Archiv der Kategorie 'copy and paste army'

  What’s left?   

Etwas verspätet mach ich mal auf den Mitschnitt der Veranstaltung „What’s left? Zu Geschichte und Verfall der Linken.“ aufmerksam. Den gibts bei der AG Emanzipative AntifaschistInnen zu hören: klick

Ankündigungstext:
Die Zumutungen, die heute in der „Jungen Welt“ stehen oder bei den Vereinstreffen der einschlägigen Linksparteien geboten werden, sind von Anfang an, seit sich Robespierre und Co. in der französischen Nationalversammlung auf der linken Seite des Kammerpräsidenten niederließen, im Konzept der Linken angelegt. Insofern ist es möglich, die Geschichte der Linken als eine Entfaltung seiner reaktionären Tendenzen zu lesen. Insbesondere die Ingredienzien Egalitarismus, Antiimperialismus und Etatismus sind heute charakteristisch für das, was links ist. Zugleich aber ist der historische Materialist angehalten, die Geschichte „gegen den Strich zu bürsten“ (Benjamin). Daher gilt es, die Ambivalenz dieser Geschichte aufzuzeigen und darauf zu beharren, dass es in der Linken immer auch heterologe Elemente gab, die auf die Befreiung des Individuums von Herrschaft und Ausbeutung abzielten: die gar nicht parteiförmige, sich leider vorerst aus vereinzelten Individuen zusammensetzende Partei des Glücks.

Referent:
Jan Gerber, Mitherausgeber der Bücher „Rote Armee Fiktion“ und „Fight for Freedom. Die Legende vom anderen Deutschland“, schreibt u.a. für die Zeitschriften Bahamas, Prodomo und Phase 2. Er wird erläutern, inwiefern die Linke zugleich die Aufklärung verraten und sie auf die Spitze getrieben hat.

  Dates: Urbanpiraten im Doppelpack   

Nachdem die Urbanpiratenseite einen Facelift erhalten hat, gehts natürlich auch mit neuen Projekten weiter.

Los gehts mit einem Doppelpack:
Elektroklatsche #3 & Art to Shop (mehr…)

  Zum heutigen Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee   

„Auschwitz ist das permanent Vorwaltende, das solange als Warnsignal auf unserer Zivilisation lastet, wie die gesellschaftlichen Bedingungen fortexistieren, die es einmal möglich gemacht haben. Gerade wegen seiner einzigartigen Erscheinung in der Weltgeschichte darf der Holocaust nicht mythologisierend enthistorisiert, vor allem aber nicht durch Ideologie partikular vereinnahmt werden, sondern muß zum nie mehr wegzudenkenden historischen Warnsignal werden, das als solches eben nicht als vergleichbares Phänomen ‚ausharrt‘, sondern unentwegt auf die Möglichkeit menschlicher Barbarei verweist.“

Moshe Zuckermann

  Sie verhießen die Befreiung   

„Die alliierten Bombenangriffe waren Musik für unsere Ohren. Sie verhießen die Befreiung. Es kam mir niemals in den Sinn, dass auch wir getroffen werden konnten. Es war ein wunderbarer Klang.“

Max Michelson – ehemaliger KZ-Häftling / Magdeburg Polte
(zitiert nach einer Postkarte zum Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs)

  mit der richtigen Portion Pathos   

„Antideutsch sein, bedeutet nicht Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft obligatorisch zu hassen oder sich vor deutscher Küche zu ekeln (letzteres gelegentlich schon); antideutsch bedeutet, den unfreien Kollektiven, deren unmenschlichste Form die der Volksgemeinschaft der deutschen Nazis gewesen ist, radikalster Feind zu bleiben. Und hier vor allem die Tatsache des Volkes, den Antisemitismus, den Stellvertreterhass auf Befreiung und Glück, konsequent anzugreifen.

via Cosmoproletarian Solidarity

  nuf said   


(via)

Bum Review von Avatar. Sehr schönes Ding!

  AGEA: Antifaschistische Hochschultage gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit #3   

Hier mal die Ankündigung für die dritten Antifaschistischen Hochschultage an der AG Emanzipative AntifaschistInnen. (via AGEA)

Die Antifaschistischen Hochschultage gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gehen in die dritte Runde. Mit der aktuellen Veranstaltungsreihe wollen wir die Universität erneut als Raum für die Auseinandersetzung mit der Gesellschaft aus studentischer Eigeninitiative beleben. Für uns geht es um das aktive Mitgestalten der Universität als Ort des kritischen Denkens und der Diskussion. So liegt unser Fokus zum Einen auf einer Vielfalt der Veranstaltungen und zum Anderen auf einem ansprechenden wissenschaftlich-theoretischem Niveau. Die einzelnen Veranstaltungen sollen eine tiefer gehende Auseinandersetzung zu Themen wie Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Psychoanalyse, kritischer Theorie, sowie dem Völkerrecht etc. offerieren und gleichermaßen Raum zur Diskussion mit den Referierenden, wie auch unter den Studierenden, bieten. Die inhaltlichen Schwerpunkte versuchen dabei verschiedene aktuelle Diskussionsstränge aufzugreifen.


