Irgendwie ist an dem einen Haufen (friedliche Kapitalisten, sachgezwängte Verteidigungsfunktionäre und ihre Angestellten) doch etwas dran, was dem anderen Haufen (mörderische Muselterroristen und Familien) fehlt. Deswegen fordert für die einen ewiges Gedenken und die anderen werden säuberlich in das jeweilige Konfliktgeschehen einsortiert, von Kategorie A (Skandal, die verantwortlichen Soldaten solten zur Verantwortung gezogen werden!), Kategorie B (Unfall, Preis der Freiheit, menschliche Schutzschilde) bis Kategorie C (Gut so, der hats verdient!). Wenn sein Gedenken rein persönliche Gründe hätte, dann sollte er sich doch ebenso von anderen Schlachtereien beeindrucken lassen. Parteilichkeit? Aber sicher!
Na dann erklär doch mal die persönliche Seite der Forderung, die Opfer (oder nur die Feuerwehrleute?) des 11. September 2001 gefälligst niemals aus dem wohlwollenden Gedenken zu entlassen. Damit hast du dich doch, am Ende der Diskussion auf die du verwiest, rausgeredet. Ein Jahr is rum und wieder wird das totale Gedenken gefordert. „eine gewisse sensibilität und persönliche empathische nähe gegenüber diesem thema“ funktionieren für dich offenbar nur in Form mahnenden Gedenkens an die Toten der bevorzugten Seite.
Stehst du eigentlich noch zu jedem Wort deiner letztjährigen Argumentation? Denn damals war es dir erklärtermaßen egal, ob man pathetisch mahnt und herumerinnert ohne das Objekt der Erinnerung ordentlich in den Kontext einzubinden. Insofern hat die Spiegelautorin doch alles richtig gemacht und aus „eine[r] gewisse[n] sensibilität und persönliche[n] empathische[n] nähe gegenüber diesem thema“ an das palästinensische Elend erinnert.
@IdEp:
Das überlasse ich Antifas.
#12/13. Februar Dresden #Al-Quds-Tag #1000 Kreuze
Ich interessiere mich nur für Blogsport-Blogger, die online einen Schrein zum Gedenken an die Opfer der guten Seite imperialistischer Konflikte betreiben.
„@ kuhler tühp
so als vorschlag für ein neues hobby: leute auf trauerfeiern belästigen“
so als gegenvorschlag: trauerfeierhopping. einfach mal vorbeigehen und betroffen dreinschaun, evtl. was wie „never forget“ säuseln. ist schick unter westlichen linken, kann man eigentlich nichts verkehrt machen.
Na dann zeige mir doch meine ideologisch begründeten Fehler auf, du Superhirn:D
Wenn du magst, können wir es beim Befund deiner Parteilichekit belassen. Zu der stehst du doch sonst auch ganz offen, du Ideologe des bürgerlichen Glücksversprechens und „marxistischer“ Geschichtsteleologie.
@ tee
Mimikry? or watt? natürlich gibt es motive und gründe warum einem vielleicht dieses oder jenes ereignis eindringlicher beschäftigt. deshalb verhärtet man sich doch aber nicht gegen andere mitleidsempfindungen und trauer. das eine schließt doch die empathie für das andere nicht aus.
@ tühp
selbstmordanschläge eben nur als andere „Seite imperialistischer Konflikte“ zu werten, wird zum einen dem vernichtungswillen der ausübenden nicht gerecht und verkürzt damit zum anderen das geschehene auf eine art blockkonfrontation entlang kapitalistischer interessen. 80er jahre feindbildkonstruktion hinter einer denke die, und da ist dein verweis wirklich gut, nicht ansatzweise die progressiven momente bürgerlicher emanzipation versteht.
ich möchte auch nichts verkürzen, daher: http://www.hrw.org/en/reports/2009/08/13/white-flag-deaths-0
aber das ist wahrscheinlich keine „vernichtung“. so wie auch auf seiten der israelischen politik überhaupt kein „vernichtungswillen“ unterwegs war. man weiß ja: die idf tritt da eigentlich als emanzipative kraft auf. wohltäter quasi.
idep: eine eindringlichere beschäftigung mit diesem oder jenem ereignis kann empathie sehr wohl ausschliessen. die frage ist jedoch, was für „motive und gründe“ erstmal dazu führen. in solchen fällen oft schlicht ideologische.
@ l
nichts von dem was du mir da andichtest habe ich geschrieben. als ob ich jubeln würde wenn menschen sterben. tz.
human rights watch hätt ich dir jetzt aber auch nicht als quelle zugetraut. ich mein da sitzen leute wie Joe Stork am drücker. der name wird da zum blanken zynismus …
@ tee
das will ich nicht ausschließen. natürlich kann ideologisch ein instrumentelles verhältnis entstehen. das spricht aber zum einen weder gegen ideologie an sich, noch gegen eindringliches beschäftigen.
ui, ich gebe zu, nicht lange nach was gesucht zu haben in der vergangenheit des mannes, das es mir ermöglichen würde, den bericht ungeprüft als falsch abzutun.
