Am Vatertag a.k.a. Herrentag aufgenommen und pünktlich an dem Tag verfügbar, an dem sich die BRD zum 60jährigen selbst auf die Schulter klopft: Der Mitschnitt zur Veranstaltung „Kritik der Nation“ mit Stephan Grigat.
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Reports From An Enemy Country
Am Vatertag a.k.a. Herrentag aufgenommen und pünktlich an dem Tag verfügbar, an dem sich die BRD zum 60jährigen selbst auf die Schulter klopft: Der Mitschnitt zur Veranstaltung „Kritik der Nation“ mit Stephan Grigat.
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Vortrag von Stephan Grigat
21.05.09 / 19 UHR
Uni-Magdeburg
FGSE / Gebäude 40
Raum ist vor Ort ausgeschrieben
Im Vortrag soll es nicht nur um eine Kritik des Nationalismus als unumwundener Identifikation mit dem je eigenen Staat gehen. Stephan Grigat wird vor allem zeigen, dass neben Antisemitismus und Rassismus als Basisideologien nationaler Vergesellschaftung, vor allem die Nation als konkreter Fetisch selbst Gegenstand der Kritik sein muss.
Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter am Wiener Institut für Politikwissenschaft, arbeitet als Freier Autor, ist Mitinitiator der Kampagne „Stop the Bomb“ gegen das Iranische Atomprogramm und Mitherausgeber des Buches „Der Iran – Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer“.
Eine Veranstaltung der AG Emanzipative AntifaschistInnen in Zusammenarbeit mit dem Hochschulpolitischen Referat des Studierendenrats der OvGU
(via agea)
Aufruf der Antirassistischen Initiative Berlin zu einem transgenialen Polterabend in Burg (bei Magdeburg). (via Antifa and More Burg)
Transgenialer Polterabend für Daniela und Nico
Donnerstag, 2. April 2009, 15.00 Uhr
Ausländerbehörde Burg bei Magdeburg
Über 2 Jahre rassistisch-homophober Amtsmissbrauch sind genug!
Aufenthaltserlaubnis für Nico P.
Nico P. aus Benin lebt seit 2003 als Asylsuchender in Deutschland und ist der Ausländerbehörde Burg bei Magdeburg zugewiesen. Bereits seit Februar 2007 lebt er mit seiner Partnerin in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis werden ihm jedoch auch mehr als 2 Jahre nach Eintragung der Lebenspartnerschaft von der Ausländerbehörde Burg widerrechtlich mit allen Mitteln verweigert.
Nico ist mehr, als Burg gewillt ist zu tolerieren. Nicht nur Ausländer, sondern schwarzafrikanischer Asylbewerber. Und dann auch noch schwul. Und als ob das nicht mehr als genug wäre, auch noch mit einer Transsexuellen verpartnert. Diese Ungeheuerlichkeit fordert offensichtlich den entschlossenen Willen der Ausländerbehörde Burg heraus, Nico mit immer neuen Begründungen die Aufenthaltsberechtigung zu verweigern.
Bis heute bestreitet die Ausländerbehörde grundsätzlich ein Anrecht Nicos auf eine Aufenthaltserlaubnis. Bis letzten Herbst argumentierte sie, entgegen einheitlicher deutscher Rechtsprechung, damit, dass die eingetragene gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft nicht unter den Schutz der Familie fällt.
Eine Arbeitserlaubnis wird Nico versagt. Sein Antrag auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis hingegen wird mit dem Argument abgelehnt, der Lebensunterhalt sei nicht gesichert.
Als geduldeter Flüchtling unterliegt Nico der Residenzpflicht, eine Verletzung der Residenzpflicht wird strafrechtlich verfolgt. Den größeren Teil seiner Ehe wurde ihm das Recht, den Landkreis zu verlassen, und damit die Möglichkeit, legal mit seiner in Berlin lebenden Lebenspartnerin zusammen zu sein, verweigert. Im Interesse seiner Partnerschaft war er so gezwungen, gegen die Residenzpflicht zu verstoßen.
