Archiv für Februar 2009

  Streetart in Magdeburg   

fräulein lieschen hat bei der Sendung Jugendstil vom Offenen Kanal Magdeburg gezeigt und gesagt was Sache ist:
(mehr…)

  portfolio update   


So, hab mal eben die letzten Sachen eingebaut.

  hab ich schon erwähnt …   

… das es zum kotzen ist, wenn einen so called „Linke“ , in der festen annahme eines hippen schmipfworts, als schwuchtel beschimpfen? danke zusammen kämpfen für diese „Jungrekruten“.Obwohl … von zusammen kämpfen Menschen hab ich das auch schon gehört. fuck that

Ich geh dann mal „schwuchtel sachen“ machen ihr spinner.

  dailys #27 Konzertflyer Magdeburg / Potsdam   


Ist noch ne Weile hin aber könnt ihr euch ja schon mal vormerken. Eventuell spinne ich die Story des Flyers dann auf dem nächsten Flyer weiter. Mal sehn.

  AGEA: Mitschnitte zu den Veranstaltungen des Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Magdeburg   

Die AG Emanzipative AntifaschistInnen hat dankenswerter Weise Mitschnitte der letzten Veranstaltungen des Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionimus Magdeburg angefertigt und diese nun online verfügbar gemacht. Die Veranstaltungen fanden im Januar 2009 in der Otto-von-Guericke Universität statt.


Aus der Ankündigung: Seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive am 27. Dezember 2008 kommt es weltweit zu Demonstrationen gegen den Krieg im Nahen Osten. Hinter dem ersten Eindruck von Friedensliebe und „Nie-wieder-Krieg-Krakele“ verbergen sich dabei nicht nur einsilbige Parolen gegen den Staat Israel, sondern offener Antisemitismus und Antizionismus, sowie Solidaritätsbekundungen für die terroristische Hamas. […] Über den weltweiten Antisemitismus unter dem Deckmantel der Kriegsgegnerschaft diskutier[t]en Landesrabbiner Moshe Flomenmann, Sebastian Voigt (Promovend, BgA Leipzig) und Dr. Eckhart Frey (Historisches Seminar der OvG-Universität Magdeburg)

Mitschnitt: (via AGEA) London, Athen, Duisburg…

Ergänzung:
Hier jetzt nochmal ganz offiziell die Filme, die während des Vortrags von Landesrabbiner Moshe Flomenmann gezeigt wurden.
Children of Hamas | 15 Seconds in Sderot


Aus der Ankündigung: […] Adorno formulierte den kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse so einzurichten, dass Auschwitz sich nicht wiederholen möge. Unter dem Eindruck des weltweit grassierenden Antisemitismus und vor dem Hintergrund der islamistischen Vernichtungsdrohung bedeutet das in der Praxis vor allem eins: Solidarität mit Israel – und zwar bedingungslos. […] Zu diesem Thema [sprach] ein Referent des [a:ka] Göttingen, […]

Mitschnitt: (via AGEA) Darum Israel – Eine Einlassung

  i talk, you listen   

also: anhören | bookmarken | schadenfreude auspacken | tanzschuhe einpacken | anklicken & angucken:

  Art is War …   


… sag ich mal und schwimme mit im Strom der aktuellen Blogsport-Mode.
Siehe auch hier oder hier, hier auch, und hier erst, das hier nicht zu vergessen, und sowieso, …

Update für alle wandelnden Bildungslücken:
Da einige anscheinden nicht verstehen, warum ich dieses Bild gewählt habe, hier nochmal ein paar Infos zur Güte. Nichelle Nichols a.k.a. Lt. Nyoto Uhura war in Star Trek die erste Besetzung, die im Kontrast zu bisherigen Besetzungen von so called „Women of Color“1 stand, die bis dahin nur als Hausmädchen oder Dienstbotinnen zu sehen waren. Star Trek setzte so im Serienformat einen neuen Standard im Verhältnis von Schauspieler_innen bzw. Charakteren – Gleichsetzung aller Beteiligten im Gegensatz du Ungleichbehandlungen auf Grund von Zuschreibungen betreffs Hautfarbe, Herkunft und/oder Geschlecht. 68 schmetterte die Serien den Zuschauenden den esten Filmkuss zwischen zwei Menschen unterschiedlicher Hautfarbe entgegen und brach damit erneut ein bis dahin bestehendes Tabu – Kirk und Uhura küssten sich.

  1. Ich hab das begrifflich mal an People of Color angelehnt. [zurück]

  No truce, no mercy, no surrender, no rest, no more, this is war   


Also ich hab jetzt mindestens 5 bis 10 mal diesen Flyer aufgerufen, um zu schauen ob ich mich geirrt habe. Liebes Archiv Potsdam, ich hoffe ihr verarscht mich nicht und da steht wirklich das am 03.05. Tragedy (Whooooohoooooo!) bei euch spielen.

An dieser Stelle ist die Mitfahrerzentrale eröffnet. haha

  Terminhinweis: Im Zeichen der Krise   

Die antifa and more aus Burg lädt zu Vortrag und Diskussion mit Martin Dornis (Bündnis gegen Antisemitismus, Leipzig).

Im Zeichen der Krise

Von der gewaltförmigen Vergleichung zum Massenwahn

Vortrag und Diskussion mit Martin Dornis (Bündnis gegen Antisemitismus, Leipzig)
Eine Veranstaltung von der Gruppe antifa and more in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stitfung Sachen-Anhalt.