… there has also been a concerted attempt to blame the messenger and attack Joe Stork ad hominem without addressing the content of his report. And most of the attacks focus on things he said or wrote over 30 years ago, and one thing he did not even sign, if he had any connection with it at all.
nungut. jetzt kenne ich dem seine vergangenheit, lass uns also zum entscheidenden kommen: ist der bericht FALSCH? und wenn er nicht falsch ist, wieso sollte ich ihn nicht verlinken?
„jubeln“ war im übrigen nicht die behauptung. ich wollte doch nur „dem vernichtungswillen der ausübenden gerecht“ werden – und zwar beiderseits. damit das ganze nicht verkürzt wird! das forderst du, ich bin so nett und mach mit, aber kein dank weit und breit.
idep, ich glaub du hast mich nicht verstanden (oder willst nicht). ich moniere, dass oftmals ideologie zu empathie führt. und ideologisch begründete empathie ist wiederum etwas, was ideologie reproduziert.
wozu das führt oder führen kann, führe ich jetzt hier nicht aus. führt ja zu nix.
selbstmordanschläge eben nur als andere „Seite imperialistischer Konflikte“ zu werten, wird zum einen dem vernichtungswillen der ausübenden nicht gerecht
Diesen vernagelten Standpunkt muss man erst mal denken. Da müssen tausende von Leuten durch die Bomben und Gewehre des westlichen Imperialismus verrecken (von denjenigen, die man sterben lässt, weil man den Reichtum der Welt nicht zum Konsum, sondern zur Geldvermehrung benützt, rede ich an der Stelle noch nicht mal) und da soll von Vernichtung nicht die Rede sein?! Dass Vernichtung des westlichen Imperialismus immer einem Zweck dient, den man mal bestimmen müsste, stimmt ja. Aber dann kommts: Wieso sollte das bei suicide bombern nicht so sein? Nur weil der Soldat gleich mit in den Tod geht, wenn er sein Ziel verfolgt, heißt das ja nicht, dass es dieses höhere Ziel nicht gibt. Von wegen Vernichtung um der Vernichtung willen!
und
täglichjährlich grüßt das murmeltier: http://idep.blogsport.de/2008/09/09/911-never-forget/#comment-1097und folgende
hab ja oben auch mit absicht auf das alte post verwiesen
nicht das wir das nochmal komplett durchdiskutieren müssen
och l, nun lasse doch mal heulen um ihre kameraden!
wollen wir das spiel jetzt jedes jahr durchziehn?
„never forget“
Irgendwie ist an dem einen Haufen (friedliche Kapitalisten, sachgezwängte Verteidigungsfunktionäre und ihre Angestellten) doch etwas dran, was dem anderen Haufen (mörderische Muselterroristen und Familien) fehlt. Deswegen fordert für die einen ewiges Gedenken und die anderen werden säuberlich in das jeweilige Konfliktgeschehen einsortiert, von Kategorie A (Skandal, die verantwortlichen Soldaten solten zur Verantwortung gezogen werden!), Kategorie B (Unfall, Preis der Freiheit, menschliche Schutzschilde) bis Kategorie C (Gut so, der hats verdient!). Wenn sein Gedenken rein persönliche Gründe hätte, dann sollte er sich doch ebenso von anderen Schlachtereien beeindrucken lassen. Parteilichkeit? Aber sicher!
denk dir nur weiter sachen über mich aus …
Na dann erklär doch mal die persönliche Seite der Forderung, die Opfer (oder nur die Feuerwehrleute?) des 11. September 2001 gefälligst niemals aus dem wohlwollenden Gedenken zu entlassen. Damit hast du dich doch, am Ende der Diskussion auf die du verwiest, rausgeredet. Ein Jahr is rum und wieder wird das totale Gedenken gefordert. „eine gewisse sensibilität und persönliche empathische nähe gegenüber diesem thema“ funktionieren für dich offenbar nur in Form mahnenden Gedenkens an die Toten der bevorzugten Seite.
Stehst du eigentlich noch zu jedem Wort deiner letztjährigen Argumentation? Denn damals war es dir erklärtermaßen egal, ob man pathetisch mahnt und herumerinnert ohne das Objekt der Erinnerung ordentlich in den Kontext einzubinden. Insofern hat die Spiegelautorin doch alles richtig gemacht und aus „eine[r] gewisse[n] sensibilität und persönliche[n] empathische[n] nähe gegenüber diesem thema“ an das palästinensische Elend erinnert.
@ Tüp
9/11 war ein halbes Auschwitz, insofern muss man da als anständiger Antifaschist mal gedenken.
@ kuhler tühp
so als vorschlag für ein neues hobby: leute auf trauerfeiern belästigen
@ fredo
wahnsinnig witzig …
@IdEp:
Das überlasse ich Antifas.
