Montag 13.07.09 Vortrag von Prof Dr. Melanie Groß „“Ich sehe was was Du nicht siehst“ – Queer-|Feministische Praxen“& Konzert: Justine Elektra   


13.07.09 | Café Central
Prof Dr. Melanie Groß
„Ich sehe was was Du nicht siehst“ – Queer-|Feministische Praxen

Der Feminismus ist tot, es lebe der Feminismus! Seit 2006 treten wieder verstärkt „neue“ Feministinnen auf, die allerdings gleichzeitig „alte“ Feministinnen als Männer
feindlich, unsexy und in ihrem politischen Handeln verbissen stigmatisieren. In Talkshows, Online-Reportagen und renommierter Zeitschriften werden die Perspektiven, Wünsche und Ziele beruflich erfolgreicher Frauen extensiv verhandelt. Das Thema in diesen hegemonialen Debatten scheint durchgängig die Berufskarrieren von gut qualifizierten Frauen zu sein. Groß wird darauf verweisen, dass gleichzeitig vielfältige queer-|feministische Initiativen mit deutlich weitreichenderen politischen Konzepten in Menschenrechtsorganisationen, in Anti-Lookism-Initiativen oder in queeren Musik-Bands aktiv sind und vor dem theoretischen Hintergrund die Breite von queer-|feministischen Widerstandsformen an Beispielen verdeutlichen.

Danach Konzert: Justine Elektra
(Cityslang) Ihre Musik liegt zwischen Pop, Rock, Soul, R‘n'B und Elektronikbeats, ihre Texte können Kampfansagen sein, also gut zuhören bei „Killalady“. Eine Veranstaltung vom Kultur- und Hochschulpolitischen Referat der Uni Magdeburg.

[update]
Die Referentin Melanie Groß ist leider verhindert. Als Ersatz wird ein Vortrag zu Judith Butler stattfinden. Titel des Vortrags ist „bodies that matter“. Vielen dank für den schnellen Ersatz :) Ansonsten bleibt alles beim alten. Im Anschluss Konzert mit Justine Elektra.


46 Antworten auf “Montag 13.07.09 Vortrag von Prof Dr. Melanie Groß „“Ich sehe was was Du nicht siehst“ – Queer-|Feministische Praxen“& Konzert: Justine Elektra”


  1. 1 VerySexyMan 12. Juli 2009 um 5:41 Uhr

    Der Feminismus ist tot, schön wärs. Das Thema ist NICHT die Berufskarriere von gut qualifizierten. Frauen Die wird mit Milliardenaufwand gefördert und immer wieder können wir Männer hören, wie sehr doch die Frauen angeblich diskriminiert werden. Wir Männer sollen uns mal nicht so haben heißt es dann, jedoch:

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Mann den Zwangsdienst Bundeswehr und Ersatzdienst machen muss, die Frau jedoch nicht?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Vater 5000 Euro Strafe zahlen muss, wenn ich wissen will, ob das Kind von mir ist?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn mir das Vatersein verwehrt wird, weil die Kindsverschleppung durch die Frau staatlicherseits sanktioniert wird?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn 2/3 aller Scheidungen von Frauen ausgehen und sich dies unter staatlicher Mithilfe von Männern finanzieren lassen können?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn sich Frauen ohne eigene Leistung sich meine Rentenansprüche aneignen können?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn jährlich rund 6 Mrd. Euro Unterhaltstransfer wegen Abzock-Scheidung von Männern zu Frauen stattfinden?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn 94% aller Arbeitsunfälle Männer treffen, weil Frauen lieber ungefährliche Berufe wie Sekretärin, Frauenbeauftragte, Sozialberufe und Berufsbetroffenheitspolitikerin wählen? Gleichberechtigung? Auch gleiche Pflichten!
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn jährlich rund 200 Mrd. Euro Transferleistungen von Männern zu Frauen stattfinden (Renten, Krankenkassen, Wehrdienst, Ersatzdienst, Pflegeversicherung, Steuern etc.?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Mann mit einer um 10% geringeren Lebenserwartung bestraft werde?

    VerySexyMan

  2. 2 denkmal 12. Juli 2009 um 6:20 Uhr

    Das feministische Gejammer über die gläserne Decke ist schlichte Rosinenpickerei. Nach wie vor, lässt die Einsatzfreude von Frauen für Berufe einfach errechnen: Job (100)/Weg zur Kaffeemaschine (m) = Anteil Frauen.

    Bis heute warte ich auf die ach so „gleichberechtigungssüchtigen“ Frauen, die ganz selbstverständlich die gläserne Decke durchstossen und einen Job bei der Müllabfuhr, Abwasserkanalreinigung, Abdeckerei antreten (vor Ort wohlgemerkt, nicht in der Verwaltung). Und – warum höre ich nicht die Forderung, dass Frauen auch nach Afghanistan an die Front wollen, um ihren unterdrückten Schwestern dort zu helfen?

    Frauen an der Front geht nicht? Erzählt mir keinen Mist, ich habe in Israel gelebt, wo JEDE Frau 2 Jahre Wehrdienst leisten muss, und ie Tochter meiner Freundin als Scharfschützin im Einsatz war.

    Zusätzlich schließe ich mich meinem Vor-Kommentator voll an.

    denkmal

  3. 3 lahma 12. Juli 2009 um 9:12 Uhr

    wow, arme männer am start.

    wieso muss man zum heer? – weil der staat einen verheizen will (traditionell: man an der front, frau im wochenbett). wieso muss man wissen, von wem das kind ist? – weil man privat aufkommen muss für die kosten. etc.

    maskulinisten sind die kehrseite des bürgerlichen feminismus. mit nem spezial-bonus „reaktionäres denken“ (den man aber auch bei manchen feministinnen finden kann, jedoch nicht in dieser regelmäßigkeit).

    q.e.d.:

    Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn 94% aller Arbeitsunfälle Männer treffen, weil Frauen lieber ungefährliche Berufe wie Sekretärin, Frauenbeauftragte, Sozialberufe und Berufsbetroffenheitspolitikerin wählen? Gleichberechtigung? Auch gleiche Pflichten!