Programmübersicht:

16. Dez. 2009 / 19 Uhr / G40 OvGU (Zschokkestraße 32)
What’s left? Zu Geschichte und Verfall der Linken.
Vortrag mit Jan Gerber
Ankündigungstext lesen

21. Jan. 2010 / 19 Uhr / G40 OvGU (Zschokkestraße 32)
Kritische Theorie und Psychoanalyse. Antisemitismus als Denkform.
Vortrag mit Dr. phil. Oliver Decker
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27. Jan. 2010 / 19 Uhr / G40 OvGU (Zschokkestraße 32)
Der Wahn vom Weltsouverän. Zur Kritik des Völkerrechts.
Buchvorstellung mit Gerhard Scheit
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03. Feb. 2010 / 19 Uhr / G40 OvGU (Zschokkestraße 32)
Die verschwundene Wirklichkeit. Zum Realitätsbegriff und Realismuskonzept der kritischen Theorie.
Vortrag mit Roger Behrens
Ankündigungstext lesen

  this is no entertainment!   

„What do i stand here for?
what do you expect?
you want a master plan?
a call to arms? a manifesto?

no, you‘ll get nothing like this
it’s just me trying to act my anger „

Kurhaus

  zum mutmaßlichen neonazistischen Brandanschlag in Halle   

Ergänzend zum ersten Text zum mutmaßlichen Brandanschlag in Halle, möchte ich an dieser Stelle auf einen Artikel aus der aktuellen Jungle World verweisen.


In Halle (Sachsen-Anhalt) brannte das Privat­auto eines Angestellten, der für den Verein Miteinander e.V. arbeitet, vollständig aus. Die Mitarbeiter vermuten einen neonazistischen Brandanschlag.

von Michael Taeger

»Der Anschlag auf einen Angestellten des Vereins zeigt deutlich die Gewaltbereitschaft der rechten Szene«, äußert sich die Sprecherin des Vereins Mit­einander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt. Es geht um den mutmaßlichen Brandanschlag auf das Privatauto eines langjährigen Mitarbeiters in der Nacht auf den 9. November. Der 40jährige gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins und vermutet eben­falls, dass die Täter in der lokalen Neonaziszene zu finden sind.

Das Projekt Miteinander existiert seit 1999 in Sachsen-Anhalt, der Impuls für die Gründung des Vereins war das Wahlergebnis der DVU bei den damaligen Landtagswahlen. Am 26. April 1998 zog die rechtsextreme Partei mit 12,9 Prozent in das Landesparlament ein. Die Mitarbeiter des Vereins, der Bildungsarbeit für demokratische Kultur leistet und über Rechtsextremismus aufklärt, wa­ren schon häufiger das Angriffsziel von Neonazis.

(weiterlesen auf der Jungle World Seite)

  In Bielefeld werden AJZs noch judenfrei gehalten   

Redeok hat ziemlich gut über die Kackscheiße berichtet. Wie ich finde wird auch sehr treffend Adorno zitiert, der Antisemitismus sei das Gerücht über die Juden.

wirklich ekelhaft

  Antisemitismus unter ‚roter Fahne’ unmöglich machen!   

Ich zitier mal einfach Cosmoproletarian Solidarity um die bisherigen Ereignisse kurz zu umreißen:

„Am 25. Oktober hatte die Veranstaltungsgruppe „Kritikmaximierung“ die 1972`er Dokumentation „Warum Israel“ des Regisseurs Claude Lanzmann, der im französischen Untergrund der Résistance die Shoa überlebte, im „b-movie“ zeigen wollen.

Doch in der antizionistisch befreiten Zone, der Hamburger Brigittenstraße, wo sich das „b-movie“ in der Nachbarschaft zum Headquarter des völkischen Bandenwesens, der „B5“, befindet, wird keine Doku geduldet, in der Israel als Konsequenz aus Auschwitz begriffen wird. […] Die mit Quarzsandhandschuhen und Mundschutz gerüstete „Zärtlichkeiten der Völker“-Miliz machte dem Kinopublikum mit ‚geschulten’ Faustschlägen deutlich, wem Militanz auf ‚deutschen Straßen’ zu gelten habe: nicht dem deutschen, sondern dem jüdischen Staat Israel und seinen Freund_innen. Ein Antizionist bewies mit einem Gürtel seine Freude an Züchtigung und ein weiterer demonstrierte mit einem eisernen Fahrradschloss die Bereitschaft zum Totschlag.“