#12/13. Februar Dresden #Al-Quds-Tag #1000 Kreuze
Ich interessiere mich nur für Blogsport-Blogger, die online einen Schrein zum Gedenken an die Opfer der guten Seite imperialistischer Konflikte betreiben.
na endlich schimmert mal dein ideologisches programm durch
„@ kuhler tühp
so als vorschlag für ein neues hobby: leute auf trauerfeiern belästigen“
so als gegenvorschlag: trauerfeierhopping. einfach mal vorbeigehen und betroffen dreinschaun, evtl. was wie „never forget“ säuseln. ist schick unter westlichen linken, kann man eigentlich nichts verkehrt machen.
Na dann zeige mir doch meine ideologisch begründeten Fehler auf, du Superhirn:D
Wenn du magst, können wir es beim Befund deiner Parteilichekit belassen. Zu der stehst du doch sonst auch ganz offen, du Ideologe des bürgerlichen Glücksversprechens und „marxistischer“ Geschichtsteleologie.
@tee:
„WARUM?!“
;)
@ tee
Mimikry? or watt? natürlich gibt es motive und gründe warum einem vielleicht dieses oder jenes ereignis eindringlicher beschäftigt. deshalb verhärtet man sich doch aber nicht gegen andere mitleidsempfindungen und trauer. das eine schließt doch die empathie für das andere nicht aus.
@ tühp
selbstmordanschläge eben nur als andere „Seite imperialistischer Konflikte“ zu werten, wird zum einen dem vernichtungswillen der ausübenden nicht gerecht und verkürzt damit zum anderen das geschehene auf eine art blockkonfrontation entlang kapitalistischer interessen. 80er jahre feindbildkonstruktion hinter einer denke die, und da ist dein verweis wirklich gut, nicht ansatzweise die progressiven momente bürgerlicher emanzipation versteht.
ich möchte auch nichts verkürzen, daher: http://www.hrw.org/en/reports/2009/08/13/white-flag-deaths-0
aber das ist wahrscheinlich keine „vernichtung“. so wie auch auf seiten der israelischen politik überhaupt kein „vernichtungswillen“ unterwegs war. man weiß ja: die idf tritt da eigentlich als emanzipative kraft auf. wohltäter quasi.
viel parteilicher geht’s nicht mehr, idep.
kuhler tühp:
ich hatte ja gar nicht an den gedacht.
idep: eine eindringlichere beschäftigung mit diesem oder jenem ereignis kann empathie sehr wohl ausschliessen. die frage ist jedoch, was für „motive und gründe“ erstmal dazu führen. in solchen fällen oft schlicht ideologische.
@ l
nichts von dem was du mir da andichtest habe ich geschrieben. als ob ich jubeln würde wenn menschen sterben. tz.
human rights watch hätt ich dir jetzt aber auch nicht als quelle zugetraut. ich mein da sitzen leute wie Joe Stork am drücker. der name wird da zum blanken zynismus …
@ tee
das will ich nicht ausschließen. natürlich kann ideologisch ein instrumentelles verhältnis entstehen. das spricht aber zum einen weder gegen ideologie an sich, noch gegen eindringliches beschäftigen.
ui, ich gebe zu, nicht lange nach was gesucht zu haben in der vergangenheit des mannes, das es mir ermöglichen würde, den bericht ungeprüft als falsch abzutun.
nungut. jetzt kenne ich dem seine vergangenheit, lass uns also zum entscheidenden kommen: ist der bericht FALSCH? und wenn er nicht falsch ist, wieso sollte ich ihn nicht verlinken?
„jubeln“ war im übrigen nicht die behauptung. ich wollte doch nur „dem vernichtungswillen der ausübenden gerecht“ werden – und zwar beiderseits. damit das ganze nicht verkürzt wird! das forderst du, ich bin so nett und mach mit, aber kein dank weit und breit.
idep, ich glaub du hast mich nicht verstanden (oder willst nicht). ich moniere, dass oftmals ideologie zu empathie führt. und ideologisch begründete empathie ist wiederum etwas, was ideologie reproduziert.
wozu das führt oder führen kann, führe ich jetzt hier nicht aus. führt ja zu nix.
selbstmordanschläge eben nur als andere „Seite imperialistischer Konflikte“ zu werten, wird zum einen dem vernichtungswillen der ausübenden nicht gerecht
Diesen vernagelten Standpunkt muss man erst mal denken. Da müssen tausende von Leuten durch die Bomben und Gewehre des westlichen Imperialismus verrecken (von denjenigen, die man sterben lässt, weil man den Reichtum der Welt nicht zum Konsum, sondern zur Geldvermehrung benützt, rede ich an der Stelle noch nicht mal) und da soll von Vernichtung nicht die Rede sein?! Dass Vernichtung des westlichen Imperialismus immer einem Zweck dient, den man mal bestimmen müsste, stimmt ja. Aber dann kommts: Wieso sollte das bei suicide bombern nicht so sein? Nur weil der Soldat gleich mit in den Tod geht, wenn er sein Ziel verfolgt, heißt das ja nicht, dass es dieses höhere Ziel nicht gibt. Von wegen Vernichtung um der Vernichtung willen!