Archiv der Kategorie 'auf die 12'

  Emancipation for Everyone: Dadajugend Polyform sind mit dabei!   

FMBPR sind leider erkrankt. Dafür sind aber die wunderbaren Dadajugend Polyform topfit und in bester Laune, um am Samstag den Platz von Frankreich muss bis Polen reichen einzunehmen.


via http://efe2010.de/

  Stand der stadtgeschichtlichen Magdeburger Forschung zu den Opferzahlen der Bombardierung am 16. Januar 1945   

Auf der Seite der Meile der Demokratie wurde unlängst ein Beitrag zu den Opferzahlen der Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar veröffentlicht. Dort wird nochmal fundiert dargelegt, das die oft propagierten Opferzahlen von 16000 Menschen nicht haltbar sind. Ein wichtiger Beitrag zur Debatte um den Jahretag der Bombardierung. In diesem Zusammenhang sei auch nochmal auf die Veranstaltung „Im Schatten Dresdens?“ am 15.01.2010 in der Stadtbibliothek hingewiesen.

Rechtsextreme Akteure werfen Vertretern der Landeshauptstadt Magdeburg sowie zivilgesellschaftlich Engagierten seit einigen Jahren wiederholt vor, die Anzahl der Todesopfer des alliierten Luftangriffs auf Magdeburg am Abend des 16. Januars 1945 werde in wissenschaftlichen und sonstigen offiziellen Publikationen in verharmlosender Absicht falsch, nämlich zu niedrig, angegeben. Als vermeintlicher Beleg wird angeführt, dass selbst die Internet-Enzyklopädie „Wikipedia“ die Anzahl der zivilen Todesopfer dieses Angriffs auf 16.000 beziffere.

Hier erscheint es daher sinnvoll, als Replik die Ergebnisse seriöser historischer Forschung zur Anzahl der Todesopfer des Luftangriffs vom 16. Januar 1945 anzuführen. Es erübrigt sich zu betonen, dass die menschliche Würde aller Opfer und Leidtragenden des Weltkrieges von der Diskussion um anonyme Zahlen unberührt bleibt.

Derzeit geht die stadtgeschichtliche Magdeburger Forschung davon aus, dass ca. 2.000 bis 2.500 Personen, nämlich fast ausschließlich Zivilisten und unter Ihnen auch Ausländer, dem folgenschweren Angriff zum Opfer gefallen sind.

Jahrzehntelang blieb die Anzahl der Todesopfer im Dunkeln. Unmittelbar nach dem Luftschlag kursierte die Angabe von 16.000 Toten; das Statistische Jahrbuch sprach 1946 hingegen von 6.000 Opfern. Mitte der achtziger Jahre ergaben erstmals unternommene eingehende Recherchen, dass 2.700 Personen umgekommen seien. Als Mitte der 1990 Jahre das Kulturhistorische Museum Magdeburg dem 50. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg eine Ausstellung widmete, hatte man außerdem die gemeldeten gemeinschaftlichen und privaten Bestattungen aus jenen Tagen recherchiert und den Bericht eines leitend tätigen Magdeburger Luftschutzwartes vom März 1945 ausfindig gemacht. Wiederum erschien auf der Grundlage dieser neuen Quellen eine Anzahl von ca. 2.000 Toten als realistische Größenordnung. Der Magdeburger Professor Manfred Wille, der eingehende Forschungen auf diesem Feld unternommen hat, gab 1999 erneut eine Zahl zwischen 2.000 und 2.500 Toten an. Die vorangegangenen Ausführungen sind in der 2008 in Magdeburg erschienenen Monographie „Metropole mit `lichter Zukunft`. Magdeburg 1933 bis 1945“, nachzulesen.

Alles in allem ist es angesichts der historischen Fakten nicht haltbar, von 16.000 zivilen Opfern des Bombardements vom 16. Januar 1945 zu sprechen.

