Archiv für Juli 2009

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Spread Persepolis und so

  y melt my heart   


Wie schreibt man einen Bericht über ein wirklich schönes Festival? Also einen Bericht der annähernd die Stimmungen und Exzesse bei zeitgleich gekonntem Bandsabfeiern fassen kann? Ich befürchte jeder meiner Versuche würde ziemlich albern und peinlich, sowie – begraben unter einem Haufen von Adjektiven – eher einen verzweifelten Versuch abgeben dem gerecht zu werden. Also: Ich fands super. Es wurde konsequent einiges zum Vorjahr verbessert. Ich hatte Spaß und es hätte noch Wochen weiter gehen können.

Damit hätten wir das. Jetzt kann dann auch das arrogante Geschwätz und Geläster über einige meiner musikalischen Highlights bzw. totale Bruchlandungen. Die Auswahl ist sehr begrenzt, da es sonst einfach den Rahmen sprengen würde. Liest ja dann auch keiner mehr ;)

Cold War Kids
Auf die Cold War Kids hatte ich mich ziemlich gefreut und so war es auch die erste Band die ich auf dem Melt! angesteuert habe. Der Auftritt hat mir dann auch wirklich gut gefallen. Leider hat sich dann nach circa 20 Minuten das Gefühl eingestellt, das jetzt musikalisch auch keine Überraschungen mehr kommen werden. Sie haben gut gespielt aber nach den besagten 20 Minuten war ich geschlagen mit Langeweile. Da auch die Show auf der Bühne mäßig enthusiastisch daher kam, gabs auch keinen Grund länger zu bleiben. Aber die 20 Minuten waren gut. Reicht ja auch oft um den Sound einer Band kennen zu lernen

ClickClickDecker
Hatte ich zuletzt noch nicht sehen können und war mega froh das es dann einen Auftritt auf dem Melt! geben sollte. Gut eben nur 20 Minuten aber da kann man ja einiges rocken. Der Auftritt hatte dann eigentlich alles was er haben musste. Die Songs die das kleine aber feine Publikum mitsingen konnte. Einen Stromausfall. Einen ClickClick der trotzdem weiter gespielt hat und enorm viel gute Laune. Schöne Sache.

La Roux
Oh wie oft hab ich ihre Songs schon voller Erwartung vorm Melt! hoch und runter gehört. Die Stimme; dieser 80s Glamrock-Synthie-Sound – Pflichtprogramm! Live hatte ich tanzender Weise meinen Spaß. Die Show selbst fand ich aber dennoch etwas mau. Gerade im Hinblick auf die musikalischen Referenzen Schrägstrich Paten hat sich die Gute doch ziemlich unter den Scheffel gestellt. Fast unsicher hat sie gewirkt. Mit dem Sound, der auch technisch reichlich gefiltert wirkte, hätte man mehr nach vorn gehen können. Die Stimme wirkte auch sehr dünn. Schade was das angeht. War aber trotzdem sehr schön.

Moderat
Scheiß Regen! Ich wollte Moderat sehen, hören und mir dazu die Füße wund tanzen!

Jochen Distelmeyer
Stichworte: Bis 2007 Sänger bei Blumfeld. Synonym für Hamburger Schule. – Was soll ich sagen. Auch Pflichtprogramm. Da auch schon bei Blumfeld Distelmeyers Stimme unglaublich markant und präsent war, hatte ich vorher schon gedacht, dass sich das Soloprojekt mit Band eigentlich ähnlich anhören dürfte. War auch so und war eigentlich auch gut so. Irgenwann, zwischen dem dutzensten Wechsel der Gitarre kamen dann auch Songs die man so auch schon von Blumfeld kannte. Da ich mich schon oft geärgert hatte diese nie gesehen zu haben schwankte ich stimmungtechnisch zwischen Freude und Verwunderung. Ich mein, warum eine Band auflösen um dann danach das Selbe zu machen? Aber wie gesagt: Ich mag Blumfeld. Von daher war das schon okay.

Paul Kalkbrenner
Die frenetischen Schreie, die immer wieder ein „Ikarus wir lieben dich“ über die tanzende Meute jagten, steckten ganz gut den musikalischen Rahmen des Sets ab. Alle die Berlin Callin gut, geil, sonst wie geil gefunden haben und dazu jetzt mal ordentlich tanzen wollten, bekamen dazu ihre Chance. Technisch sauber. Musikalisch vielleicht vorhersehbar aber eben das was die Leute wollten. Angenehme Stimmung. Party auf den Punkt gebracht.

WhoMadeWho (unplugged Set)
Ich kannte WhoMadeWho vorher ja gar nicht. Das Live-Set im Intro Bereicht hat mich allerdings mit seinen drei Songs davon überzeugt bislang wirklich was verpasst zu haben. Die Show war mega sympahtisch und das der Drummer auf einem Haufen Müll gespielt hat, der am Ende auch kollektiv zerrockt wurde, hat das Bild abgerundet. Hammer Show!