Weiteres zum Thema:
Antisemitismus unter ‚roter Fahne’ unmöglich machen! (weiter)
Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten (weiter)

Terminhinweis:
Überregionale Demonstration gegen antisemitische Unzumutbarkeiten unter ‚roter Fahne’ am 13. Dezember, Beginn: 13:30 h am Schulterblatt (Hamburg-Sternschanze)!

  mutmaßlicher neonazistischer Brandanschlag in Halle   

Miteinander e.V. ist mit seinem kontinuierlichem Engagement gegen Antisemitismus, Fremdenfeinlichkeit und neonazistische Weltbilder der rechten Szene schon seit langem ein Dorn im Auge. Anfeindungen und Drohungen sind keine Seltenheit. Am vergangenen Wochenende brannte nun das Fahrzeug eines Mitarbeiters des Vereins vollständig aus. Ein neonazistischer Tathintergrund liegt nahe.

In der Nacht zum Montag brannte in Halle (Saale) das Auto eines Mitarbeiters des Vereins Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e. V. vollständig aus. Alle bislang bekannt gewordenen Fakten legen einen neonazistischen Brandanschlag nahe. So gab es im Umfeld der Demonstration der Jungen Nationaldemokraten (JN) in Halle (Saale) massive Drohungen gegen den betreffenden Kollegen. Endgültige Gewissheit wird erst ein Brandgutachten des Landeskriminalamtes bringen.

(Den ganzen Artikel gibt es auf Mut gegen Rechte Gewalt)

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Spread Persepolis und so

  echte Männer?   

Gerade stößt man mal verstärkt auf Beiträge die sich mit Homosexualität im Profifußball befassen. Nach wie vor stellt das Outing einen Tabubruch dar dessen Folgen für den Spieler nicht absehbar sind – Beleidigungen, homophobe Angriffe, Verlust wichtiger Werbeverträge, Karriereende … . So existiert seit Jahren die widersprüchliche Situation aus dem Wissen um schwule (Profi)Fußballer und gleichzeitig einem Klima, dies aktiv zu leugnen. In einem Gespräch mit 11 Freunde bestätigte die Kulturwissenschaftlerin Tatjana Eggeling, das viele Funktionäre die Meinung vertreten würden, Schwule hätten im Fußball sowieso nichts zu suchen. Zu diesem Thema nun mal ein paar Beiträge:

11 Freunde
Schwule Fußball-Profis »Manche spielen betont hart«
(lesen …)

11 Freunde
Fans gegen Homophobie – Fußball ist schwul
(lesen …)

Lizas Welt
Football’s coming out?
(lesen …)

Kicker.tv / SPON
Schwule Fußballer (Teil 1) (Teil 2)

  nkotb zum libertären Zentrum in Magdeburg   

Bei NKOTB gibts einen Beitrag zum libertären Zentrum, der sich mit den gescheiterten Verhandlungen kritisch befasst. Ich finde das Ganze sehr lesenswert und helfe hiermit bei der Weiterverbreitung.

Voll gegen die Wand

ein paar Gedanken zum besetzen Haus in Magdeburg:

seit etwa 3 Wochen ist die alte Gruson-Villa in der Freien Straße in Magdeburg Buckau besetzt. die neuen „BewohnerInnen“ bekamen von einigen Parteien, Hochschulgruppen und Vereinen Zuspruch. nach etwa 2 Wochen wurde den BesetzerInnen ein Ersatzobjekt angeboten. einzige Bedingung war die umgehende Räumung des besetzten Hauses. die SquatterInnen hingegen forderten zwei Tage Bedenkzeit und lehnten, da ihnen dies verwehrt wurde, schließlich ab. meines Erachtens ein fataler Fehler, ist es doch schon eine Überraschung gewesen, dass es überhaupt ein Angebot über ein Ersatzobjekt gab. dass dieses Angebot abgelehnt wird, weil man Bedenkzeit brauch, lässt m.E. darauf schließen, dass die BesetzerInnen es versäumt haben, sich einerseits im Vorfeld der Besetzung Gedanken über mögliche Verhandlungsabläufe zu machen. damit will ich unterstellen, dass durchaus vorauszuahnen war, dass bei einem Angebot eines Ersatzobjektes zeitlicher Druck aufgebaut wird. hätten die BesetzerInnen zum anderen klare Vorstellungen davon gehabt, welche Anforderungen sie an ein Gebäude stellen, hätten sie nicht auf 2 Tage Bedenkzeit bestehen müssen. […]

(weiterlesen bei nkotb)