Supershirt waren im Mai im Café Central in Magdeburg. Jetzt ist ein Video dazu erschienen, das ziemlich gut die Stimmung im Wohnzimmer eingefangen hat. Schönet Ding!
Reports From An Enemy Country
Supershirt waren im Mai im Café Central in Magdeburg. Jetzt ist ein Video dazu erschienen, das ziemlich gut die Stimmung im Wohnzimmer eingefangen hat. Schönet Ding!

(Artwork © Sandra Greiling & Annika Janssen)
Die 8000 Mark Tour kommt in die Stadt. Support gibts dazu von den Kaoss Kids.
Ankündigung via Café Central: „Solange das Herz rast, sind wir lebendig.“ Supershirt geben sich die Ehre im Café Central. Wenn die beiden Rostocker loslegen, bratzt einem ein gehörige Mischung Elektropunk ins Gesicht. Mit „8000 Mark“ hat die Teitmaschine nun schon das zweite Album im Rennen und die Synthiesounds und knarzigen Beats zerstören Gengregrenzen mal eben im Vorbeigehen. Der Sound verneigt sich vor Deichkind, den Broten, Bierbeben und Fehlfarben und bleibt dabei die eigenständige Ansage: „Wir retten Menschen mit Dance.“ (Vorverkauf beachten)
Noch ein Video vom Samstag. Viel Spaß
FMBPR sind leider erkrankt. Dafür sind aber die wunderbaren Dadajugend Polyform topfit und in bester Laune, um am Samstag den Platz von Frankreich muss bis Polen reichen einzunehmen.

Bei Mainstage werden Gästelistenpläte für das Emancipation for Everyone Festival am kommenden Samstag verlost. Wie ihr mitmachen könnt, erfahrt ihr hier: klick

Im Sommer hieß es Emancipation for Everyone – Against Homophobia in Magdeburg (Siehe hier und hier). Für den kommenden 16. Januar – wenn Revisionisten jedweder Couleur und Nazis betrauern wollen, das die Alliierten das nationalsozialistische Deutschland militärisch zur Kapitulation brachten – heißt es „Feiern gegen Geschichtsrevisionismus!“
Denn, „[w]er deutschtümelnde Trauermärsche aufhalten möchte und lieber für politische und kulturelle Freiheit feiert, sollte zum Festival Emancipation for Everyone kommen.“ (Aus dem Ankündigungstext)
/// Programm und Infos auf: www.efe2010.de ///
Zur historischen Einordnung des 16. Januar nur zwei kurze, sich gut ergänzende, Zitate. „Mitnichten war Magdeburg in der Zeit des Nationalsozialismus wie oft herbei halluziniert eine unpolitische oder unschuldige Enklave inmitten der grassierenden Barbarei. Es hatte vielmehr eine entsprechende und funktionswichtige Position innerhalb „Nazideutschlands“. Die Vorstellung, die MagdeburgerInnen hätten 12 Jahre lang nur Augen und Ohren zugehalten und wären schlussendlich „unfair weggebombt“ worden, ist absurd und teilweise doch gängige Geschichtsauslegung. Dieser konstruierten „weißen Weste“ stehen harte historische Fakten gegenüber.“ […] Wie überall in Deutschland diffundierte das KZ-System in die Lebenswelt der Bevölkerung. Über 5.700 KZ-Häftlinge gab es 1944/45 in den Magdeburger Außenlagern des KZ Buchenwald, Stadtfeld und Rothensee. Die Insassen wurden als Arbeitssklaven für den Rüstungskonzern Polte und die Braunkohle- und Benzin AG (Brabag) eingesetzt und im Sinne der „Vernichtung durch Arbeit“ zu Tode gequält.1
und weiter: „Otto Gruson produzierte Panzerkuppeln und Gussgranaten; die Firma Polte war das größte Unternehmen für die Herstellung von Handwaffen-Munition, Kartuschen usw; Krupp-Gruson fertigte Panzer und Geschütze; die Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG Torpedomotoren und hydraulische Geräte für den Flugzeugbau; Schäfer und Buddenberg war der größte Armaturenhersteller in Europa und produzierte u.a. für den Flugzeugbau; das Zweigwerk des Junkersbetriebes stellte ohnehin Motoren für den Luftkrieg her.“2

Hey, die klingen ja wie die deutschen Beastie Boys
aber kacke finde ich deren Gitarren-Noise
Ich bin der Meinung, die brauchen einen Drummer
und ein Video mit Titten für den Hit im Sommer
Ich hab gehört die knallen sich Drogen rein als gäb’s kein morgen
und Backstage feiern sie mit Groupies wilde Orgien
Die beiden sind ’ne Schande für den deutschen Hip-Hop
und labern doch nur Scheiß, bei dem hier keiner mitkommt
Meine Freundin hat gesagt, die beiden sind jetzt Single
und die sehen mir ganz so aus als wären sie freche Schlingel
Die Musik ist mir egal ich find den linken süß
aber den rechten mag ich nicht, weil der so selten grüßt
Und was wollen die denn mit so einem scheiß Bandnamen
Mich wundert sowieso dass die Fans haben(Bild dir deine Meinung)
Als Support gibt oberdrauf noch die Kaoss Kids aus Magdeburg. Hingehen!
So, Sachen sind gepackt. Gleich gehts ab Richtung Hamburg
8000 Mark (8K MK) from Supershirt on Vimeo.
Okay Supershirt, ihr habts geschafft. Ich hab nen mega Ohrwurm von diesem Track. Video find ich auch dufte. In diesem Sinne. Wie groß ist dein Budget?