Dr. Maren Ballerstedt, Leiterin des Stadtarchivs Magdeburg

Maik Hattenhorst, M.A., Historiker

  Gewinnspiel für das Emancipation for Everyone Festival   


Bei Mainstage werden Gästelistenpläte für das Emancipation for Everyone Festival am kommenden Samstag verlost. Wie ihr mitmachen könnt, erfahrt ihr hier: klick

  mit der richtigen Portion Pathos   

„Antideutsch sein, bedeutet nicht Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft obligatorisch zu hassen oder sich vor deutscher Küche zu ekeln (letzteres gelegentlich schon); antideutsch bedeutet, den unfreien Kollektiven, deren unmenschlichste Form die der Volksgemeinschaft der deutschen Nazis gewesen ist, radikalster Feind zu bleiben. Und hier vor allem die Tatsache des Volkes, den Antisemitismus, den Stellvertreterhass auf Befreiung und Glück, konsequent anzugreifen.

via Cosmoproletarian Solidarity

  Quote of the Day   

„Letzte Nacht ist mir Darth Vader erschienen, vom Planeten Vulkan und hat gesagt, falls ich Lorraine nicht einlade, würde er mir das Gehirn rausschmelzen!“

Back to the Future

  Retro Action   



Ich brech mir gerade die Finger bei dem ultra genialen Gunstar Heores für den Sega MegaDrive. Und ihr so?

  16. Jan 2010: Emancipation for Everyone! Feiern gegen Geschichtsrevisionismus   

Emancipation for Everyone Festival 16. Januar 2010 Magdeburg
Im Sommer hieß es Emancipation for Everyone – Against Homophobia in Magdeburg (Siehe hier und hier). Für den kommenden 16. Januar – wenn Revisionisten jedweder Couleur und Nazis betrauern wollen, das die Alliierten das nationalsozialistische Deutschland militärisch zur Kapitulation brachten – heißt es „Feiern gegen Geschichtsrevisionismus!“

Denn, „[w]er deutschtümelnde Trauermärsche aufhalten möchte und lieber für politische und kulturelle Freiheit feiert, sollte zum Festival Emancipation for Everyone kommen.“ (Aus dem Ankündigungstext)

/// Programm und Infos auf: www.efe2010.de ///

Zur historischen Einordnung des 16. Januar nur zwei kurze, sich gut ergänzende, Zitate. „Mitnichten war Magdeburg in der Zeit des Nationalsozialismus wie oft herbei halluziniert eine unpolitische oder unschuldige Enklave inmitten der grassierenden Barbarei. Es hatte vielmehr eine entsprechende und funktionswichtige Position innerhalb „Nazideutschlands“. Die Vorstellung, die MagdeburgerInnen hätten 12 Jahre lang nur Augen und Ohren zugehalten und wären schlussendlich „unfair weggebombt“ worden, ist absurd und teilweise doch gängige Geschichtsauslegung. Dieser konstruierten „weißen Weste“ stehen harte historische Fakten gegenüber.“ […] Wie überall in Deutschland diffundierte das KZ-System in die Lebenswelt der Bevölkerung. Über 5.700 KZ-Häftlinge gab es 1944/45 in den Magdeburger Außenlagern des KZ Buchenwald, Stadtfeld und Rothensee. Die Insassen wurden als Arbeitssklaven für den Rüstungskonzern Polte und die Braunkohle- und Benzin AG (Brabag) eingesetzt und im Sinne der „Vernichtung durch Arbeit“ zu Tode gequält.1

und weiter: „Otto Gruson produzierte Panzerkuppeln und Gussgranaten; die Firma Polte war das größte Unternehmen für die Herstellung von Handwaffen-Munition, Kartuschen usw; Krupp-Gruson fertigte Panzer und Geschütze; die Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG Torpedomotoren und hydraulische Geräte für den Flugzeugbau; Schäfer und Buddenberg war der größte Armaturenhersteller in Europa und produzierte u.a. für den Flugzeugbau; das Zweigwerk des Junkersbetriebes stellte ohnehin Motoren für den Luftkrieg her.“2