    1. ausgeblendet, wieso frauen diese berufe mehrheitlich – es geht also sicher nicht um politikerinnen, das soll nur suggeriert werden – ergreifen (an der „ungefährlichkeit“ liegt’s nicht, denn sonst dürfte keine frau mehr hausfrau sein: die bürgerliche familie und der haushalt ist wohl einer der gefährlichsten orte überhaupt), und was das heißt: noch weniger geld (billigjobs) und damit verschärfte ökonom. abhängigkeit. (des weiteren sind so jobs wie sektretärin traditionell „wartejobs“ – bis man geheiratet wird)
    2. gleiche pflichten: der arme mann findet sein leid akzeptabel, wenn nur auch frauen gleichermaßen verheizt werden.

    man(n) hat ja auch nichts daran auszusetzen, dass man früher stirbt wegen schufterei – wenn es denn nur geschlechtergerecht dabei zugeht.

    wenn das nicht mal richtung emanzipation weist! aber umfassend!

  4. 4 Lobesam Redlich 12. Juli 2009 um 9:39 Uhr

    Lahma
    „an der „ungefährlichkeit“ liegt’s nicht, denn sonst dürfte keine frau mehr hausfrau sein: die bürgerliche familie und der haushalt ist wohl einer der gefährlichsten orte überhaupt), und was das heißt: noch weniger geld (billigjobs) und damit verschärfte ökonom. abhängigkeit. (des weiteren sind so jobs wie sektretärin traditionell „wartejobs“ – bis man geheiratet wird)“

    Wow, wo hast Du denn dieses Wissen erfühlt?
    Im Genderkurs?
    Oder im Frauenstuhlkreis?

    Auch im Haushalt sterben mehr Männer als Frauen bei Unfällen, in allen Altersgruppen. Nur in der höchsten nicht. Das ist auch die Altersklasse, der Frauen ihren leichten Vorsprung bei den Haushaltstoten „verdanken“.
    Warum?
    Na, ganz einfach: Wer schon tot ist, kann nicht mehr sterben, nicht einmal im Haushalt.
    Da die im Vergleich zu Männern so unterprivilegierten Frauen in ihrem Elend im Schnitt 6 Jahre länger ausharren müssen, sind sie die letzten Lebensjahre oft allein, weil sich ihre Unterdrücker dreisterweise im Schnitt 6 Jahre früher vom Acker machen.
    Solange sie leben, nehmen auch im Haushalt die Unterdrücker den Unterdrückten die gefährlichsten und schmutzigsten Arbeiten in aller Regel ab.
    Seltsame Unterdrücker das.
    Und seltsame Unterdrückte.

  5. 5 IdrawESCAPEplans 12. Juli 2009 um 10:14 Uhr

    Der Feminismus ist tot, schön wärs. Das Thema ist NICHT die Berufskarriere von gut qualifizierten. Frauen Die wird mit Milliardenaufwand gefördert und immer wieder können wir Männer hören, wie sehr doch die Frauen angeblich diskriminiert werden. Wir Männer sollen uns mal nicht so haben heißt es dann, jedoch:

    „ihr männer“ solltet vielleicht mal differenzieren. das die feminismusdebatte an ettlich mehr ansetzt als an „karrierechancen“ schein „euch männern“ am arsch vorbei zu gehen. „ihr“ reduziert das thema auf einen punkt, der nichtmal mit fakten hinterlegt wird. die kurze darstellung von eigener unrechtserfahrung schlägt dann um in die aggression gegen frauen die ihre unrechtserfahrungen thematisieren. das ist selten blöd …

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Mann den Zwangsdienst Bundeswehr und Ersatzdienst machen muss, die Frau jedoch nicht?

    „ihr männer“ löst die debatte um wehrdienst hier einseitig auf. hier geht es aber um tradierte rollenzuschreibungen und ihre konsequenzen für das jeweils als m/w markierte subjekt. siehe anmerkung von lahma

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Vater 5000 Euro Strafe zahlen muss, wenn ich wissen will, ob das Kind von mir ist?

    auf was bezieht sich diese summe? gehts um vaterschaftstests? kannst du da mal auf die rechtsgrundlage verweisen, die du hier anklagst?

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn mir das Vatersein verwehrt wird, weil die Kindsverschleppung durch die Frau staatlicherseits sanktioniert wird?

    KIndesverschleppung wird als straftat sanktioniert. richtig erkannt. also was ist das problem? was diskriminiert dich daran?

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn 2/3 aller Scheidungen von Frauen ausgehen und sich dies unter staatlicher Mithilfe von Männern finanzieren lassen können?

    ist „die frau“ denn etwa gezwungen bei „dem mann“ zu bleiben? zum glück ist dem nicht so. ist für „euch männer“ die ehe der zwang an irgendwen auf ewige liebe? gehts noch reaktionärer? die rechtssprechung bei scheidungen ist allerdings sehr komplex also wär es schön wenn du deine polemik etwas mit konkreten punkten stützen könntest.

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn sich Frauen ohne eigene Leistung sich meine Rentenansprüche aneignen können?

    du stellst die scheidungsgesetzgebung falsch dar. vielleicht auch mal vorher mit den gesetzen und vor allem den aus der ehe heraus entstehenden gesetzlich festgeschriebenen pflichten befassen, bevor man sich auf sowas einlässt. „ihr männer“ seid ja nicht zur ehe gezwungen.

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn jährlich rund 6 Mrd. Euro Unterhaltstransfer wegen Abzock-Scheidung von Männern zu Frauen stattfinden?

    wild rumficken aber nicht die konsequenzen haben wollen. btw. auch hier ist das sorgerecht komplexer geregelt als in „eurer“ darstellung

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn 94% aller Arbeitsunfälle Männer treffen, weil Frauen lieber ungefährliche Berufe wie Sekretärin, Frauenbeauftragte, Sozialberufe und Berufsbetroffenheitspolitikerin wählen? Gleichberechtigung? Auch gleiche Pflichten!

    1. einseitige auflösung der arbeitsmarktsituation
    2. schuldfrage plakativ auf „frauen“ reduziert

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn jährlich rund 200 Mrd. Euro Transferleistungen von Männern zu Frauen stattfinden (Renten, Krankenkassen, Wehrdienst, Ersatzdienst, Pflegeversicherung, Steuern etc.?

    aha. frauen zahlen also nicht in transferleistungen.