Wie geil, wie geil, wie geil ist denn bitte das? Andorra Atkins haben ihren aktuellen Output for free zur Verfügung gestellt. Dickes Ding.
Seit 2006 fällt das Festival mit steigendem Erfolg in Hamburg ein. Das Konzept sucht dabei in Deutschland seines gleichen. Angelehnt an das South by Soustwest (Austin, Texas), verteilen sich die verschiedenen Acts über die Clublandschaft Hamburgs. So verschmelzen Club- und Festivalatmosphäre – mittlerweile über 140 bestätigte Bands und Einzelkünstler/innen verbunden mit intimer Clubatmosphäre inmitten des Treibens des Hamburger Kiezes. Musikalisch geht dabei auch erstmal alles. Vom Singer-Songwriter bis zum Elektroakt kann, darf und soll alles. So liest sich dann auch das Line-Up. Die folgende kleine Auswahl meiner persönlichen Highlights liest sich dann auch dementsprechend: Björn Kleinhenz, ClickClickDecker, Deichkind, Dinosaur Jr. (! Farm ist wirklich ein schönes Album), Fight Like Apes (It`s HC for Nerds
),Telekinesis (Es gibt wirklich genug Gründe die zu hypen), Future Of The Left (Remember McLusky? Das letzte Album lief jedenfalls wochenlang hoch und runter.), WhoMadeWho, Phantom/Ghost (Oh Yeah!) und viele viele andere.

(Future Of The Left PressePic; Quelle: www.reeperbahnfestival.com)
Also Zwischenstand: Hamburger Kiez; plus zig grandiose Acts; plus Clubatmosphäre; minus Festivaldixies; minus Schlammschlachten vor den Bühnen = genug Gründe um hin zu fahren.
Dazu kommt dann aber noch das Rahmenprogramm. Das Flatstock kommt wieder nach Hamburg. Für alle die eine Sammelleidenschaft für Musik-Kunst-Drucke haben und immer auf dem aktuellen Stand von OMG! Posters sind, die Gelegenheit alle Rücklagen raus zu hauen.

Wie schreibt man einen Bericht über ein wirklich schönes Festival? Also einen Bericht der annähernd die Stimmungen und Exzesse bei zeitgleich gekonntem Bandsabfeiern fassen kann? Ich befürchte jeder meiner Versuche würde ziemlich albern und peinlich, sowie – begraben unter einem Haufen von Adjektiven – eher einen verzweifelten Versuch abgeben dem gerecht zu werden. Also: Ich fands super. Es wurde konsequent einiges zum Vorjahr verbessert. Ich hatte Spaß und es hätte noch Wochen weiter gehen können.
Damit hätten wir das. Jetzt kann dann auch das arrogante Geschwätz und Geläster über einige meiner musikalischen Highlights bzw. totale Bruchlandungen. Die Auswahl ist sehr begrenzt, da es sonst einfach den Rahmen sprengen würde. Liest ja dann auch keiner mehr
Cold War Kids
Auf die Cold War Kids hatte ich mich ziemlich gefreut und so war es auch die erste Band die ich auf dem Melt! angesteuert habe. Der Auftritt hat mir dann auch wirklich gut gefallen. Leider hat sich dann nach circa 20 Minuten das Gefühl eingestellt, das jetzt musikalisch auch keine Überraschungen mehr kommen werden. Sie haben gut gespielt aber nach den besagten 20 Minuten war ich geschlagen mit Langeweile. Da auch die Show auf der Bühne mäßig enthusiastisch daher kam, gabs auch keinen Grund länger zu bleiben. Aber die 20 Minuten waren gut. Reicht ja auch oft um den Sound einer Band kennen zu lernen
ClickClickDecker
Hatte ich zuletzt noch nicht sehen können und war mega froh das es dann einen Auftritt auf dem Melt! geben sollte. Gut eben nur 20 Minuten aber da kann man ja einiges rocken. Der Auftritt hatte dann eigentlich alles was er haben musste. Die Songs die das kleine aber feine Publikum mitsingen konnte. Einen Stromausfall. Einen ClickClick der trotzdem weiter gespielt hat und enorm viel gute Laune. Schöne Sache.

