Archiv der Kategorie 'Allgemein'

  mhh   

mir wurde gesagt, ich soll wieder bloggen …

  Urbanpiraten-Seite unter der Gewalt des APK   

Bald starten die Piraten in Magdeburg wieder durch. Gegenwärtig ist die Seite jedoch nicht erreichbar … besser gesagt sie wurde besetzt vom sogenannten Anti Pragmatismus Kommando (APK).

Dazu gibts ein Video, indem der Gute Geschmack aus Magdeburg entführt wird:

man darf gespannt sein, wie es weiter geht.

  Plakat für Café Central Magdeburg   

Mit ein paar Highlights im Programm, macht das doch gleich mehr Spaß beim layouten :)

  Future Fluxus @ Urbanpiraten   

Die großartigen Future Fluxus waren vergangenen Freitag in Magdeburg und haben im Rahmen der ART to SHOP Aktion einen Straßengig gegeben.

Hier mal eine kleine Impression davon:

  Ohrwurm des Tages   

Lange nicht gehört. Eben wieder entdeckt. Schönes Ding!

  Long Time Not Seen   

Nach langer Zeit werd ich mal wieder ein paar Beiträge schreiben. Wobei ich mich erstmal nur auf verschiedene Ankündigungen beschränke :)

Ansonsten hat sich viel getan. Aber das muss ich ja nicht unbedingt hier breittreten :)

  Too late to apologize   

Danke! das ist großartig. Life, Liberty and the pursuit of Happiness mit der ganzen Portion Pop/Rock auf die 12. Ohrwurm!

  Video & Fotos zum Emancipation for Everyone Festival   


Bei Mainstage gibts zum Emancipation for Everyone einen schicken Videozusammenschnitt und Fotos der Show. Schön wars!

  ja was ist denn dieser Geschichtsrevisionismus?   

man weiß es nicht … oder will man es nicht sagen?

  mutmaßlicher neonazistischer Brandanschlag in Halle   

Miteinander e.V. ist mit seinem kontinuierlichem Engagement gegen Antisemitismus, Fremdenfeinlichkeit und neonazistische Weltbilder der rechten Szene schon seit langem ein Dorn im Auge. Anfeindungen und Drohungen sind keine Seltenheit. Am vergangenen Wochenende brannte nun das Fahrzeug eines Mitarbeiters des Vereins vollständig aus. Ein neonazistischer Tathintergrund liegt nahe.

In der Nacht zum Montag brannte in Halle (Saale) das Auto eines Mitarbeiters des Vereins Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e. V. vollständig aus. Alle bislang bekannt gewordenen Fakten legen einen neonazistischen Brandanschlag nahe. So gab es im Umfeld der Demonstration der Jungen Nationaldemokraten (JN) in Halle (Saale) massive Drohungen gegen den betreffenden Kollegen. Endgültige Gewissheit wird erst ein Brandgutachten des Landeskriminalamtes bringen.

(Den ganzen Artikel gibt es auf Mut gegen Rechte Gewalt)

  Seid ihr schon am Limit?   


Deichkind / Foto by Smartdesignz

So, das Reeperbahnfestival ist um! Was soll ich sagen. Ich bin schwer angetan. Zum einen von der Stadt und dem angenehmen Kiez-Flair und zum anderen von der Bandauswahl (auch wenn ich nur halb so viel sehen konnte, wie ich wollte.


Werbung vor der Eisbande / Foto IdEp

Abseits der ganzen Konzerte sei aber erstmal das Flatstock erwähnt, wo es ne echt schöne Auswahl an Siebdruckarbeiten zu sehen gab. Da ich eh mit schmalen Budget losgefahren bin und dann auch noch nen Teil meines Geldes für Herr Hase Comics und (veganes) Eis bei der Eisbande gelassen habe, hat es nur für ein einziges Poster gereicht. Jetzt schmückt ein Bratze Plakat mein Zimmer. Nice!


