Archiv für November 2009

  Restgeräusche Session mit Robocop Kraus   

Ich bin ja einer dieser Stammleser beim Rote Raupe Zine. Was mich regelmäßig begeistert sind die tollen Restgeräusche Sessions. Dort waren unter anderem schon I might be wrong, me succeeds und Mediengruppe Telekommander zu Gast. In der aktuellen Session darf man nun Robocop Kraus bewundern.


Restgeraeusch Sessions @ www.roteraupe.de

  5. & 6. Dez.: URBANPIRATEN – 25Hours Galerie & Elektroklatsche   

Das Jahr 2009 soll nicht ohne eine kleine Überraschung unsererseits ausklingen.
Um euch und anderen Menschen noch eine Gelegenheit zu geben mal nicht erst am 23.12. Weihnachtsgeschenke zu kaufen, könnt ihr das im Riff schon einmal von Eurer „TO DO LIST“ am 05.12. streichen.

Ihr habt 25 Stunden am Stück Zeit das passende Stück zu kaufen und netten Menschen ein Lächeln am Weihnachtsabend auf das Gesicht zu zaubern. Wir werden eine Menge Zeugs von einer Menge Leute zum Angebot reichen. Packt die Gelegenheit beimSchopfe und entert das UrbanpiratenRIFF.

Natürlich werden wir Euch beim Einkauf mit verkaufsunterstützender Musik beschallen und gehen dann zum Abend in Livemusik über. Wir freuen uns an diesem Abend eine Band aus England im Riff zu begrüßen – THE .

Im Anschluss habt ihr die außerordentliche Freude euch eine URBANPIRATEN – ELEKTROKLATSCHE abzuholen! Seid gespannt was sich dahinter verbirgt. Soviel sei verraten, es kann ausgelassen getanzt werden. Wer glaubt damit ist DAS erledigt, liest mal schön weiter.

Am nächsten Tag kredenzen wir ein leckeres Frühstück und lassen euch mit richtig schöner Sonntagsmusik ENTSPANNEN. Mit dabei sind The Black Atlantic (NL) und ein Virtuose am Piano und mal sehen! Ihr habt dann die Möglichkeit VERGESSENES noch bis 17.00 Uhr zu erwerben.

  zum mutmaßlichen neonazistischen Brandanschlag in Halle   

Ergänzend zum ersten Text zum mutmaßlichen Brandanschlag in Halle, möchte ich an dieser Stelle auf einen Artikel aus der aktuellen Jungle World verweisen.


In Halle (Sachsen-Anhalt) brannte das Privat­auto eines Angestellten, der für den Verein Miteinander e.V. arbeitet, vollständig aus. Die Mitarbeiter vermuten einen neonazistischen Brandanschlag.

von Michael Taeger

»Der Anschlag auf einen Angestellten des Vereins zeigt deutlich die Gewaltbereitschaft der rechten Szene«, äußert sich die Sprecherin des Vereins Mit­einander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt. Es geht um den mutmaßlichen Brandanschlag auf das Privatauto eines langjährigen Mitarbeiters in der Nacht auf den 9. November. Der 40jährige gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins und vermutet eben­falls, dass die Täter in der lokalen Neonaziszene zu finden sind.

Das Projekt Miteinander existiert seit 1999 in Sachsen-Anhalt, der Impuls für die Gründung des Vereins war das Wahlergebnis der DVU bei den damaligen Landtagswahlen. Am 26. April 1998 zog die rechtsextreme Partei mit 12,9 Prozent in das Landesparlament ein. Die Mitarbeiter des Vereins, der Bildungsarbeit für demokratische Kultur leistet und über Rechtsextremismus aufklärt, wa­ren schon häufiger das Angriffsziel von Neonazis.

(weiterlesen auf der Jungle World Seite)

  In Bielefeld werden AJZs noch judenfrei gehalten   

Redeok hat ziemlich gut über die Kackscheiße berichtet. Wie ich finde wird auch sehr treffend Adorno zitiert, der Antisemitismus sei das Gerücht über die Juden.

wirklich ekelhaft

  Antisemitismus unter ‚roter Fahne’ unmöglich machen!   

Ich zitier mal einfach Cosmoproletarian Solidarity um die bisherigen Ereignisse kurz zu umreißen:

„Am 25. Oktober hatte die Veranstaltungsgruppe „Kritikmaximierung“ die 1972`er Dokumentation „Warum Israel“ des Regisseurs Claude Lanzmann, der im französischen Untergrund der Résistance die Shoa überlebte, im „b-movie“ zeigen wollen.

Doch in der antizionistisch befreiten Zone, der Hamburger Brigittenstraße, wo sich das „b-movie“ in der Nachbarschaft zum Headquarter des völkischen Bandenwesens, der „B5“, befindet, wird keine Doku geduldet, in der Israel als Konsequenz aus Auschwitz begriffen wird. […] Die mit Quarzsandhandschuhen und Mundschutz gerüstete „Zärtlichkeiten der Völker“-Miliz machte dem Kinopublikum mit ‚geschulten’ Faustschlägen deutlich, wem Militanz auf ‚deutschen Straßen’ zu gelten habe: nicht dem deutschen, sondern dem jüdischen Staat Israel und seinen Freund_innen. Ein Antizionist bewies mit einem Gürtel seine Freude an Züchtigung und ein weiterer demonstrierte mit einem eisernen Fahrradschloss die Bereitschaft zum Totschlag.“

Weiteres zum Thema:
Antisemitismus unter ‚roter Fahne’ unmöglich machen! (weiter)
Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten (weiter)