Ein Verfahren gegen Nico wegen Verletzung der Residenzpflicht wurde im März vergangenen Jahres vom Amtsgericht Burg eingestellt. Der Richter lehnte in seinem Urteil explizit eine Kriminalisierung Nicos für Aufenthalte bei seiner Ehepartnerin in Berlin ab und betonte das Recht Nicos auf eine Aufenthaltserlaubnis.
Unbeeindruckt davon kündigte die Ausländerbehörde an, Nico aufgrund von Verstößen gegen die Residenzpflicht als “kriminellen Ausländer” zum 16. Dezember 2008 abschieben zu wollen. Des Weiteren wird im Bescheid vom 04.11.2008 auf Grund des zwischen Daniela und Nico geschlossenen Ehevertrags, unterstellt, dass zwischen den beiden keine feste Beziehung, also nur eine “Scheinehe” besteht.
(mehr…)
Leo Löwenthals autobiographisches Gespräch mit Helmut Dubiel im Buch „Mitmachen wollte ich nie“ begeistert mich gerade sehr. Löwentahl reflektiert oft sehr beeindruckend über sein Leben und verschiedene gesellschaftliche Erfahrungen. Auch ist Löwenthal nicht um die ein oder andere bissige Polemik verlegen, wie im folgenden Auszug zum Thema Antisemitismus:
Ich halte den Antisemitismus für eine pervertierte und verdrängte Form der Utopie. Die Juden stellen etwas dar, was man auch so gern wäre. Gehen wir einmal die Topoi der antisemitischen Vorurteile durch: […] die Juden leben davon, daß sie andere Leute ausbeuten, das heißt, sie wollen selber nicht richtig arbeiten. Nun, wenn du so willst, bezieht sich das auf die Abschaffung schwerer körperlicher Arbeit. […] [D]ie Juden lieben den Luxus, sie sind lüstern, sie essen gern, sie machen sich breit in den Kurorten und Sommerfrischen, sie sind laut, sie sind expressiv. All diese den Juden zugeschriebenen Verhaltenseigentümlichkeiten kann man unter dem Begriff einer hedonistischen Lebensweise zusammenfassen. Die Juden tun Dinge, die verboten sind. Keiner weiß genau, was sie eigentlich tun. Sie schlachten die kleinen Christenkinder, vergewaltigen die Christenmädchen, sie essen gern saure Gurken, sie essen koscher, sie haben irgendwelche Feiertage, bei denen man nicht recht weiß, was geschieht, sie tragen diese komische Thora herum, sie errichten Laubhütten, sie blasen eine Trompete … Kurzum, die Juden wissen etwas vom Leben, das mehr ist als das Alltagsleben, und sie wissen um diesen ganzen Komplex des ungehinderten Genusses, des Sich-Auslebens, eine Freiheit, für die man nicht fortwährend zahlen muß, die offensichtliche Nichtnotwendigkeit, sich ständig mit der Natur auseinandersetzen zu müssen […]1
So ich wurde gebeten den folgenden Artikel (via) mal zu posten. Das mach ich doch gerne
Bernhard-Henri Levy
24. Januar 2009 Yovan Diskin ist der Chef des mystischen und gefürchteten israelischen Inlandsgeheimdiensts Shin Bet. Soweit ich weiß, hat er sich noch nie geäußert, jedenfalls nicht seit Kriegsbeginn.
Er ist um die vierzig, er ist groß, massiv. Eine militärische Statur, zu der die Jeans, das T-Shirt und Turnschuhe gar nicht recht passen wollen. Wir treffen uns im Morgengrauen. Sein Büro im Norden Tel Avivs wirkt mit diesen breiten Schießscharten wie ein Bunker.
„All das wegen Sderot?“, eröffne ich unser Gespräch. „Diese Sintflut aus Flammen, die Opfer, alles, um die Raketen auf Sderot und die anderen Städte und Kibbuzim im Süden zu stoppen?“
„Ja, natürlich“ antwortet er gereizt, „Kein Staat der Welt kann es tolerieren, täglich Geschosse auf die Köpfe seiner Bürger niedergehen zu sehen.“
Und weil ich gleich sage, dass ich das weiß und dass ich jeden Israel-Besuch in Sderot beginne, aus Prinzip und aus Solidarität, und weiter sage, dass es doch andere Wege gegeben haben muss zu verhandeln, um zu verhindern, dass es so weit kommen musste, da zuckt er komisch mit den Schultern und schlägt den Ton dessen an, der, weil es wohl unbedingt sein muss, nun in die Erläuterung der technischen Details einsteigt.