Flatstock Impression / Foto IdEp

Bandhighlights? Keine Ahnung. Viel zu viele. Future of the Left waren einer meiner Must See Acts. Wie sich herausstellte zu Recht. Es war zwar brütend heiß und Sauerstoff war auch eher Mangelware aber die Band hat voll entschädigt. Voll das hammer Noisebrett auf die 12. Ich hab mich dann irgendwann fast taub und komplett durchgeschwitz nach draußen geschleppt um das Ganze mit nem kühlen Astra zu krönen. Schicke Sache.


Future Of The Left / Foto IdEp

Dinosaur Jr. Waren ja auch so einer der Gründe das Reeperbahnfest anzusteuern. Wann sieht man die schon mal bzw. wann sieht man die schon mal wieder. Entsprechend voll war es auch. Es klingt zwar irgendwie immer blöd, wenn man sagt dass die Dinosaur Jr. Alben irgendwie gleich klingen aber bei dieser Band ist das auch absolut positiv gemeint. Live gab es eine Feedbackwand und den typischen Dinosaur Jr. Sound. Mehr wollte ich nicht und es war großartig.


Deichkind / Foto by Smartdesignz

Ein drittes Highlight möchte ich noch erwähnen. Deichkind. Klar, dass das ne super Live-Band ist, ist wohl überall bekannt, doch was sie da abgeliefert haben, war einfach ein Fest. Mit Schlauchboten und Hüpfburgen, dabei Federkissen zerlegend wurde über das Publikum geritten während es durch die enorme Soundwand immer wieder dröhnte: „Seid ihr schon am Limit?“ Und ähnlich intensiv war die komplette Show. 2 Stunden feiern pur. Schön auch das die Bar bei Arbeit nervt! Die Arbeit nieder legte und sich die Leute dahinter zu Recht selbst feierten. Sehr sympathisch das Ganze.

  fix the world   


The Yes Men Fix The World – Zwei Optimisten rennen durch die Welt und versuchen sie besser zu machen. Eigentlich ist das Setting so simple wie sympathisch. Erinnerungen an die Situationistische Internationale sind wohl angebracht wenn die Yes Men hier und dort Verunsicherung stiften, wenn sie einfach versuchen die Skurrilität des Alltags offen zu legen und Hoffnung dafür zu stiften, das es auch anders gehen kann. Ich mag den Film sehr und bin froh über den Hinweis bei Nerdcore, das man ihn noch eine Weile for free bei Arte sehen kann.

Film ansehen

  be my comment!   

„Popkultur heute ist zwar nicht das Gegenteil des Kapitalismus, das ist sie nie gewesen, doch in ihren besten Momenten ist sie eine Herausforderung des Bestehenden geblieben. Etwas, das mit wachen Augen die real existierenden Widersprüche aufzeigt, in denen wir leben, lieben und arbeiten.“

Popkultur, Internet, Kapitalismus: Be my comment! (via de:bug)

  9/11 Never Forget   


(via)

  Na Danke … „Wenn Gott gütig ist, straft er die Israelis“ (SPON 30.08.2009)   

Rolf Behrens stellte nach der Analyse von 345 Artikeln des Nachrichtenmagazins Spiegel in seinem Beitrag „Sie schießen, um zu töten.“ (Neu-alter Judenhass, Hrsg.: Faber, Schoeps, Stawski 2007, 2. Auflage) fest, der Spiegel, „als meistzitiertes Medium […] und Themensetzer in der deutschen Presse- und Rundfunklandschaft“, führt das oft behauptete Tabu der Israelkritik in Deutschland ad absurdum. Laut Behrens zeigte sich im Untersuchungszeitraum (Intifada 1987-1992 und Al-Aqsa-Intifada 200-2002), dass der Spiegel in der Berichterstattung „mehr als einmal die Grenze überschreitet, die legitime Israelkritik von Antizinismus und Antisemitismus trennt.“ Der israelische Staat wird stereotyp als brutal, expansiv, rassistisch, voller Missstände und mit einer Gesellschaft gezeigt, die „sich im Niedergang befinde.“ So komme kaum ein Text „ohne feststehende und bewertende Vorstellungsbilder aus“, wie Behrens am statistischen Mittelwert von 0,96 Stereotype pro Artikel darlegt.