  1. Aus dem Aufruf „Geschichtsrevisionismus bekämpfen! Gegen kollektives Rotz und Wasser!“ [zurück]
  2. Hattenhorst, Maik (2005): Stadt der Mitte: Zentrum der Aufrüstung und zweite Zerstörung In Puhle, Matthias und Petsch, Peter (Hrsg.) (2005): Magdeburg. Die Geschichte einer Stadt 805-2005.Verlag Janos Stekovics. Magdeburg 2005 [zurück]

  5. & 6. Dez.: URBANPIRATEN – 25Hours Galerie & Elektroklatsche   

Das Jahr 2009 soll nicht ohne eine kleine Überraschung unsererseits ausklingen.
Um euch und anderen Menschen noch eine Gelegenheit zu geben mal nicht erst am 23.12. Weihnachtsgeschenke zu kaufen, könnt ihr das im Riff schon einmal von Eurer „TO DO LIST“ am 05.12. streichen.

Ihr habt 25 Stunden am Stück Zeit das passende Stück zu kaufen und netten Menschen ein Lächeln am Weihnachtsabend auf das Gesicht zu zaubern. Wir werden eine Menge Zeugs von einer Menge Leute zum Angebot reichen. Packt die Gelegenheit beimSchopfe und entert das UrbanpiratenRIFF.

Natürlich werden wir Euch beim Einkauf mit verkaufsunterstützender Musik beschallen und gehen dann zum Abend in Livemusik über. Wir freuen uns an diesem Abend eine Band aus England im Riff zu begrüßen – THE .

Im Anschluss habt ihr die außerordentliche Freude euch eine URBANPIRATEN – ELEKTROKLATSCHE abzuholen! Seid gespannt was sich dahinter verbirgt. Soviel sei verraten, es kann ausgelassen getanzt werden. Wer glaubt damit ist DAS erledigt, liest mal schön weiter.

Am nächsten Tag kredenzen wir ein leckeres Frühstück und lassen euch mit richtig schöner Sonntagsmusik ENTSPANNEN. Mit dabei sind The Black Atlantic (NL) und ein Virtuose am Piano und mal sehen! Ihr habt dann die Möglichkeit VERGESSENES noch bis 17.00 Uhr zu erwerben.

  plakat für audiolith   

Ich denk ja schon länger über eine geeignete Form von neuem Portfolio nach. Daher gabs bislang auch keine Updates mehr in die Richtung. Hier nun mal trotzdem eine neue Sache. Ein Plakat für das Audiolith Fest in Köln.

  Lasst es uns gemeinsam versalzen!   

„Verbunden mit einem, seit der deutschen Wiedervereinigung erstarkten, „Wir-sind-wieder-wer-Gefühl“, lebt [der Antisemitismus] am Stammtisch wie im Bridgeclub fort, überall dort, wo von „den Juden“ die Rede ist und sich über deren angebliche Macht und Einflussnahme in der deutschen Gesellschaft mokiert wird, überall dort, wo deutsche Juden aufgefordert werden doch „nach Israel“ zu gehen, wenn sie sich als Ruhestörer erweisen und zu vielerlei Anlässen mehr. Gepaart mit unqualifizierten und verschwörungstheoretischen Äußerungen über Nahost, denen stets eine gewisse Häme nachzuweisen ist, ergibt das ein Süppchen, das der Deutsche gerne kocht und verspeist. Lasst es uns gemeinsam versalzen!“

Dirk von Lotzow

  ohrwurm des tages   



P.O.S.! Das Album Never Better ist ja schon ein Must Have. Und die Videos zu Drumroll und Optimist fand ich schon sehr geil, doch das neue zu Purexed ist nochmal ne Nummer besser. Da kommt einfach ein sehr schönes Feeling für die Musik und die Attitüde dahinter rüber. Nice!