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Mann mit einer um 10% geringeren Lebenserwartung bestraft werde?

    haltet doch „frauen“ auch noch das schlechte wetter vor.

  6. 6 Frank 12. Juli 2009 um 11:08 Uhr

    Feminismus ist doof und stinkt.

  7. 7 IdrawESCAPEplans 12. Juli 2009 um 11:10 Uhr

    argumentative schwergewichte nehm ich immer besonders ernst.

  8. 8 das stimmt 12. Juli 2009 um 11:18 Uhr

    ich finde feminismus ist sehr wichtig. nur wie es heutzutage ausgelegt wird find ich falsch. die frau soll gleichgestellt mit dem mann sein nur sehe ich es selber in meinem umfeld das weibliche personen in gewissen punkten eine öffnung ihres handelns sich verschließen. sie fordern immer gleichberechtigung nur das dies auch negative punkte beinhaltet davon wollen sie nix wissen.

  9. 9 lea 12. Juli 2009 um 12:29 Uhr

    Es kann doch wohl nicht euer Ernst sein, in einer nach wie vor patriarchalen Gesellschaft, in der bislang nicht einmal Gleichberechtigung durchgesetzt worden ist (siehe niedrigere Löhne für Frauen, geringer bis kein Frauenanteil in prestigeträchtigen Berufsgruppen und in hohen Positionen in der Jobhierarchie), in der eine heterosexuelle weiße Männlichkeitskonstruktion als Standard, als Normalfall Mensch sich in allen gesellschaftlichen Feldern manifestiert hat und häusliche Gewalt gegen Frauen nach wie vor an der Tagesordnung ist, von Männerdiskriminierung zu sprechen! Zumal dieser Schwachsinn dann auch noch – wie von idep schon bemerkt – mit lächerlichen Beispielen belegt wird, die an männlicher Vormachtstellung aus dem 19. Jh. kratzen. Aber das reicht anscheinend, um Mann von heute in Angst und Schrecken ob seines Verlusts an Souveränität und männlich-aktiver Allmacht zu versetzen.

    Antifeminismus is doof und stinkt.

  10. 10 tee 12. Juli 2009 um 13:15 Uhr

    lustig. ist das jetzt die fortsetzung der maskulinismus-debatte vom mädchenblog? (ab hier)

    es bestätigt verysexyman nämlich sehr gut mein urteil über den maskulinismus und auch lahma weiss völlig korrekt zu konstatieren:

    maskulinisten sind die kehrseite des bürgerlichen feminismus.

    nur über die grössenordnung des „spezial-bonus“ lohnt es sich da noch zu streiten. (ist bei verysexman bspw. nicht sehr hoch, meine ich)

  11. 11 Harald 12. Juli 2009 um 13:21 Uhr

    “Ich sehe was was Du nicht siehst“

    Damit ist Feminismus sehr treffend erklärt.

  12. 12 Lobesam Redlich 12. Juli 2009 um 13:50 Uhr

    @ Lea
    „siehe niedrigere Löhne für Frauen“

    Frauen verdienen 23 % weniger im Schnitt, weil sie weniger erwerbsarbeiten, mehr Familienarbeit leisten z.B. ihre Kinder betreuen.
    Sie wählen von vorneherein Branchen, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erlauben, mehr Teilzeit anbieten, in denen daher niedrigere Löhne gezahlt werden, für dort arbeitende Männer wie Frauen.
    Frauen arbeiten auch mehr Teilzeit als Männer.
    All das tun sie höchst freiwillig, verlassen sich darauf, dass ihre Partner ihnen diese Familienarbeit durch Mehrarbeit finanzieren.
    Die tun das auch, genauso freiwillig wie Frauen ihre Entscheidungen treffen.
    Den Minderverdienst, der Folge von Entscheidungen ist, die erwachsene Frauen selbst zu verantworten haben, als Diskriminierung auszugeben, ist schon eine starke Leistung.

    „geringer bis kein Frauenanteil in prestigeträchtigen Berufsgruppen und in hohen Positionen in der Jobhierarchie°

    Wenn die Unterrepräsentanz von Frauen „oben“ ein Zeichen von Diskriminierung ist, gilt das dann auch für die Überrepräsentanz der Männer „unten“?
    Ist das auch ein Anzeichen für’s „Patriarchat“, dass Männer in prestigeträchtigen Jobs wie dem des Müllwerkers, Strassenkehrers, Kanalarbeiters, Kesselreinigers usw. fast völlig unter sich sind?

    Ist es Zeichen patriarchaler Herrschaft, dass je einsamer, gesundheitsschädlicher, schmutziger, unfallträchtiger ein Job ist, er umso sicherer fast rein männlich ist?
    95 % der Berufsunfalltoten sind männlich.

    Ist es ein Zeichen patriarchaler Herrschaft, dass Männer ganz unten dominieren, unter den Obdachlosen (80%), Selbstmördern (80 %), chronisch Kranken (2/3)?

    Wieso leben die Unterdrückten 6 Jahre länger als die Unterdrücker?
    Wieso müssen alleine die Unterdrücker Zwangsdienste leisten, die Unterdrückten nicht?
    Wieso bestimmen, wie die Werbewirtschaft sehr wohl weiß die Unterdrückten 80 % der Konsumausgaben, verfügen über mehr Freizeit als die Unterdrücker, gehen länger shoppen, sitzen länger vor dem Fernseher, lesen mehr Zeitschriften usw. als die Unterdrücker?

    Wie patriarchal ist denn ein System, das es zulässt, dass 2/3 der Schulabbrecher, Sitzenbleiber, Sonderschüler Söhne sind?
    Dafür aber nur noch 42 % der Abiturienten?
    Tendenz sinkend.
    Das es zulässt, dass 80-90 % der mit Ritalin ruhig gestellten Kinder Söhne sind?