(Bild via www.coxandforkum.com)

Ulrike Putz berichtete nun auf Spiegel Online „In den Lagern der Palästinenser wächst der Hass“. Nach der Kurzvorstellung und emotionaler Einführung eines ehemaligen palästinensischen Familienglücks kommt der skandalisierende Bruch: „Doch dann brach kurz nach Weihnachten 2008 der Krieg zwischen Israel und der den Gaza-Streifen regierenden radikalen Hamas aus.“ Putz verschwendet keine weiteren erklärenden Worte dazu. Hintergründe, Verlauf oder ähnliches? So etwas sucht man vergebens. Das moralische Dilemma ist indes angerichtet: „Hier wurde meine Tochter ins Feuer geschleudert.“ Guten Appetit! Die Bodenoffensive der israelischen Armee reduziert sich auf ein moralisch zu verurteilendes fast a-politisches Event. Kein Wort von menschlichen Schutzschildern, derer sich die Hamas bediente, kein Wort vom Raketenbeschuss auf Israel, kein Wort über die hochkomplexe und andauernde Konfliktsituation, die in der Bodenoffensive nur einen weiteren Ausdruck fand, kein Wort über die Korruption im Gazastreifen, die humanitäre Hilfe blockiert.

Der interviewten Abu Halima wird damit Legitimation und Verständnis gegeben, wenn sie resümiert „wenn [Gott] gütig ist, dann straft er die Israelis für das, was sie getan haben“. Doch dabei bleibt es nicht. Nicht selten wurde der Spiegel biblisch wenn es darum ging, den Stereotyp der Rachsüchtigkeit der Israelis zu untermauern. So zitiert Behrens treffend einige Zeilen: „schon seit den Königen David und Salomo strotzt die Geschichte der Israeliten von Krieg, Mord und Totschlag“ (Spiegel 41/2001, S. 162); oder die „[…]geradezu biblische Vergeltungspolitik Scharons – Auge um Auge, Wahn um Wahn […]“ (Spiegel 15/2002, S. 139). Die Verlogenheit der humanistischen Anklage wird offenbar, wenn, wie im Artikel von Putz, Aussagen wie die von Abu Halim „Wenn [sie] könnte, würde [sie sich] unter den Israelis in die Luft sprengen […]“ unkommentiert stehen bleiben. Die Anklage wird einseitig. Das Moralisieren Mittel zum Zweck. Der Lesende hat indes zur Rezeption durch den Artikel nur die moralische Einstimmung auf das Einzelschicksal. So darf Abu Halima dann auch mit Aussagen wie: „Sie haben mir fünf Menschen genommen, ich nähme 50 von ihnen“ weiter um die Gunst und verständnisvolle Gnade des Lesenden für den geäußerten Wunsch nach Mord werben. Dass hierbei auch keine Unterscheidung zwischen Militär und Zivilbevölkerung getroffen wird, sondern Israelis allgemein als Ziel markiert werden, sei dazu auch noch angemerkt.

Über die Motivation für solche Darstellungen kann ich nur Mutmaßen. Behrens schlägt in seinem Beitrag 5 mögliche Erklärungsmuster vor. Im dritten Punkt zitiert er sinngemäß den verstorbenen palästinensischen Schriftsteller Edward Said, nach dessen Ansicht „»der Orintale« im Westen […] oftmals als rückständiger Mensch angesehen [wird], dessen Handeln nicht an den »zivilisierten« Maßstäben des Westens zu messen sei.“ Behrens spricht hier von einem subtilen Rassismus. Aber auch das bedienen der öffentlichen Meinung (Punkt 2 bei Behrens) sollte nicht außer acht gelassen werden. 2004 stimmten immerhin 68,3 Prozent der Befragten Deutschen der Aussage zu „Israel führ[e] einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“.