Archiv der Kategorie 'ach das ist gestreift?'

  (Ge)Dicht   

Jetzt wo ich wieder blogge, kann ich ja auch wieder fein aus dem Sumpf berichten, der sich da „linke Szene“ Magdeburg nennt. Vor kurzem wurde mir ein Gedicht gewidmet. Mutmaßliche Hintergründe sind Günther Grass und eine Veranstaltung mit torsun und Kulla bei uns im Laden. Klingt logisch, oder? Nunja. Die lokale „Szene“ hat meine Schmerzgrenze ja eh recht hoch gesetzt. In der entschärften Version darf man das Ganze noch auf dem Blog der Autorin bewundern. Ist im Prinzip eine Abwandlung von torsuns Polemik zum Grass Gedicht. Halt nur – tada – gegen mich. whatever.

Lesen

  Bekennervideo des APK aufgetaucht   

Vor 20 Jahren wurde der Gute Geschmack Magdeburgs entführt. Nun ist ein Bekennervideo aufgetaucht!

Urbanpiraten gehen ab!

  Supershirt – 8K Mark Café Central Version   

Supershirt waren im Mai im Café Central in Magdeburg. Jetzt ist ein Video dazu erschienen, das ziemlich gut die Stimmung im Wohnzimmer eingefangen hat. Schönet Ding!

  Trotzki, Goethe und das Glück   

Nochmal Youtube. Tjaja. Diesmal ein kleiner Remix zum Gedicht „Trotzki, Goethe und das Glück“ von Jörg Fausner. „Das ist das Glück, sagt ich zu Luise. Warum lassen wir die Revolution nicht sausen?“

  JedeR feiert halt anders …   

Weil Meinungsfreiheit ne tolle Sache ist, kündigt die Agentur KemperTrautmann, die für die „Du bist Deutschland“-Kampagne verantwortlich zeichnet, stilsicher zum so called Geburtstag des Grundgesetzes an, das Projekt „Du bist Terrorist“ (vgl. Spreeblick) abzumahnen.

Read: Du wirst abgemahnt de?

  Art is War …   


… sag ich mal und schwimme mit im Strom der aktuellen Blogsport-Mode.
Siehe auch hier oder hier, hier auch, und hier erst, das hier nicht zu vergessen, und sowieso, …

Update für alle wandelnden Bildungslücken:
Da einige anscheinden nicht verstehen, warum ich dieses Bild gewählt habe, hier nochmal ein paar Infos zur Güte. Nichelle Nichols a.k.a. Lt. Nyoto Uhura war in Star Trek die erste Besetzung, die im Kontrast zu bisherigen Besetzungen von so called „Women of Color“1 stand, die bis dahin nur als Hausmädchen oder Dienstbotinnen zu sehen waren. Star Trek setzte so im Serienformat einen neuen Standard im Verhältnis von Schauspieler_innen bzw. Charakteren – Gleichsetzung aller Beteiligten im Gegensatz du Ungleichbehandlungen auf Grund von Zuschreibungen betreffs Hautfarbe, Herkunft und/oder Geschlecht. 68 schmetterte die Serien den Zuschauenden den esten Filmkuss zwischen zwei Menschen unterschiedlicher Hautfarbe entgegen und brach damit erneut ein bis dahin bestehendes Tabu – Kirk und Uhura küssten sich.

  1. Ich hab das begrifflich mal an People of Color angelehnt. [zurück]

  Vom Frauentausch zum aufgebrachten Mob   

Zerbst, die kleine circa 15.000 Einwohner/-innen zählende Enklave in Sachsen-Anhalt fürchtet um ihren Ruf. Mir war indess neu, das Zerbst bislang irgendeinen Ruf genossen hätten. Erst Recht irgendeinen guten. Auch mit viel Talent für blumige Umschreibungen könnte ich mir selbst kaum eine Beschreibung abringen, bei welcher die Ödnis und die Langeweile, die mir Zerbst bei so mancher Durchfahrt bereitete, in ein ehrerbietenes Licht rücken könnte. Ganz abgesehen davon, das mir dazu auch die Motivation fehlt. Nun durchzuckt die Stadt bei aller Bedeutungslosigkeit ein mittelgroßer Skandal. Eine Familie hatte an der Sendung Frauentausch teilgenommen.

Das Bild, das die Familie im Fernsehn darbot, erregt nun in einer Blockwartsmentalität die Zerbster Gemüter. Das Lokalblatt Volksstimme berichtet in mehrere Artikeln über Demonstrationen (2) aufgebrachter Bürger/-innen, von Drohungen gegen die Familie und Sachbeschädigungen am Haus der Familie.