…
Noch zwei Terminhinweise. Diesmal vom Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Magdeburg.
21.01.09 / 18:00 Uhr
Seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive am 27. Dezember 2008 kommt es weltweit zu Demonstrationen gegen den Krieg im Nahen Osten. Hinter dem ersten Eindruck von Friedensliebe und „Nie-wieder-Krieg-Krakele“ verbergen sich dabei nicht nur einsilbige Parolen gegen den Staat Israel, sondern offener Antisemitismus und Antizionismus, sowie Solidaritätsbekundungen für die terroristische Hamas. Die Stoßrichtung ist deutlich: Israel führt einen „vernichtenden Angriffskrieg“ gegen Gaza und verübt willentlich unter den Augen der Weltöffentlichkeit einen „Völkermord“. Den „Beweis“ liefern täglich die palästinensischen Medien. Aber weder wird deren Berichterstattung kritisch hinterfragt, noch auf die ständige Infragestellung des Existenzrechts Israels durch Raketen aus Gaza eingegangen. Die zivilen Opfer in diesem Krieg werden ausschließlich Israel angelastet. Dass sie von der Hamas als menschliche Schutzschilde missbraucht werden, wird glatt ignoriert. Stattdessen wird zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen und das Ende imperialistischer Kriege gefordert, während man sich andernorts hinter diesem Feigenblatt nicht mehr versteckt und sich direkt ein Ende des „zionistischen Konstrukts“, wenigstens aber eine dritte Intifada wünscht. Gleichzeitig nimmt die Gewalt gegen Juden und Jüdinnen und jüdische Einrichtungen in europäischen Städten zu, womit die antisemitischen Projektionen der „Friedensfreunde“ nun auch erste sichtbare Folgen haben. Paul Spiegel brachte es treffend auf den Punkt als er sagt: „Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder!“ Demonstrationen mit Hamas- und Hisbullahsymbolen auf denen antisemitischen Parolen skandiert werden, sind keine Demonstrationen für Frieden, sondern Aufmärsche die die despotische und brutale Herschafft der Hamas über die Menschen in Gaza und den Terror gegen Israel gutheißen; sie sind Plattform für antisemitische Vernichtungswünsche gegen Jüdinnen und Juden. Diese Art der „Friedensbewegung“ muss entschieden kritisiert werden.
Über den weltweiten Antisemitismus unter dem Deckmantel der Kriegsgegnerschaft diskutieren Landesrabbiner Moshe Flomenmann, Sebastian Voigt (Promovend, BgA Leipzig) und Dr. Eckhart Frey (Historisches Seminar der OvG-Universität Magdeburg) am 21.1.09 um 18 Uhr in Raum 337 Gebäude 40, Zschokkestr.32.
…
27.01.09 / 18:00 Uhr
Kein Staat irgendwo auf der Welt steht derart in der Kritik wie Israel – von rechts bis links, von der reichsten europäischen Industrienation bis zur ärmsten Gesellschaft im Trikont gleichen sich die Ressentiments: Der Staat der Juden sei ein „rassistisches Konstrukt“, seine pure Existenz sei auf dem Blut und den Tränen der Palästinenser errichtet, und seine „imperialistische Politik“ gefährde nicht nur die regionale Sicherheit, sondern gleich den Weltfrieden. Für die arabischen Staaten ist der 60. Gründungstag des Staates Israel am 14. Mai der Tag der „Nakba“ – der Katastrophe. Deutschland betont unterdessen zwar pausenlos seine »besondere Verantwortung« für Israel, die in der Praxis jedoch vor allem aus Ermahnungen besteht, die Israelis mögen sich mit den antisemitischen Mordbrennern von Hamas und Hisbollah an einen Tisch setzen.