    Frauen haben ihre alten Verpflichtungen abgestreift, Männer durften ihre behalten.
    Männer haben ihre alten Privilegien verloren, Frauen durften ihre behalten und gewinnen ständig neue hinzu.
    Sie sind das Geschlecht, das in den Quotensänften hockt, das geförderte, das positiv diskriminierte Geschlecht, das Geschlecht, das 6 Jahre länner lebt und früher in Rente geht.
    Das soll ein Patriarchat sein?
    Das ich nicht lache.

    Feminismus ist unredlich, arbeitet mit halben Wahrheiten und ganzen Lügen.

  13. 13 lahma 12. Juli 2009 um 13:54 Uhr

    ihr wollt doch nur die scheisse geschlechtergerecht aufteilen. geht’s allen schlecht, isses gut. schafft doch die scheisse ab!
    - dass man zum heer muss. – dass man geld einzahlen muss für „sozialtransfers“. – dass man wegen kindern verarmt (was ja der wirkliche grund ist, weshalb es überhaupt von relevanz ist, ob das kind von einem stammt oder nicht).

    @tee: ad bonus: zw. bürgerl. feministinnen, die ausblenden, wie sich die herrschaft geschlechtsspezifisch auswirkt in bezug auf männer (bzw. als solche definierte) und maskulinisten, die dasselbe ausblenden bei frauen, besteht kein unterschied. ich meine aber, dass dieses ausblenden bei zweiten öfters anzutreffen ist. da wird doch in aller regelmäßigkeit insgesamt – also auch in bezug auf die vergangenheit – bestritten, dass frauen geschlechtsspezifischen zumutungen ausgesetzt waren und sind. da wird doch geschlechtsspezifische zumutung (ökonomisch abhängig vom gatten zuhause sitzen und bedienerin spielen etc) noch umgedichtet in ein paradiesisches leben.

  14. 14 lahma 12. Juli 2009 um 14:19 Uhr

    @tee

    genau solche stinker wie sexy man meine ich:

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn sich Frauen ohne eigene Leistung sich meine Rentenansprüche aneignen können?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn jährlich rund 6 Mrd. Euro Unterhaltstransfer wegen Abzock-Scheidung von Männern zu Frauen stattfinden?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn 94% aller Arbeitsunfälle Männer treffen, weil Frauen lieber ungefährliche Berufe wie Sekretärin, Frauenbeauftragte, Sozialberufe und Berufsbetroffenheitspolitikerin wählen? Gleichberechtigung? Auch gleiche Pflichten!

    armer von frauen ausgebeuteter mann! der typ hat sich doch keine 2 sek mit dem thema geschlecht kritisch auseinandergesetzt.

  15. 15 Lobesam Redlich 12. Juli 2009 um 14:25 Uhr

    @Lea
    „häusliche Gewalt gegen Frauen nach wie vor an der Tagesordnung ist“
    Häusliche Gewalt von Frauen gegen Männer ist nicht weniger an der Tagesordnung wie eine Fülle internationaler Studien belegt.
    Frauen sind sogar häufiger körperlich gewalttätig in Beziehungen als Männer, richten aber weniger Schaden an (2/3 der Verletzten sind weiblich, 1/3 männlich).
    Weil eine außer sich zuschlagende Frau weniger Schaden anrichtet als ein außer sich zuschlagender Mann, nicht weil Frauen in Beziehungen weniger gewalttätig wären.

    Mütter mißhandeln ihre Kinder deutlich häufiger als Väter.
    80 % der Menschen erlebten die erste schwere Gewalt in ihrem Leben von seiten ihrer Mütter.

    Auch hier: Feminismus ist ideologisch einseitig, uninformiert, desinformiert mit halben Wahrheiten und ganzen Lügen.

  16. 16 lahma 12. Juli 2009 um 14:32 Uhr

    Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Mann mit einer um 10% geringeren Lebenserwartung bestraft werde?

    ich hoffe, du bist wenigstens kapitalist oder zumind. in nem job, wo die ausbeutung nicht ganz so weh tut. http://kritikundpraxis.com/?q=node/3

    aber du forderst ja lieber den gleichberechtigten frühen tod von frauen.
    die arbeiten ja nie, daher leben sie so lange; stehen ja nie am fließband; nähen ja nie in der billigtextilbranche; und hausarbeit und erziehungsarbeit ist ja keine arbeit – kriegt man kein geld für, ist daher nichts wert, wa. und weil man diese arbeit, die finanziell nix bringt und daher in kapitalistischen laden für nen echten mann und ne echte bürgerliche feministin auch nix zählt, lässt man sie weg, wenn man von arbeit spricht. ist ja eigentlich nur ein privates hobby zum privatvergnügen und keinesfalls wichtige gesellschaftliche arbeit. aber dann kommen sie daher und schnappen dir deine rentenansprüche weg! weil sie so unverschämt lange leben, diese unproduktiven hobbyhausfrauen! kein geld anschaffen, aber mitfuttern! da musste als kapitalismusaffirmatives maskulinistenarschloch schon mal protestieren! wo kommen wir sonst hin! wer nicht (lohn)arbeitet, soll auch nicht essen! haste selber kein geld, gibt’s halt nix zu futtern! und das ist gut so!

    übrigens: wieso füttern wir eigentlich „behinderte“ durch?! die leisten auch nicht so viel wie du, du männerheld! und haben immer ansprüche, ansprüche, ansprüche! diese schmarotzer!

  17. 17 lahma 12. Juli 2009 um 14:41 Uhr

    Mütter mißhandeln ihre Kinder deutlich häufiger als Väter.

    woran das wohl liegt? an der bösen frauennatur? gewalt: ein spezifisch weiblicher fehler? oder daran, dass alle menschen unabhängig vom geschlecht diesen fehler drauf haben, aber die menschen, die erziehungsarbeit leisten (müssen), nach wie vor mehrheitlich weiblichen geschlechts sind?