Unterdessen warnt die Polizei aufgebrachte Bürger vor Handlungen, die strafbar sind. Nicht nur, dass Beleidigungen und Sachbeschädigungen von der Polizei aufgenommen und vom Gericht geahndet werden. Auch “ Demonstrationen “ unterliegen bestimmten Regeln. Darauf verweist Doreen Wendland, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ost. (via)

Den Höhepunkt erlebte die Stadt am Mittwochabend, als sich rund 50 Zerbster zu einer spontanen Demonstration vor dem Haus versammelten. Es f ogen rohe Eier an die Wand. Die in der Stadt bekannte Fernsehfamilie fühlt sich bedroht. “ Es liegen Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Beleidigung vor. Wir haben bereits Tatverdächtige ermitteln können “, erklärt Doreen Wendland, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ost.(via)

Liebe Zerbster/-innen, sollte euch am Bild eurer Stadt gelegen sein; sollte euch daran gelegen sein nicht irgendwelche Klischees öffentlich medial zu bedienen; sollte euch daran gelegen sein so etwas wie Kultiviertheit und Weltoffenheit zu vermitteln – nun dann ist es eine denkbar dämlich Taktik als aufgebrachter Pöbel durch die Stadt zu ziehen. Es ist dabei nicht nur dämlich, sonder direkt wiederlich, wenn denen, die gerade nicht ins Stadtbild passen, mal ordentlich heimgeleuchtet wird. In einem Leserbrief in der Volksstimme heißt es: “ Eines ist sicher : Die eingefangenen Bilder und Kommentare sind ein Schlag ins Gesicht aller Bürger, nicht nur aus Zerbst, sondern aus ganz Deutschland, die mit aller Kraft versuchen, die noch immer existierenden Mauern in den Köpfen vieler Deutscher einzureißen „ (via). Gemeint ist damit natürlich die Familie mit ihrem TV Auftritt und nicht der Haufen, der die Familie offensichtlich am liebsten durch die geliebte Stadt treiben würde. Einige Zerbster/-innen scheinen die Meinung zu vertreten, dass man dadurch „die noch immer existierenden Mauern in den Köpfen vieler Deutscher einzureißen“ könnte. Eine gewagte These, die da in Zerbst gerade konsequent mit Eierwürfen und Sachbeschädigungen vertreten wird. Die Familie muss nun für die Enttäuschunge und die Wut des Pöbels herhalten. Dabei behält man die brutale Gleichung bei, durch die vermittelte Gewalt zeigen zu wollen, wie sehr man eben nicht mit der gepeinigten Familie identisch ist. Eigene Enttäuschen, die unerträglich geworden sind, finden in diesem gewalttätigen Spiel ihr Ventil und blinde Erlösung. Eine Stadt sucht ihren Mörder?

  identitäre Kackscheiße   


Bild via Indymedia

Ich bin eben über ein Bild der LL-Demo in Berlin gestoßen. Ich konnte diesem Brimborium in einer Mischung aus Bierzeltatmosphäre, peinlicher Selbstinszenierung und Sammelbecken für jede Gruppe die Marx` Kritik zum Marxismus pervertiert hat, ja schon vorher nicht viel abgewinnen. Im Groben und Ganzen war es mir einfach egal. Dieses Bild (und ein paar andere) haben mich aber wirklich schockiert. Dieses Transparent ist in seiner Symbolik an Selbstgefälligkeit wohl schwer zu überbieten. Da wird ein vermummten Typ in eine imaginäre Linie mit Liebknecht und Luxemburg gesetzt, um wohl sowas wie historische Kontinuität und Bezug zu suggerieren. Dahinter passend: ein Haufen Vermummter. Muss ja. Der Vermummte auf dem Transparent als Klischeevorstellung des autonomen Kämpfers; die unbedingte und unreflektierte Ausstrahlung von Uniformiertheit und Gewalt – Sinnbild einer Vorstellung von „linker Politik“ oder „linken Weltbildern“? Das ist Selbstsuggestion und Balsam für die militante Seele. Neben so großen Namen kann man sich als Idealtypus „Autonomer Kämfer“ auch groß fühlen; historisch bedeutsam und sowieso ganz doll politisch. Geschichte mach Platz: Hier kommt ein Selbsthilfetreffen! Hinter dem Transparent kann man dann die gewohnten und gewohnt langweiligen Verhaltensmuster abspulen. Kaputze hoch! Sonnebrille reingeklingt und bitte den Schal ab und an auch über die Nasenspitze. Man ist ja autonom und lässt sich nix sagen. Von den Bullen schon garnicht. Die sollen mal aufs Transparent gucken! Ein Hauch von Verbotenem liegt wahrlich in der Luft während bedingungslose Kritik an Staat und Kapital zur Kostümierung wird; schrumpft zusammen bis zur Unkenntlichkeit. Obszön wird es dann vollends mit dem Marx-Transparent. Wenn im Kapitalverhältniss wirklich schamlos alles seine Verwertung finden kann, so schafft es „die Linke“ ganz toll Kritiker_innen und historisch bedeutsame Menschen schamlos zu Verwerten. Marx, Liebknecht, Luxemburg … nicht mehr als bunte Bilder. Na wenigstens kann man am Ende drüber erzählen wer so alles da war und wie scheiße die Cops wieder drauf waren …