Solcherart »Freundschaft« ist tatsächlich nichts als Verrat an dem Zweck, der den Judenstaat von allen anderen Staaten unterscheidet – als einzige Konsequenz, die aus Auschwitz jemals gezogen wurde, bildet Israel den bewaffneten Schutzraum der Juden gegen die antisemitische Barbarei. Dieser Gedanke wird deutlich, wenn man die Eskalation der Judenverfolgung bis zu Vernichtung als Anlass zur Gründung Israels begreift. Auch 64 Jahre nach der Kapitulation Nazi-Deutschlands gilt, dass die Existenz dieses Staates und seiner Armee das einzige ist, worauf Juden sich verlassen können, wenn Antisemiten ernst machen. Das gilt insbesondere auch für jene arabischen Antisemiten, die Israel bereits vor seiner Gründung zum Hauptfeind erklärt hatten, nicht erst als Reaktion auf dessen Politik. Israels Kriege haben den islamistischen und nationalistischen Hass gegen die Juden nicht verursacht, sie sind im Gegenteil dessen notwendiges Resultat.
Adorno formulierte den kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse so einzurichten, dass Auschwitz sich nicht wiederholen möge. Unter dem Eindruck des weltweit grassierenden Antisemitismus und vor dem Hintergrund der islamistischen Vernichtungsdrohung bedeutet das in der Praxis vor allem eins: Solidarität mit Israel – und zwar bedingungslos.
Zu diesem Thema spricht am 27.1.09 ein Referent des [a:ka] Göttingen, im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Seminarraum der Unibibliothek, Campus.
Der Beitrag auf den ich hinweisen möchte ist schon etwas älter aber, was bedenklich ist, gerade immernoch hoch aktuell. Auf einer Diskussionsveranstaltung zum Umgang der deutschen Medien mit dem Nahostkonflikt hielt Eldad Beck (Deutschlandkorrespondent für Yedioth Ahronoth), auf den ich schon einmal hingewiesen hatte, einen Redebeitrag den ich sehr bemerkenswert finde.
Redebeitrag von Eldad Beck:
Die Berichterstattung vieler Medien in Deutschland über Israel, über den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis und über den allgemeinen Konflikt zwischen der arabischen Welt und Israel leidet oft unter Einseitigkeit, tendenziöser Analyse der Lage in dieser Region, subjektiven Vorurteilen, Vereinfachung der komplexen Realität und einer fehlenden historischen Vision der Taten.
Oft scheint es, als versuchten große Teile der Deutschen Presse, nicht über die Lage in dieser Region der Welt zu berichten, sondern in der Sache zu entscheiden – wer hat Recht, und wer nicht. Journalisten und Redakteure sind nicht mehr objektive Presse-Leute, sondern werden Richter: sie beurteilen, wer schuldig ist und wer nicht, wer verantwortlich ist und wer nicht, und das durch die Wahl ihrer Worte, ihrer Titel, ihrer Fotos und durch die Themen, über die sie schreiben oder berichten. Mann kann leider selten von beruflicher Objektivität sprechen. Man engagiert sich, man zeigt sich solidarisch mit einer Seite, man lässt oft seine Emotionen sprechen.
Da ich gerade keine Zeit finde selber groß was dazu zu schreiben, mache ich es mir einfach und (re)poste einfach einen Beitrag von NKOTB.
Nachhilfe in Sachen Drohgebärden
vor etwa einer Woche meinte[n] ein [paar] Halbstarke[r] neben der Eingangstür des Hauses, in dem sich unsere gefährliche antideutsche WG befindet, eine Nachricht an uns hinterlassen zu müssen: “1. April Auszug! Basta!” mein erster Gedanke war so etwa: “Wow, 3 Monate Kündigungsfrist beachtet”, gefolgt von der Wut über die Dreistigkeit. aber überraschen tut sowas eigentlich auch nicht. und so dachte ich mir irgendwann “Auszug, sonst was?”. wisst ihr denn nicht, wie Drohungen funktionieren, Leute?! es ist im Prinzip ganz einfach: wenn (nicht) A, dann (nicht) B. es geht also darum, einen Druck aufzubauen, um eine Handlund zu erzwingen. verstanden? vielleicht kann das ja mal noch jemand ergänzen. und wenn ihr keine Idee habt, dann fragt doch einfach nochmal nach, ich kann da sicher helfen.