  18. 18 IdrawESCAPEplans 12. Juli 2009 um 14:45 Uhr

    *hust* Lobesam Redlich … die einseitigkeit die du dem feminismus vorwirfst, ist ehrlich gesagt deine eigene fehlende bereitschaft zur differenz. wer quäkt denn bei feminismus los was denn bitte mit den männern sei. der ausschluss, über andere unrechtssituationen zu reden, passiert doch nur bei dir im kopf. und für dein kopfkino dürfen dann „die frauen“ herhalten. die ständigen plädoyers für elend für alle runden das armselige bild dann gut ab. gratuliere

  19. 19 lahma 12. Juli 2009 um 14:47 Uhr

    ohne eigene Leistung

    ich hoffe, ihr habt heute alle schon brav ne in dieser gesellschaft anerkannte leistung erbracht – sonst gibt’s kein futter! weil sich sonst die leistungsgerechten maskulinisten hier wieder aufregen müssen: nix leisten, trotzdem fressen – so geht das nicht! kapitalismusaffirmative stinker.

    hartz4 stinkt euch doch sicher auch an, wa. fressen, aber nix leisten. schlimm.

  20. 20 Lobesam Redlich 12. Juli 2009 um 14:52 Uhr

    @Lahma
    Frauen MÜSSEN also vermehrt Erziehungsarbeit leisten?
    Ah ja.
    Gut zu wissen.
    Auf den ersten, zweiten und dritten Blick sieht es nämlich so aus, als wollten die, die das machen, es auch genau so.
    Natürlich sehen Naive wie ich nicht die gewalttätigen Männer, die Frauen mit vorgehaltener Waffe zur Erziehungsarbeit zwingen.
    Nicht mal Feldjäger sind zu sehen, die Frauen, die sich der Erziehungspflicht entziehen, verhaften, ins Gefängnis werfen, vor Gericht schleppen.
    Besonders dann, wenn Frauen bei Scheidungen um’s Sorgerecht kämpfen, könnte man leicht einem irrigen Eindruck unterliegen.
    Aber gut, dass Du uns die Zwangsrealitäten, die so übersehbar sind, vor Augen führst.
    Und ich dachte tatsächlich, heute übernimmt nur noch Mutterpflichten, wer dies will, angesichts der Pille davor und danach, der Abtreibung, der Babyklappe.
    Vaterpflichten zu übernehmen, dazu kann man ja durchaus gegen seinen Willen gezwungen werden, etwa wenn frau dies will und die Pille „vergisst“, wozu ja auch schon mal gerne eine Lisa Ortgies bei Harald Schmidt augenzwinkernd rät.
    Aber mit Patriarschen darf frau so was ja machen.
    Sie wird schließlich diskriminiert und unterdrückt.
    Will eigentlich gar keine Kinder.
    So, so.
    Ich muss wirklich Gender studieren.

  21. 21 femdown 12. Juli 2009 um 14:56 Uhr

    Dabei berichten doch grade Feministinnen zu gern von den Überleistungen ihrer Alphamädchen.
    Top in Schule, Softskillpower im Beruf. Alles Leistungsmerkmale.

    Das Feministinnen jetzt noch [entfernt] vor den eignen Wagen spannen um den Feminismus weiterhin als Protestbewegung der Unterdrückten zu vermarkten, wundert mich gar nicht.

    Idep edit: homophober begriff entfernt

  22. 22 Andreas Bühler 12. Juli 2009 um 14:59 Uhr

    Natürlich ist der alte Feminismus männerfeindlich. Und zwar nicht mehr und nicht weniger als der neue von Meredith Haaf und ihrer Alphamädchen. Gut ist, daß es zunehmend Gegenwind gibt. Wurde ja auch mal Zeit.

    A.B.

  23. 23 IdrawESCAPEplans 12. Juli 2009 um 15:19 Uhr

    haha. es wird immer peinlicher. die erniedrigte männlichkeit sammelt sich langsam. hahahaha. manchmal bin ich froh, dass es gesetze in diesem land gibt, die fortschrittlicher sind, als die leute die zur not gezwungen sind, ihnen zu gehorchen. hahahaha

  24. 24 VerySexyMan 12. Juli 2009 um 15:28 Uhr

    @IdrawESCAPEplans:
    eben NICHT nur ein Punkt sondern überall und natürlich mit Fakten Fakten, Zahlen:

    1) Bundeswehr ist einseitig-sexistischer Zwangsdienst nur für Männer. Punkt. Ohne Agression, nur eine Feststellung. Stimmt, das ist selten blöd ;-)

  25. 25 Lobesam Redlich 12. Juli 2009 um 15:31 Uhr

    Peinlich ist nur, wie sich die „Progressiven“ in Ermangelung substantiierter Argumente über die eigenen Blößen hinweg belustigen.
    Der Feminismus ist wirklich erledigt.
    Er ist das Ancien Régime, das seine Privilgienwirtschaft verteidigt und wahre Gleichberechtigung scheut, statt dessen Privilegien für Frauen als Gleichstellung verkaufen möchte.
    Und sowas will links sein.
    Das ist wahrhaft lachhaft.
    Nur leider ist es todtraurig, zu sehen, welch ein geistiger Bankrott auf der Linken herrscht.
    Der Kapitalismus muss sich wirklich selbst erledigen, von diesen Freunden der „Gleichheit“ hat er nichts zu befürchten.
    Der Feminismus ist wahrhaftig die ultimative kapitalistische Waffe, ruiniert die Linke erfolgreicher als jeder Verfassungsschutz.

  26. 26 IdrawESCAPEplans 12. Juli 2009 um 15:32 Uhr

    siehe oben (vielleicht mal lesen): „ihr männer“ löst die debatte um wehrdienst hier einseitig auf. hier geht es aber um tradierte rollenzuschreibungen und ihre konsequenzen für das jeweils als m/w markierte subjekt. siehe anmerkung von lahma

    das es zuschreibungen an männer gibt ist nicht ergebnis von feminismus. checks mal

  27. 27 lahma 12. Juli 2009 um 15:43 Uhr

    @VerySexyMan: dann fordere doch die abschaffung vom heer! aber nein, du bist ja zufriedenzustellen, wenn auch andere dazu gezwungen werden! du hast die scheisse dann zwar auch noch am hals, aber geteiltes leid ist halbes leid. – falsch!

  28. 28 lahma 12. Juli 2009 um 15:44 Uhr

    Auf den ersten, zweiten und dritten Blick sieht es nämlich so aus, als wollten die, die das machen, es auch genau so.

    na klar, doppelt- und mehrfachbelastung ist deren hobby! aber das liegt wahrscheinlich in deren natur!

    und migrant/innen wollen auch nur billigjobs!

