Archiv der Kategorie 'Fussball'

  echte Männer?   

Gerade stößt man mal verstärkt auf Beiträge die sich mit Homosexualität im Profifußball befassen. Nach wie vor stellt das Outing einen Tabubruch dar dessen Folgen für den Spieler nicht absehbar sind – Beleidigungen, homophobe Angriffe, Verlust wichtiger Werbeverträge, Karriereende … . So existiert seit Jahren die widersprüchliche Situation aus dem Wissen um schwule (Profi)Fußballer und gleichzeitig einem Klima, dies aktiv zu leugnen. In einem Gespräch mit 11 Freunde bestätigte die Kulturwissenschaftlerin Tatjana Eggeling, das viele Funktionäre die Meinung vertreten würden, Schwule hätten im Fußball sowieso nichts zu suchen. Zu diesem Thema nun mal ein paar Beiträge:

11 Freunde
Schwule Fußball-Profis »Manche spielen betont hart«
(lesen …)

11 Freunde
Fans gegen Homophobie – Fußball ist schwul
(lesen …)

Lizas Welt
Football’s coming out?
(lesen …)

Kicker.tv / SPON
Schwule Fußballer (Teil 1) (Teil 2)

  Terminhinweis: Ballarbeit – Ausstellung   


Vom 30. April bis zum 20. Mai 2009 wird die Wanderausstellung „BallARBEIT – Fußball & Migration“ im IBA-Shop in Magdeburg (Regierungsstraße 37, 39104 MD) zu sehen sein.

  Fussball ist immer noch wichtig   


Wenn man abends weg geht um noch was zu trinken und Freunde zu treffen ist das an sich schon sehr schön. Wenn man dann rein zufällig feststellt, dass in der angepeilten Lokalität eine Lesung ist von der man nix wusste aber die man gern schon mal sehen wollte, ist das gleich noch schöner. So war ich dann ziemlich überrascht das heute am Nachbartisch auf einmal Gerd Dembowski saß und Texte aus Fussball vs. Countrymusik, einige Lieder und Kostproben seines wohl bald erscheinenden neuen Buches „neben der spur“ zum Besten gab. Gerd Dembowski ist der/dem ein/en oder anderen vielleicht auch durch sein Engagegement beim Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF) ein Begriff. Wirklich eine schöne Lesung zwischen persönlichen Storys, der Fussball WM 2006, der FIFA und Country/Folkeinlagen.

  dailys #11   

Unsere Fachschaft veranstaltet die Tage ein kleines AntiRa-Fussballturnier und es waren Vorschläge für die Promo gefragt. Hier mal mein Beitrag, der aber leider nicht gewählt wurde. Schade aber ich seh das themagebunden mal ganz sportlich :-D

So und jetzt wird der Makkabi FGSE gegründet. haha ;-D

  Jubeltrubel Heiterkeit   

Da will man sich an der Tanke Kippen kaufen und nein, auch hier, wie zu erwarten, keine Gnade, sprich doofe identitäre Werbejubelei im deutsch-nationalen Look. Lieber Otmar Hitzfeld, diese Werbung, siehe Bild, ist einfach unter aller Sau. Das Abbild von „Fans“, deren Gesichter ins wahnhafte entstellt und durch Tusche kontextualisiert werden, im Hintergrund, mutet an wie die Androhung einer fünften Kolonne und nicht wie eine Möglichkeit auf guten modernen Fussball, der vom Rehagel-Betonfussball (klick) (man will es ja gar nicht Taktik nennen) nichts mehr wissen will. Die Szenerie erinnert mich unweigerlich an eine Szene aus Troja, als Achilles gerade metzelnd über die Küste Spartas zieht und dieser 2,5 m Hyne beim Anblick des „Mutes“ und der „Opferbereitschaft“ der Mannen von Achilles peinlicherweise brüllt „Griechen sterben!“ und damit seine Leute auf den kommenden Kampf auf Leben und Tod einschwört (zu schön ist die Vorstellung nur eines Einzelnen der Anmerkt er habe dann doch keinen Bock mehr). Liebe Werbemacher_innen, wenn mich dieses Plakat zu diesen Assoziationen treiben soll, bitte bitte schmeißt euren Job hin. Ne Supervision oder ne Feedbackrunde wär ansonsten aber auch angebracht bis nötig.

Also während unsereins noch versucht die gegenwärtige Lage von Fanhype und publik viewings kritisch zu durchdringen, muss man sich von sowas, genau wie den penetranten Hupkonzerten nach einem, da muss man sich nichts schön lügen, miserablen Spiel gegen Östereich der deutschen National Mannschaft, die Laune verderben lassen. Dabei finde ich das entstandene Spannungsfeld durchaus interessant. Um das näher zu erläutern: Vereinzelt aber nicht als Regel, lassen sich public viewings ausmachen, die ihrem Wesen nach, wohl unbewusst – aber okay, eher einem Verständnis der diversity entsprechen und sich im Fan-sein nicht mehr auf Grundlage von Blut und Boden einschwören, sondern im Faible für die jeweilige Mannschaft. Diese, ich will es mal Organisierung nennen, ist ihrem Tenor nach viel dynamischer was die Möglichkeit der Rollenannahme und -abgabe, sprich Jux und Dallerei für eine Mannschaft. Da soll nicht heißen dass angesichts dessen das metaphorische Kriegsbeil mit Deutschland, Staat und Kapital begraben gehört, doch sollte über die spezifische Differenz nachgedacht werden um eine Kritik auch treffend formulieren zu können. Diese „Organisierung“ kontrastiert in ihrer diversity grundlegend mit einer völkisch geeichten Masse, ja sie widerspricht ihr sogar an wichtigen Punkten. Wenn also das Deutsche Nationalmannschaft-Fan-Sein nicht mehr aus abstrusen Vorstellungen der Natürlichkeit, sondern aus eher einem abstrakten Angebot entspringt, muss sich die Kritik ändern. Die oben genannten Widerwärtigkeiten sollte man aber bitte nicht aus den Augen verlieren. Wie gesagt, ich betrachte das als Spannungsfeld und das sind erste Überlegungen. Für Kritik bin ich daher offen wie dankbar.

  Trainigsspiel in Cordoba   


Großartige Verarsche!

  Fussball ist immernoch wichtig   

Ich bin gerade über die sympathischste Liebeserklärung an den Fussball, seit Tomtes „das hier ist Fussball“-Song, gestolpert. Fettes Brot mit Marcus Wiebusch (Kettcar und als er noch cooler war: But Alive), Carsten Friedrichs (Superpunk) und Bela B. (Die Ärzte) performen einen Gänsehautsong für alle die auch wegen der ersten und zweiten Halbzeit zum Spiel gehen. Achso, klarer Punktabzug für Bela B.s grauenhafte Jacke vom DFB.