Digitalism
Unglaubliche Show. Das hat live einfach Spaß gemacht. Vom Bass ist mir fast schlecht geworden, weil der so gewummert hat. Großartig. Als dann bei Home zone sogar die Stimmen übersteuerten weil so ins Mikro gebrüllt wurde, während eine Mischung aus Rauch und Papierzeug ins Publikum geschossen wurde, war klar, dass es Digitalism auch ordentlich Spaß gemacht haben muss. Fast mein Highlight des Melt!

Patrick Wolf
What a Show. What a beautifull man. Großartig. Präsent wie Bowie und musikalisch perfekt. Ich hatte ja eine eher ruhige Show erwartet aber Patrick hat von Anfang an alles gegeben. Für mich auf Grund der coolsten Ansagen und des enthusiastischsten Auftritts mein persönliches Highlight.

Kasabian
Öde.

Oasis

Auch öde. Sorry aber das war echt schlimm. Ein anderthalbstündiges Set, das einfach die pure Langeweile war. Konsequenter Weise hat man auch auf der Bühne keine Anstrengungen unternommen, da jetzt was dran zu ändern. Oasis spielten jedenfalls alle Hits, die auch zu oft schon im Radio niemanden mehr interessiert haben. Ich wollte ja eh nur einmal Wonderwall live gesehen haben. Done! Wie kann man nur seit so vielen Jahre die selben Sachen spielen?

  „This is just a game!“ – „Not anymore!“   

Im Zuge der Comic Con wurde für die Fortsetzung von Tron, sprich Tron Legacy, Concept Footage in guter Qualität veröffentlicht. Ich finde das Ganze kann sich echt schon sehen lassen. Klar ist das nicht mehr der Look des alten Tron. Aber gut: Updates im Computerbereicht sind ja nichts neues.

  uff. fast 2 Wochen nichts gebloggt   

Eigentlich sollte hier schon längst ein kleiner Bericht zum wirklich großartigen Melt! Festival stehen. Bislang bin ich leider noch nicht dazu gekommen. Bilder und Text werden dann nachgeschoben. Vorerst gibt ein low-fi Video vom ClickClickDecker Auftritt. Kurz vorher war der Strom weg und den letzten Song gabs dann 100% unplugged. Schöne Sache!

  worth reading   

Cosmoproletarian Solidarity hat einen guten Beitrag zu den antiimperealistischen / antizionistischen Völkerfreunde und ihre Lobgesänge auf Iran auf dem Blog veröffentlicht.

Iran, Israel und nationalbolschewistischer Antizionismus

[…] Die nationalbolschewistischen Inter-Nationalisten haben in der „nationalen Souveränität“ längst die Vorrausetzung für ihre herbeigesehnte „sozialistische“ Staatsveranstaltung ausgemacht. Wilhelm Langthaler plaudert in der „jungen Welt“ aus, was ihn so umtreibt, wenn er an den Iran denkt. Die Sorge gilt selbstverständlich nicht den zusammen geknüppelten, eingekerkerten und mit dem Tode bedrohten Revoltierenden auf den Straßen Teherans und Tabriz, nein: die Sorge gilt zu allererst der „nationalen Souveränität“ und die Revoltierenden machen eben „nicht den Eindruck einer die nationale Unabhängigkeit verteidigenden Kraft“. Langthaler fragt sich, warum die Menschen denn wütend seien, schließlich habe man ein „antiimperialistisches Regime“ als Souverän und einen Präsidenten, der seine Bevölkerung mit Brosamen-Welfare verwöhnt. Werner Pirker sieht die Riots im Iran als ein von außen angefeuerter „Aufstand der Hedonisten“, die es auf die Verscherbelung der „nationalen Souveränität“ abgesehen hätten. Beruhigend für Pirker, dass es den hedonistischen Aufständischen an „heroischem Durchhaltevermögen mangelt“. Jürgen Elsässer ist so sehr um die „nationale Souveränität“ des Irans besorgt, dass er „den einen oder anderen“ Hedonisten – „Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals“ – in einem „Darkroom“ des Regimes sehen möchte. […]

Den ganzen Beitrag gibt es hier: klick

  tagGestalten – Entstanden im Rahmen der Urbanpiraten   

Weils so schön ist, auch hier nochmal der Hinweis auf folgendes Video. Enjoy

  Montag 13.07.09 Vortrag von Prof Dr. Melanie Groß „“Ich sehe was was Du nicht siehst“ – Queer-|Feministische Praxen“& Konzert: Justine Elektra   


13.07.09 | Café Central
Prof Dr. Melanie Groß
„Ich sehe was was Du nicht siehst“ – Queer-|Feministische Praxen