  29. 29 VerySexyMan 12. Juli 2009 um 15:46 Uhr

    @ IdrawESCAPEplans und Lahm-A.

    Sicher habe ich mich jahrelang mit Geschlechterfragen auseinander gesetzt. Daher komme ich ja zu dem Schluss, dass sämtliche feministischen Argumente Propaganda sind und keine wissenschaftliche Grundlage haben.

    Du bezeichnest mich als Stinker oder woanders als A.-loch, das ist natürlich ein super-Argument, aber es zeigt wenigstens deine Betroffenheit ;-)

    Komischerweise sind alle Quotenforderungen immer auf Rosinen-Jobs wie DAX-Chefs etc. zu finden, nie auf die tödlichen und dreckigen Männer-Jobs in der Kanalisation etc. Rosinenpickende Feministinnen halt…

    Und wieso gibt es trotz eindeutiger kürzerer Lebenserwartung von ca. 10 Prozent keinen einzigen Männer-Gesundheits-Bericht? Fragen über Fragen.

    Die Soldatin in Afghanistan verdient unbestritten genau so viel wie ihr männlicher Kollege vor Ort. So soll es ja auch sein. Wenn aber jetzt 32 toten Soldaten NULL tote Soldatinnen gegenüber stehen kann man von einem höheren, geschlechtsspezifischen Risiko für Männer sprechen. Deshalb verdienen in diesem Fall die Männer sogar weniger. Wie viel Prozent das dann ausmacht, überlasse ich gerne der schlafenden Gender-Mainstreaming-Gleichstellungs-Beamtin bei der Bundeswehr oder dem geneigten Leser hier im Forum. 7%, 12%, 23%?.

    VerySexyMan

  30. 30 lahma 12. Juli 2009 um 15:47 Uhr

    Dabei berichten doch grade Feministinnen zu gern von den Überleistungen ihrer Alphamädchen.

    sagt hier ja niemand, dass der bürgerliche feminismus nicht doof ist – steht in meinen kommentaren auch so drin. das alphamädchen-gequatsche ist natürlich auch zu kritisieren.

  31. 31 lahma 12. Juli 2009 um 15:49 Uhr

    Vaterpflichten zu übernehmen, dazu kann man ja durchaus gegen seinen Willen gezwungen werden

    was sind für dich denn vaterpflichten?

  32. 32 Frank 12. Juli 2009 um 15:50 Uhr

    Gender ist doof und stinkt.

  33. 33 lahma 12. Juli 2009 um 15:54 Uhr

    das stimmt!

  34. 34 VerySexyMan 12. Juli 2009 um 15:54 Uhr

    @Lahm-A.

    Natürlich fordere ich ehr die Abschaffung der Bundeswehr. Oder wenigstens eine Freiwilligen- Berufsarmee, oder auch Zwangsdienst für Frauen auch in den Zivildienst.

    Alles Andere ist ja wohl wenig gleichberechtigt. Oder gibt es Gleichberechtigung ausschließlich nur für Frauen?

    VerySexyMan

  35. 35 lahma 12. Juli 2009 um 15:56 Uhr

    Die Soldatin in Afghanistan verdient unbestritten genau so viel wie ihr männlicher Kollege vor Ort. So soll es ja auch sein. Wenn aber jetzt 32 toten Soldaten NULL tote Soldatinnen gegenüber stehen kann man von einem höheren, geschlechtsspezifischen Risiko für Männer sprechen.

    ja, dann fordere halt tote soldatinnen! schön geschlechtergerecht! du über-gesellschaftskritiker.

  36. 36 lahma 12. Juli 2009 um 15:59 Uhr

    Und wieso gibt es trotz eindeutiger kürzerer Lebenserwartung von ca. 10 Prozent keinen einzigen Männer-Gesundheits-Bericht? Fragen über Fragen.

    http://www.bmsk.gv.at/cms/site/attachments/1/6/0/CH0184/CMS1229354807138/bm_maennerbericht.pdf

    da kann man im detail nachlesen, dass maskulinisten nur die kehrseite bürgerlicher feministinnen sind. der politik fällt dazu schon was ein!

    Rosinenpickende Feministinnen halt…

    bürgerlicher feminismus. dazu hat man sich hier schon geäußert.

  37. 37 Mustrum 12. Juli 2009 um 16:10 Uhr

    „ihr männer“ solltet vielleicht mal differenzieren. das die feminismusdebatte an ettlich mehr ansetzt als an „karrierechancen“ schein „euch männern“ am arsch vorbei zu gehen. „ihr“ reduziert das thema auf einen punkt, der nichtmal mit fakten hinterlegt wird. die kurze darstellung von eigener unrechtserfahrung schlägt dann um in die aggression gegen frauen die ihre unrechtserfahrungen thematisieren. das ist selten blöd …

    Wo geht das den „undifferenzierenden“ Männern denn genau am Arsch vorbei? Wo fehlen die „Fakten“? Hm?

    „ihr männer“ löst die debatte um wehrdienst hier einseitig auf. hier geht es aber um tradierte rollenzuschreibungen und ihre konsequenzen für das jeweils als m/w markierte subjekt. siehe anmerkung von lahma

    Pardon: Was sollen andauernd diese argumentativen Nebelkerzen? Was hat ein staatlicher Zwangsdienst mit „tradierten Rollenzuschreibungen“ zu tun?

    auf was bezieht sich diese summe? gehts um vaterschaftstests? kannst du da mal auf die rechtsgrundlage verweisen, die du hier anklagst?

    Dann schau‘ ins Gesetz.

    KIndesverschleppung wird als straftat sanktioniert. richtig erkannt. also was ist das problem? was diskriminiert dich daran?

    Eine solch versierte Kennerin der deutschen Rechtschreibung wie du sollte durchaus in der Lage sein, sich ein fehlendes „nicht“ hinzuzudenken.

    ist „die frau“ denn etwa gezwungen bei „dem mann“ zu bleiben? zum glück ist dem nicht so. ist für „euch männer“ die ehe der zwang an irgendwen auf ewige liebe? gehts noch reaktionärer? die rechtssprechung bei scheidungen ist allerdings sehr komplex also wär es schön wenn du deine polemik etwas mit konkreten punkten stützen könntest.