  24.10. Magdeburg-Projekt 7: Mediengruppe Telekommander   

Hey, die klingen ja wie die deutschen Beastie Boys
aber kacke finde ich deren Gitarren-Noise
Ich bin der Meinung, die brauchen einen Drummer
und ein Video mit Titten für den Hit im Sommer
Ich hab gehört die knallen sich Drogen rein als gäb’s kein morgen
und Backstage feiern sie mit Groupies wilde Orgien
Die beiden sind ’ne Schande für den deutschen Hip-Hop
und labern doch nur Scheiß, bei dem hier keiner mitkommt
Meine Freundin hat gesagt, die beiden sind jetzt Single
und die sehen mir ganz so aus als wären sie freche Schlingel
Die Musik ist mir egal ich find den linken süß
aber den rechten mag ich nicht, weil der so selten grüßt
Und was wollen die denn mit so einem scheiß Bandnamen
Mich wundert sowieso dass die Fans haben

(Bild dir deine Meinung)

Als Support gibt oberdrauf noch die Kaoss Kids aus Magdeburg. Hingehen!

  Seid ihr schon am Limit?   


Deichkind / Foto by Smartdesignz

So, das Reeperbahnfestival ist um! Was soll ich sagen. Ich bin schwer angetan. Zum einen von der Stadt und dem angenehmen Kiez-Flair und zum anderen von der Bandauswahl (auch wenn ich nur halb so viel sehen konnte, wie ich wollte.


Werbung vor der Eisbande / Foto IdEp

Abseits der ganzen Konzerte sei aber erstmal das Flatstock erwähnt, wo es ne echt schöne Auswahl an Siebdruckarbeiten zu sehen gab. Da ich eh mit schmalen Budget losgefahren bin und dann auch noch nen Teil meines Geldes für Herr Hase Comics und (veganes) Eis bei der Eisbande gelassen habe, hat es nur für ein einziges Poster gereicht. Jetzt schmückt ein Bratze Plakat mein Zimmer. Nice!


Flatstock Impression / Foto IdEp

Bandhighlights? Keine Ahnung. Viel zu viele. Future of the Left waren einer meiner Must See Acts. Wie sich herausstellte zu Recht. Es war zwar brütend heiß und Sauerstoff war auch eher Mangelware aber die Band hat voll entschädigt. Voll das hammer Noisebrett auf die 12. Ich hab mich dann irgendwann fast taub und komplett durchgeschwitz nach draußen geschleppt um das Ganze mit nem kühlen Astra zu krönen. Schicke Sache.


Future Of The Left / Foto IdEp

Dinosaur Jr. Waren ja auch so einer der Gründe das Reeperbahnfest anzusteuern. Wann sieht man die schon mal bzw. wann sieht man die schon mal wieder. Entsprechend voll war es auch. Es klingt zwar irgendwie immer blöd, wenn man sagt dass die Dinosaur Jr. Alben irgendwie gleich klingen aber bei dieser Band ist das auch absolut positiv gemeint. Live gab es eine Feedbackwand und den typischen Dinosaur Jr. Sound. Mehr wollte ich nicht und es war großartig.


Deichkind / Foto by Smartdesignz

Ein drittes Highlight möchte ich noch erwähnen. Deichkind. Klar, dass das ne super Live-Band ist, ist wohl überall bekannt, doch was sie da abgeliefert haben, war einfach ein Fest. Mit Schlauchboten und Hüpfburgen, dabei Federkissen zerlegend wurde über das Publikum geritten während es durch die enorme Soundwand immer wieder dröhnte: „Seid ihr schon am Limit?“ Und ähnlich intensiv war die komplette Show. 2 Stunden feiern pur. Schön auch das die Bar bei Arbeit nervt! Die Arbeit nieder legte und sich die Leute dahinter zu Recht selbst feierten. Sehr sympathisch das Ganze.

  reeperbahn festival   

So, Sachen sind gepackt. Gleich gehts ab Richtung Hamburg :)

  8K MK   


8000 Mark (8K MK) from Supershirt on Vimeo.

Okay Supershirt, ihr habts geschafft. Ich hab nen mega Ohrwurm von diesem Track. Video find ich auch dufte. In diesem Sinne. Wie groß ist dein Budget?