 Wochen nichts gebloggt   

Eigentlich sollte hier schon längst ein kleiner Bericht zum wirklich großartigen Melt! Festival stehen. Bislang bin ich leider noch nicht dazu gekommen. Bilder und Text werden dann nachgeschoben. Vorerst gibt ein low-fi Video vom ClickClickDecker Auftritt. Kurz vorher war der Strom weg und den letzten Song gabs dann 100% unplugged. Schöne Sache!

  Wir sind und wir bleiben die Unreparierten – FasRa Festival Nachlese   


Bild: Bierbeben @ FasRa Mini-Festival against Homophobia

Es war ein Haufen Arbeit. Es war ne super Sause. Es war ne riesen Party (900 bis 1000 Leute). Es war lang und es war ein wunderschönes Line-Up. Dickes Danke an alle Bands und DJs/DJanes, an Krautwells für das schicke Catering, ans Projekt 7 für den super Support und die Hilfe bei der Realisierung des ganzen Vorhabens und all die Menschen die sich den Arsch aufgerissen. luv you all.

  Urbanpiraten Yeah!   


So, schnell schick machen und dann gehts zu den Piraten.