    Darum geht’s nicht. Frauen können jederzeit hingehen, wohin sie wollen. Nur sollen sie das auf eigene Kosten tun. Nach einer Scheidung muss die Frau ja auch nicht weiter für den Mann putzen, kochen, waschen, bügeln oder sexuell zur Verfügung stehen. Er hingegen muss weiterhin zahlen.

    du stellst die scheidungsgesetzgebung falsch dar. vielleicht auch mal vorher mit den gesetzen und vor allem den aus der ehe heraus entstehenden gesetzlich festgeschriebenen pflichten befassen, bevor man sich auf sowas einlässt. „ihr männer“ seid ja nicht zur ehe gezwungen.

    Ich meine, da hat sich im Gegensatz zu dir jemand recht gründlich mit der einschlägigen Rechtsmaterie befasst. Und zur Ehe gezwungen werden Männer in der Tat nicht. Nur sobald sie sich darauf einlassen, sind sie freie Verfügungsmasse der Frau. Wäre das deiner Meinung nach – wäre es andersrum – mit „Frauen sind ja nicht gezwungen, zu heiraten“ zu beantworten?

    wild rumficken aber nicht die konsequenzen haben wollen. btw. auch hier ist das sorgerecht komplexer geregelt als in „eurer“ darstellung

    Wenn eine Frau „wild rum fickt“, kann sie den Konsequenzen jederzeit entgehen. Männer können das nicht so ohne Weiteres.

    Und da du andauernd darauf hinweist, dass das ja alles viiieeel komplexer wäre (und damit suggerierst, dass du dich auskennst) – klär‘ uns doch mal auf.

    1. einseitige auflösung der arbeitsmarktsituation
    2. schuldfrage plakativ auf „frauen“ reduziert

    Hä?

    aha. frauen zahlen also nicht in transferleistungen.

    Nö. Tun sie nicht, soweit es Transfers Mann – Frau angeht. Weißt du überhaupt, was ein „Transfer“ ist? Mann zahlt 100 ein, nimmt 50 raus, Frau zahlt 50 ein, nimmt 100 raus – Transfer 50. Klar soweit?

    haltet doch „frauen“ auch noch das schlechte wetter vor.

    Tut keiner. Aber Frauen leben nun mal länger, weil sie sämtlichen (Gesundheits-)Systemen mehr entnehmen als sie einzahlen, weil ihre Gesundheitsvorsorge staatlicherseits mehr gefördert wird, weil sie gefährliche und gesundheitsschädliche Arbeiten meiden – kurz: weil sie ein Leben führen wie die Nonnen (und auch die selbe Lebenserwartung haben) usw. usf. – Klosterstudie Uni Rostock ansehen. Gender-Soziologen-Worthülsen allein dürften da weniger hilfreich sein.

    Oder Begriffe wie „wild rum ficken“, „Stinker“ oder „Arschloch“.

    Da weiß man, wo man ist.

  38. 38 lahma 12. Juli 2009 um 16:53 Uhr

    >Oder gibt es Gleichberechtigung ausschließlich nur für Frauen?

    gleichberechtigung ist quatsch, insofern man in der regel darauf verzichtet, zu prüfen, ob das, worum es geht, überhaupt etwas wünschenswertes ist. daher auch deine beliebigkeit, die ja voller widersprüche ist (wer für die abschaffung des zwangsdienstes ist, für den ist die einführung den zwangsdienstes für alle doch keine alternative!):

    Natürlich fordere ich ehr die Abschaffung der Bundeswehr. Oder wenigstens eine Freiwilligen- Berufsarmee, oder auch Zwangsdienst für Frauen auch in den Zivildienst.

    eher, oder, wenigstens … hauptsache gleichberechtigt bzw. -geschädtigt! das einzige, was du am heer auszusetzen hast, ist doch, dass es frauen nicht gleichermaßen trifft! (und das, nur dass ich das nochmals erwähne, liegt daran, dass der bürgerliche nationalismus den frauen traditionellerweise andere nationale opfer abverlangt.) dass die toten sich nicht geschlechtergerecht gestalten! gegen tote haste ja nix!

  39. 39 Andreas Bühler 12. Juli 2009 um 17:42 Uhr

    „hauptsache gleichberechtigt bzw. -geschädtigt! das einzige, was du am heer auszusetzen hast, ist doch, dass es frauen nicht gleichermaßen trifft!“

    Sehe ich auch so. Das ist Gleichberechtigung, wenn man sie nicht als Einbahnstraße betrachtet. Und nicht nur da, sondern auch in andren Bereichen. Quoten auch da wo man früh stirbt oder weg damit. Vorschlag: Die GleichstellerInnen sollen die Wahl haben, welche der jeweils beiden Möglichkeiten sie wollen: Abschaffung oder für beide.

    Eine Abschaffung der Zwangsdienste ist das Ideal, Zwangsdienste für beide Geschlechter eine zweite Wahl. Der Status quo ist das nicht haltbare. Bislang haben diejenigen, die die letzten 30 Jahre am lautesten und eifrigsten über Gleichberechtigung geredet hatten sich einen feuchten Kehricht dafür interessiert. Das ist auch nicht verwunderlich. Verwunderlich ist vielmehr, daß so viele Männer sie so eifrig darin unterstützt hatten, daß die Feministinnen ohne deren Hilfe kein Bein auf die Erde bekommen hätten.
    Selbstverständlich fangen jetzt einige hier an zu plärren, denn allein schon beim Gedanken, ihre Privilegien zu verlieren, geht ihnen der A*** auf Grundeis.
    Mit der Reform des Unterhaltsrechts fing es an. Was war ein Barmen und Zähneklappern, daß eine Frau nach einer Scheidung nun nicht mehr lebenslang rundumalimentiert ist und bei Möglichkeit nach drei Jahren wieder arbeiten gehen muß. Wie gemein aber auch! So war das mit dem Recht auf Erwerbstätigkeit doch nicht gemeint. Gewöhnt euch schon mal dran, denn das ist erst der Anfang.

    A.B.

