Infoveranstaltung: Kein Dialog mit dem Inseler Mob   

Morjen im Café Central Magdeburg.

Ankündigungstext (via no volksmob): Seit etwa einem Jahr finden sich in Insel, einem Dorf im nördlichen Sachsen-Anhalt, regelmäßig die Bewohner zusammen, um zwei in den 1980er Jahren wegen Vergewaltigung verurteilte und 2010 aus der Sicherungsverwahrung entlassene Männer aus dem Ort zu vertreiben.
Der Mob institutionalisierte sich zur obligatorischen Bürgerinitiative, um als Erpresserbande an den nicht existenten Verhandlungstisch zu gelangen und das Wie und vor allem Wann der Vertreibung zu kommunizieren. Die Landespolitik zeigte sich zunächst unbeeindruckt.
Da sich nach einigen Wochen noch kein Erfolg einstellen wollte, suchte man im Oktober 2011 den offenen Schulterschluss zu den Neonazis. Das Kalkül schien aufzugehen. Allerorts wurde Empörung laut. Von der Landesregierung über die Zivilgesellschaft bis zur Antifa wurde sich nun- in Anerkennung der „legitimen Ängste“ und „berechtigten Sorgen“ der Dorfbevölkerung- gegen die „undemokratischen“ Nazis positioniert. Innenminister Stahlknecht startete darauf eine Initiative zum „einvernehmlichen“ Wegzug der beiden Männer, was wiederum kaum Kritik nach sich zog.
So verging kaum eine Woche in der nicht der wütende Mob das Haus der beiden Männer belagerte und seine Verteibungs- und Vernichtungsphantasien lauthals heraus schrie. Die wenigen Dorfbewohner, die dem Mob distanziert gegenüber stehen, werden seitdem verachtet und ausgegrenzt.
Einer der beiden permanent Bedrohten verließ Ende Mai das Dorf, flüchtete aber nach kurzer Zeit aufgrund von Protesten und einer Medienkampagne an seinem neuen Wohnort zurück nach Insel.
Vorläufiger Höhepunkt des Treibens war die versuchte Erstürmung des Hauses der beiden Männer durch eine 50-köpfige, zum Lynchen bereitwillige Meute am 1. Juni 2012.

Der Vortrag möchte zeigen, dass die Geschehnisse in Insel in der Form keinen Einzelfall darstellen und für die nähere Zukunft, nach dem Verbot der nachträglichen Sicherungsverwahrung, der Auftakt für weitere Kampagnen und Vernetzungen gegen ehemalige Sicherungsverwahrte sein könnten. Des weiteren soll dargelegt werden was es mit den „legitimen Ängsten“ auf sich hat, dass es entgegen der Verlautbarungen bei der anhaltenden Täterfixierung des Mobs nicht um Opferschutz gehen kann und warum Dorfgemeinschaft und Neonazis so gut zusammen passen.

Im Anschluss an den Vortrag wird es noch einige Informationen zur am 08. Juli geplanten Demonstration „Insel fluten“ geben.“
Tag: Donnerstag den 5.07.2012
Beginn: 19Uhr
Ort: Cafe Central, Leibnizstraße 34


7 Antworten auf “Infoveranstaltung: Kein Dialog mit dem Inseler Mob”


  1. 1 täterschützer 05. Juli 2012 um 19:43 Uhr

    warum nehmt ihr nicht einfach die beiden in euren wg´s auf?

  2. 2 täterschützer 05. Juli 2012 um 19:45 Uhr

    warum nehmt ihr die beiden nicht einfach in euren wg´s auf?

  3. 3 täterschützer 05. Juli 2012 um 19:45 Uhr

    warum nehmt ihr die beiden nicht einfach in euren wg´s auf?

  4. 4 THATfatDUDE 05. Juli 2012 um 22:36 Uhr

    Warum lernst Du nicht einfach, das Apostroph richtig einzusetzen?

  5. 5 Rough NinJa 06. Juli 2012 um 2:31 Uhr

    Der nick ‚Täterschützer‘ passt wie die Faust aufs Auge. und dann noch so nervös daß gleich dreimal auf „Senden“.

  6. 6 täterschützer 06. Juli 2012 um 8:26 Uhr

    kommt auch mal eine antwort auf die frage?

  7. 7 IdrawESCAPEplans 08. Juli 2012 um 23:57 Uhr

    M – Eine Stadt sucht ihren Mörder

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