Terminhinweis:
Überregionale Demonstration gegen antisemitische Unzumutbarkeiten unter ‚roter Fahne’ am 13. Dezember, Beginn: 13:30 h am Schulterblatt (Hamburg-Sternschanze)!

  content   

Gibts demnächst wieder etwas mehr. War jedenfalls gerade eine Woche lang mit Shlomo Wolkowicz unterwegs. Wirklich eine unglaubliche Woche. Ich hab so unmengen tolle Gespräche führen dürfen und soviel Eindrücke gewonnen, das ich das Ganze jetzt erstmal in Ruhe verarbeiten muss.

  plakat für audiolith   

Ich denk ja schon länger über eine geeignete Form von neuem Portfolio nach. Daher gabs bislang auch keine Updates mehr in die Richtung. Hier nun mal trotzdem eine neue Sache. Ein Plakat für das Audiolith Fest in Köln.

  mutmaßlicher neonazistischer Brandanschlag in Halle   

Miteinander e.V. ist mit seinem kontinuierlichem Engagement gegen Antisemitismus, Fremdenfeinlichkeit und neonazistische Weltbilder der rechten Szene schon seit langem ein Dorn im Auge. Anfeindungen und Drohungen sind keine Seltenheit. Am vergangenen Wochenende brannte nun das Fahrzeug eines Mitarbeiters des Vereins vollständig aus. Ein neonazistischer Tathintergrund liegt nahe.

In der Nacht zum Montag brannte in Halle (Saale) das Auto eines Mitarbeiters des Vereins Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e. V. vollständig aus. Alle bislang bekannt gewordenen Fakten legen einen neonazistischen Brandanschlag nahe. So gab es im Umfeld der Demonstration der Jungen Nationaldemokraten (JN) in Halle (Saale) massive Drohungen gegen den betreffenden Kollegen. Endgültige Gewissheit wird erst ein Brandgutachten des Landeskriminalamtes bringen.

(Den ganzen Artikel gibt es auf Mut gegen Rechte Gewalt)

  Lasst es uns gemeinsam versalzen!   

„Verbunden mit einem, seit der deutschen Wiedervereinigung erstarkten, „Wir-sind-wieder-wer-Gefühl“, lebt [der Antisemitismus] am Stammtisch wie im Bridgeclub fort, überall dort, wo von „den Juden“ die Rede ist und sich über deren angebliche Macht und Einflussnahme in der deutschen Gesellschaft mokiert wird, überall dort, wo deutsche Juden aufgefordert werden doch „nach Israel“ zu gehen, wenn sie sich als Ruhestörer erweisen und zu vielerlei Anlässen mehr. Gepaart mit unqualifizierten und verschwörungstheoretischen Äußerungen über Nahost, denen stets eine gewisse Häme nachzuweisen ist, ergibt das ein Süppchen, das der Deutsche gerne kocht und verspeist. Lasst es uns gemeinsam versalzen!“

Dirk von Lotzow

  Terminhinweis: 09.11.09: Gedenken der Opfer der Novemberpogrome   

9novklein

9.11.2009 | 15Uhr | Synagogenmahnmal | Julius Bremer Str.

Am 9. November 1938 kam es in Deutschland und Österreich zu den bis dahin heftigsten Ausbrüchen von antisemitischer Gewalt. Die SA, bejubelt und unterstützt von der deutschen Bevölkerung, zog brandschatzend durch die Straßen. Die ungezügelten Gewalttaten richteten sich gegen Synagogen, jüdische Geschäfte sowie Friedhöfe, auch Jüdinnen und Juden selbst wurden Ziel des Mobs. Im Verlauf der Ausschreitungen wurden mindestens 8000 Geschäfte zerstört1, fast alle Synagogen wurden niedergebrannt oder erheblich beschädigt. Mindestens 400 Menschen fielen der deutschen Raserei an diesem Tag zum Opfer2. 30.000 jüdische Menschen wurden verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Wahrnehmbarer Protest oder Widerstand dagegen regte sich nicht.

Am 9. November zeigte sich perfide, wie sich „ganz normale“ Menschen und Eliten im antisemitischen Terror einten: Während von der NSDAP-Elite die Anweisungen ausgegeben wurden, den Terror gegen die Jüdinnen und Juden nun ganz offen zu begehen, begleitete eine wütende, hasserfüllte Menge aktiv die SA, plünderte und mordete in manchen Gegenden noch Tage lang weiter. Mit diesem unglaublichen Akt der Gewalt wurde das fortgeführt, was sich schon mit etlichen früheren Demütigungen und Diskriminierungen gegen Jüdinnen und Juden angedeutet hatte: der offene Antisemitismus des Nationalsozialismus, der schlussendlich in der Shoa gipfelte.
Auch wenn der deutschen Barbarei und damit der massenhaften, industriell durchgeführten Vernichtung mit dem 8. Mai 1945 ein vorläufiges Ende bereitet wurde, vergeht heute kaum ein Tag, an dem nicht von neuen antisemitischen Untaten berichtet werden muss…

Wir rufen deshalb für den 9. November 2009 dazu auf, der Opfer der deutschen Verbrechen zu gedenken und wollen daran erinnern, dass der Antisemitismus, wenn auch in anderer Form, nach wie vor latent in der Gesellschaft vorhanden ist.

Im Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome und der Shoa wollen wir an der alljährlich stattfindenden Kundgebung der Stadt und der jüdischen Gemeinde Magdeburg am Synagogenmahnmal teilnehmen.

(via AGEA)

  1. Vgl.: http://shoa.de/holocaust/ausschreitungen-und-judenpolitik-nach-1935/52.html. [zurück]
  2. Vgl.: http://www.antisemitismus.net/shoah/kristallnacht.htm. [zurück]