  40. 40 Privelegus 12. Juli 2009 um 18:56 Uhr

    Google mal nach „Drucksache 16/11754“.

    Ein kleiner Ausschnitt:

    „Karriereverläufe von Frauen: Paardynamiken und institutionelle Rahmungen in der ‚Rush Hour of Life’“ (Kosten: 442.807 Euro)

    „Verbundvorhaben: Frauen in modernen Unternehmen, Teilvorhaben: Arbeits- und Industriesoziologische Perspektive und Verbundkoordination“ (Kosten: 647.295 Euro)

    „Entwicklung von Methoden und Instrumenten für die Gestaltung einer karriereförderlichen Unternehmenskultur in Innovationsbranchen unter Berücksichtigung von Gender-Aspekten“ (Kosten:793.450 Euro)

    „Frauen in der Spitzenforschung“ (Kosten:945.567 Euro)

    Interessante Aspekte der „Patriarchalen Gesellschaft“(TM), oder?

  41. 41 lahma 13. Juli 2009 um 19:55 Uhr

    Gewöhnt euch schon mal dran, denn das ist erst der Anfang.

    wie erbärmlich. euch geht’s scheisse, also alle anderen auch in die scheisse stossen. na denn! das geht umgekehrt auch, da geht noch einiges. gewöhn dich dran.

    hauptsache nie nachschauen, ob die scheisse überhaupt was taugt. divide et impera. – auf das lässt sich der krampf zusammenkürzen. das gilt auch für den bürgerlichen feminismus.

    jemanden, der sagt, erste wahl: heer abschaffen; zweite wahl: heer für alle, kann ich doch nicht ernst nehmen. entweder man hält das heer für was schlechtes, dann will man es weg haben, oder man hält es für was gutes, dann will man ihm mehr menschenmaterial zuführen.
    das einzige, mein lieber mann, was du am heer schlecht findest, ist, dass da hauptsächlich männer gequält werden. daher bist du so leicht zufriedenzustellen.

    in dem geheule rund um „frauen fressen ohne selber was zu leisten mit“ – mal ungeachtet dessen, dass dieser vorwurf sowieso nur davon lebt, dass reproduktionsarbeit als NICHTarbeit betrachtet wird –, haste die kapitalistische kacke eh galore. so emanzipativ ist man(n) allemal, dass man die, die – angeblich oder wirklich – nichts leisten, in die gosse stoßen will.
    ich will ja gar nicht wissen, wo ihr, ihr lieben männer, politisch so steht.

    ihr widert mich an.

  42. 42 lahma 13. Juli 2009 um 20:08 Uhr

    ach noch was zu den so genannten privilegien: auf die idee, das das eben was mit den unterschiedlichen opfern, die den geschlechtern abverlangt wurde und wird, zu tun hat, kommt der ach so radikale gesellschaftskritiker natürlich nicht.
    dass zB die alimentierung der frauen was zu tun hatte damit, dass jahrzehnte, nein jahrhundertelang frauen die hausarbeit und kindererziehung zugewiesen wurde (und wird, by the way); dass es gar nicht vorgesehen war, dass frauen berufstätig sind, wenn nicht finanziell absolut notwendig (weshalb auch noch in der 2. häfte des 20 jh der gatte den arbeitsvertrag der frau eigenständig kündigen konnte); dass dementsprechend keine eigene finanzielle quelle vorhanden war; etc. dass da der staat für die frau, die gefälligst den mann zu versorgen hatte, damit dem seine arbeitskraft nie versiegt, für den fall, dass es doch mal kracht, ne sicherheit schafft (und zwar indem er vorschrieb, dass der mann im fall der fälle zu zahlen hat).

  43. 43 lederlappen 14. Juli 2009 um 0:43 Uhr

    es ist immer wieder schön, dass die schreihälse sich doch nie trauen eine veranstaltung zu besuchen und ihre hassausbrüche argumentativ und unter den augen derer die sie beleidigen zu untermauern.

  44. 44 earendil 14. Juli 2009 um 10:27 Uhr

    Oh je, was ist denn hier los? Wirkt eine kleine VA-Ankündigung jetzt schon als Lockmittel für Weiberfeinde aller Art?

    Mal ne Frage, ihr Maskulis: Was verdammt noch mal wollt ihr eigentlich?

    Euch stört Wehrpflicht und Krieg? Dann engegiert euch für die Abschaffung der Armee!

    Euch stört das Ehe- und Scheidungsrecht? Dann fordert die Abschaffung der Ehe!

    Euch stören die finanziellen Belastungen durch Kinder? Dann kümmert euch darum, dass die Lasten der Kinderaufzucht besser gesellschaftlich verteilt werden!

    Euch stört, dass arme Männer ihren Lebensunterhalt als Müllmänner und Kanalarbeiter verdienen müssen? Dann auf zum Kommunismus!

    Euch stören ganz allgemein geschlechtsspezifische Benachteiligungen? Dann übt euch in Genderkritik!

    Und wisst ihr, wo ihr all diese Forderungen versammelt findet? Im radikalen Feminismus! (Jedenfalls in einigen Richtungen davon.)

    Aber all das wollt ihr ja gar nicht, hab ich recht? Ihr wollt lieber über die angebliche Unterdrückung und Benachteiligung der Männer durch die Frauen jammern und fordert gleiches Elend für alle. Armee abschaffen? Jaja, wär schön, ist aber voll unrealistisch, darum lieber Wehrpflicht auch für Frauen! Da könnt ihr euch gleich mit bürgerlichen Feministinnen zusammentun, die sind sowas nämlich auch nicht abgeneigt.

    Aber ich finde, wenn schon gleiches Elend für alle, dann richtig! Ich fordere also mehr Vergewaltigungen von Männern! (Und, VerySexyMan, wenn dein Nick hier realitätsnah ist, fang ich gerne gleich bei dir an ;) )

  45. 45 Rakete 24. Juli 2009 um 2:32 Uhr

    Ach du liebe Zeit was für Idioten lesen denn diesen Blog? Das ist ja furchtbar!

  1. 1 Vortrag: „Ich sehe was was Du nicht siehst“ – Queer-|Feministische Praxen | TermineMD Pingback am 12. Juli 2009 um 11:56 Uhr
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