  ich fühle mich ertappt   

„You‘re Dennis the Peasant: an avid proponent of anarcho-syndicalism, you‘re not afraid to speak your mind. Just be wary of those who seem to be (or at least pass themselves off to be) authority figures.“

Irgendwie kann man mich mit diese Which-Character-are-you Sachen immer und immer wieder ablenken. schlimm schlimm (via)

  Delay   

Ziemlich wenig geblogt right? Gut hier mal kurze Ausführungen. Mein Alkoholkonsum hat sich nicht verschlechtert, noch verbessert, sondern bleibt auf konstant hohem aber nicht gesundheits gefärdendem Niveau. Studium läuft und läuft. Irgendwie ist es merkwürdig nur noch 2 Sachen abgeben zu müssen und dann den Abschluss machen zu können. Gut aber eine Hausarbeit ist gerade noch in der Planung aber dafür entschädigen gerade die nur drei fehlenden Seiten bei meinem Forschungsdesign. Layouten ist Krieg. Nee quatsch. Strengt aber an. Ich schulde da noch`n paar Jungs ja von ner HC-Combo ja ein Booklet. Sorry für den Delay Leute. Ein Ausstellungsflyer ist auch angefragt und ein Konzertflyer muss in Druck. Notiz an mich selbst: Geld verlangen! Arbeit nervt. Zum Glück hab ich gerade Urlaub beantragt. Nicht vom Layouten aber vom Nebenjob. Yes!

  sweet   

Der lokale RCDS schießt gerade gegen die Antifaschistischen Hochschultage. Ganz großes Tennis.

  Punk definieren   

… ist wahrscheinlich so unmöglich, wie oft versucht. Ich will mich da auch garnich ausnehmen und finde ja auch oft gefallen daran Sachen ab zu dissen, die für mich definitv nicht Punk sind. Vielleicht ist das bestimmte Negation, vielleicht aber auch nur Hochnäsigkeit oder eine nervende Mischung aus beidem. Wahrscheinlich schockt es die meisten eh mehr, dass für mich Punk überhaupt einen Bezugspunkt darstellt oder immer noch darstellt. So bunte Iros, Lederjacken und Boots waren ja auch nie mein Ding und für die, deren Ding es war oder ist, wär ich wohl eher so ein PC-Arsch. Da ich aber auch nicht auf so Konsensfeeling setze, ist das auch okay und ich hör weiter Hardcore, Sreamo und Punk und spiele wenn mir danach ist Szeneputzen. In diesem Sinne auch die viel zu lange Einleitung für die Abkacke auf folgendes Video. Weiße Mittelstandskids machen konformistisch auf aggro Macker, singen von Hardcore-family und zeigen ihre langweiligen testoterongeschwängerten Violent Dancing Moves. Not Punk! Gegen was rebelliert der Kram eigentlich noch?


Crimescene „Outcasts“ (via Hardcore for Nerds)

  na ist doch schön   

selber angetrunken und Leute landen laut Referers über die Googlesuche nach Bedürfnisbefriedigung auf meinem Blog. schön. Ich mag euch ja auch ;-)

  Frühstück   

  update fürs Schubladendenken   

So mal eben dem Trend hinterhergelaufen und auch mal diesen Test gemacht (40% via). Liebe Bloglesende, 10 knallharte Fragen habens jetzt nochmal ganz offiziell gemacht: Ich bin zu 70% Antideutsch, zu 30 % der gemäßigte Typ und zu 0% Antiimperialist.

Zu 70 % sind Sie: Der Antideutsche. Du bist ein radikaler Antideutscher. Dir kommt nichts Antiimperialistisches unter, und du bist immer modisch und hip. Weiter so!