Der Feminismus ist tot, es lebe der Feminismus! Seit 2006 treten wieder verstärkt „neue“ Feministinnen auf, die allerdings gleichzeitig „alte“ Feministinnen als Männer
feindlich, unsexy und in ihrem politischen Handeln verbissen stigmatisieren. In Talkshows, Online-Reportagen und renommierter Zeitschriften werden die Perspektiven, Wünsche und Ziele beruflich erfolgreicher Frauen extensiv verhandelt. Das Thema in diesen hegemonialen Debatten scheint durchgängig die Berufskarrieren von gut qualifizierten Frauen zu sein. Groß wird darauf verweisen, dass gleichzeitig vielfältige queer-|feministische Initiativen mit deutlich weitreichenderen politischen Konzepten in Menschenrechtsorganisationen, in Anti-Lookism-Initiativen oder in queeren Musik-Bands aktiv sind und vor dem theoretischen Hintergrund die Breite von queer-|feministischen Widerstandsformen an Beispielen verdeutlichen.

Danach Konzert: Justine Elektra
(Cityslang) Ihre Musik liegt zwischen Pop, Rock, Soul, R‘n'B und Elektronikbeats, ihre Texte können Kampfansagen sein, also gut zuhören bei „Killalady“. Eine Veranstaltung vom Kultur- und Hochschulpolitischen Referat der Uni Magdeburg.

[update]
Die Referentin Melanie Groß ist leider verhindert. Als Ersatz wird ein Vortrag zu Judith Butler stattfinden. Titel des Vortrags ist „bodies that matter“. Vielen dank für den schnellen Ersatz :) Ansonsten bleibt alles beim alten. Im Anschluss Konzert mit Justine Elektra.

  Wir sind und wir bleiben die Unreparierten – FasRa Festival Nachlese   


Bild: Bierbeben @ FasRa Mini-Festival against Homophobia

Es war ein Haufen Arbeit. Es war ne super Sause. Es war ne riesen Party (900 bis 1000 Leute). Es war lang und es war ein wunderschönes Line-Up. Dickes Danke an alle Bands und DJs/DJanes, an Krautwells für das schicke Catering, ans Projekt 7 für den super Support und die Hilfe bei der Realisierung des ganzen Vorhabens und all die Menschen die sich den Arsch aufgerissen. luv you all.

  das sind die 80er alter   


whooooohoooooo

  10.07.09 // Vortrag // Hot Topic – Popfeminismus Heute   


10.07.09 | 19:30 Uhr | Projekt 7 Magdeburg

Feminismus wird im Mainstream oft nur mit Namen wie Alice Schwarzer oder, wenn es aktueller sein darf, auch mal mit Charlotte Roche in Verbindung gebracht. Das Buch „Hot Topic – Popfeminismus heute“ versammelt viele Beiträge die persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse zu Themen wie Schoenheits-Terror, Comming-out, Drag-Kings, FanZines, Abtreibung, Gender-trouble und vielem mehr beschreiben. Wie Dörte Miosga in der Intro schreibt, ruft »›Hot Topic‹ […] selbstbewusst zu mehr medialer Präsenz des popbezogenen Feminismus auf. Eine attraktive Vorstellung.« Doch was heißt dieses Popfeminismus eigentlich? Was kann und will Popfeminismus gerade in Bezug auf die Lebensrealität junger Frauen leisten? Kann hier ein kritisches Potential entfaltet werden oder schlägt das Konzept um in Affirmation des Status Quo? Diesen und anderen Fragen widmet sich die Herausgeberin des Buches Sonja Eismann im gleichnamigen Vortrag.

Sonja Eismann ist Mitherausgeberin der Zeitschrift «Missy Magazine» und war lange Zeit Redakteurin der Zeitschrift «Intro».

Eine Veranstaltung des Hochschulpolitischen Referats des Studierendenrats der OvGU und der AG Emanzipative AntifaschistInnen.

  Urbanpiraten Yeah!   


So, schnell schick machen und dann gehts zu den Piraten.

  Ohrwurm des Tages   


Urbanpiraten-Folgeerscheinungen ;)

  Heute: Finissage bei den Urbanpiraten   

Schön, so schön wars. In zwei Wochen zu einem kleinen Hotspot des social Networkings avanciert, verlassen nun heute die Urbanpiraten die Stadt. Mir wird mein Open-Air Wohnzimmer fehlen :)

Ab ca. 20:30 Uhr wird der großartige Lars Johansen ausgewählte Werke aus der Galerie versteigern, also seit pünktlich ihr Schnäpchenjäger…

  port01 Beitrag Juni 09   

Der Juli-Beitrag ist wie gewohnt in den ausliegenden Heften oder online auf der port01 Seite zu finden.