La Roux
Oh wie oft hab ich ihre Songs schon voller Erwartung vorm Melt! hoch und runter gehört. Die Stimme; dieser 80s Glamrock-Synthie-Sound – Pflichtprogramm! Live hatte ich tanzender Weise meinen Spaß. Die Show selbst fand ich aber dennoch etwas mau. Gerade im Hinblick auf die musikalischen Referenzen Schrägstrich Paten hat sich die Gute doch ziemlich unter den Scheffel gestellt. Fast unsicher hat sie gewirkt. Mit dem Sound, der auch technisch reichlich gefiltert wirkte, hätte man mehr nach vorn gehen können. Die Stimme wirkte auch sehr dünn. Schade was das angeht. War aber trotzdem sehr schön.
Moderat
Scheiß Regen! Ich wollte Moderat sehen, hören und mir dazu die Füße wund tanzen!
Jochen Distelmeyer
Stichworte: Bis 2007 Sänger bei Blumfeld. Synonym für Hamburger Schule. – Was soll ich sagen. Auch Pflichtprogramm. Da auch schon bei Blumfeld Distelmeyers Stimme unglaublich markant und präsent war, hatte ich vorher schon gedacht, dass sich das Soloprojekt mit Band eigentlich ähnlich anhören dürfte. War auch so und war eigentlich auch gut so. Irgenwann, zwischen dem dutzensten Wechsel der Gitarre kamen dann auch Songs die man so auch schon von Blumfeld kannte. Da ich mich schon oft geärgert hatte diese nie gesehen zu haben schwankte ich stimmungtechnisch zwischen Freude und Verwunderung. Ich mein, warum eine Band auflösen um dann danach das Selbe zu machen? Aber wie gesagt: Ich mag Blumfeld. Von daher war das schon okay.
Paul Kalkbrenner
Die frenetischen Schreie, die immer wieder ein „Ikarus wir lieben dich“ über die tanzende Meute jagten, steckten ganz gut den musikalischen Rahmen des Sets ab. Alle die Berlin Callin gut, geil, sonst wie geil gefunden haben und dazu jetzt mal ordentlich tanzen wollten, bekamen dazu ihre Chance. Technisch sauber. Musikalisch vielleicht vorhersehbar aber eben das was die Leute wollten. Angenehme Stimmung. Party auf den Punkt gebracht.
WhoMadeWho (unplugged Set)
Ich kannte WhoMadeWho vorher ja gar nicht. Das Live-Set im Intro Bereicht hat mich allerdings mit seinen drei Songs davon überzeugt bislang wirklich was verpasst zu haben. Die Show war mega sympahtisch und das der Drummer auf einem Haufen Müll gespielt hat, der am Ende auch kollektiv zerrockt wurde, hat das Bild abgerundet. Hammer Show!

Digitalism
Unglaubliche Show. Das hat live einfach Spaß gemacht. Vom Bass ist mir fast schlecht geworden, weil der so gewummert hat. Großartig. Als dann bei Home zone sogar die Stimmen übersteuerten weil so ins Mikro gebrüllt wurde, während eine Mischung aus Rauch und Papierzeug ins Publikum geschossen wurde, war klar, dass es Digitalism auch ordentlich Spaß gemacht haben muss. Fast mein Highlight des Melt!
Patrick Wolf
What a Show. What a beautifull man. Großartig. Präsent wie Bowie und musikalisch perfekt. Ich hatte ja eine eher ruhige Show erwartet aber Patrick hat von Anfang an alles gegeben. Für mich auf Grund der coolsten Ansagen und des enthusiastischsten Auftritts mein persönliches Highlight.
Kasabian
Öde.
Oasis
Auch öde. Sorry aber das war echt schlimm. Ein anderthalbstündiges Set, das einfach die pure Langeweile war. Konsequenter Weise hat man auch auf der Bühne keine Anstrengungen unternommen, da jetzt was dran zu ändern. Oasis spielten jedenfalls alle Hits, die auch zu oft schon im Radio niemanden mehr interessiert haben. Ich wollte ja eh nur einmal Wonderwall live gesehen haben. Done! Wie kann man nur seit so vielen Jahre die selben Sachen spielen?
Live Line Up steht: Das Bierbeben, Brockdorf Klang Labor, Monotekktoni, Captain Capa, Kaoss Kids
hier noch gewohnt und berechtigt überdimensioniert der Flyer:
Hrr Hrrr Hrrr. Heute 20 Uhr gehts los ihr Landratten. See ya.

Ich hab es ja schon kryptisch angedeutet, die Urbanpiraten gehen in eine neue Runde. Während ich im letzten Jahr schon sehr viel Spaß als Gast und Berichterstatter hatte (1, 2, 3), darf ich nun mit zu packen. Yeah. Die Location steht und demnächst gibts auch da Programm etc. pp.. Die einzelnen Mitpiraten und Mitpiratinnen kann man schon auf der Seite begutachten.
Im Stadtmagazin Dates gibts schon einen ersten Bericht.