Die aktuelle Finanzkrise wird entweder hinsichtlich ihrer ideologischen Verarbeitung oder den zugrunde liegenden realökonomischen “hard facts” betrachtet. Vor dem Hintergrund der Marxschen Wert- und Fetischkritik soll diese, auch in den meisten links-theoretischen Analysen enthaltene Aufspaltung, problematisiert werden, was eine Kritik alltagsreligiöser, somit fetischistischer Verschleierungen des “Finanzüberbaus” unabdingbar macht. Die uns um die Ohren fliegende Warengesellschaft trägt das Moment der Krise wie das der Ideologie, die sich in der Krise bis zum Massenmord zuspitzen kann, von Anbeginn in sich. Materialistische Gesellschaftskritik muss, um ihrer Wirksamkeit willen, diese Zuspitzung als die schlimmste denkbare Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft begreifen. Nicht der Kommunismus, sondern die nationalsozialistische mörderische Krisenlösung ist in der Logik der Warengesellschaft angelegt. Befreiung vom Zwang ist nur über einen Bruch mit den grundlegenden Kategorien der bestehenden Gesellschaft denkbar.

Donnerstag, 05. März 2009, 19.00 Uhr
im Blow Up, Otto-von-Guericke Straße 60, Magdeburg

  dailys #26 KLL + The „Tan“ Case Split CD Artwork   


Hab gerade das Artwork für die Split CD von The „Tan“ Case (FR) und KLL (GER) fertig gestellt. Im Bild ist das Cover zu sehen und die Rückseite vom CD Inlay. Zur Arbeit gehören darüber hinaus drei weitere Seiten für das Booklett, die Innenseite vom CD Inlay, sowie der CD Aufdruck. Das war echt scheiße viel Arbeit aber es hat auch super viel Spaß gemacht – Ich durfte mich ja quasi austoben. haha. Ich freu mich schon auf die fertige CD.

Bands:
KLL KLL KLL
The „Tan“ Case

The Tan Case live at Romans

  on my way to an orgcore punker?   


Die Arbeiten von Rob Dobi gefallen mir wirklich sehr gut. Neben verschiedenen Artworks für Bands und Shirts und Bandshirts, hatte er 2002 auch mit der Website „how to dress emo“ ein wirklich lustiges projekt gestartet. Ich wollte an dieser Stelle auf den quasi Nachfolger yourscenesucks.com hinweisen. Da kann man herrlich die Zeit vertrödeln.

Mortal Combatcore: she more closely resembles a warrior from mortal kombat than an actual human being. tattoos cover every inch of her body, facial piercings obscure her features, and the subdermal brass knuckle implant wards off anyone who doesn‘t take the body mod lifestyle seriously. small children burst into tears when she walks by, and aunt beverly has trouble recognizing her at family reunions. […]

theehehehehehehe

  As I Hail the bombs of my saviours   


Heaven Shall Burn haben ja mit Iconoclast ein ziemlich gutes Album abgeliefert. In den Nachwehen des gestrigen Dresdentripps hab ich mich entschlossen nochmal etwas zu ihrem Song Bombs of my Saviours zu bloggen. Der Song beschäftigt sich mit der Geschichte Victor Klemperers, dessen Tagebücher und seine Arbeit zur LTI – Lingua Tertii Imperii, der Sprache des Dritten Reiches, mittlerweile viel rezipierte Werke darstellen. Klemperer ist wohl einer der prominentesten Beispiele für die negativ Konstruktion „der Juden“ durch die Nazis und deren Apologeten. 1912 war er zum Christentum konvertiert, was ihn jedoch nicht davor schützen sollte von den Nazis in einer Vermengung aus Antisemitismus und Biologisierung bzw. rassistischer Zuschreibung wieder zum Juden gemacht und als solcher Verfolgt zu werden – eine Erfahrung, das Scheitern aller Assimilationsbestrebungen, die so viele Jüdinnen und Juden machen mussten, durch das, was u.a. H. Arendt als die „nämliche Geschichte auf der ganzen Welt, die sich immer wiederholt“1 beschreibt: Die beständige gesellschaftliche Reproduktion eines anders-Sein, eines Sonderstatus.

Mit dem Song Bombs of my Saviours eröffnen Heaven Shall Burn einen Blickwinkel auf die Bombardierung Dresdens, der von der individuellen Erfahrung Klemperers ausgeht. „[Er war] ein jüdischer Schriftsteller und Sprachwissenschaftler. Der hat im zweiten Weltkrieg in Dresden gelebt und hat sich dort auch mit seiner Familie versteckt. Dem ist es halt gelungen während der alliierten Bombenangriffe zu fliehen.“2

[…] As I‘m craving for the sirens wailing
To leave this cell to cross the night […]
(Heaven Shall Burn – The Bombs Of My Saviours)

„Wegen der Bombenangriffe auf Dresden ging der gesamte letzte Deportationstransport nicht mehr ab. […] 175 jüdische Bürger waren für den Transport nach Theresienstadt vorgesehen.“3 Heaven Shall Burn beschreiben die Situation der Bombardierung wie folgt: „Das ist so dermaßen widersprüchlich, eine fast schon absurde Situation. Also seine Retter hatten alles kurz und klein gebombt und er wäre fast selbst ums Leben gekommen, aber das war trotzdem die einzige Möglichkeit für ihn, Freiheit zu haben.“4

[…] Walking empty streets and orphaned quarters
A shine like daylight in the night […]
(Heaven Shall Burn – The Bombs Of My Saviours)

Diese Blickwinkel spielen beim „Gedenken“ in Dresden nach wie vor eine marginale oder gar keine Rolle. Weder in der Beschwerde über die „Vereinnahmung des Gedenkens an die Opfer der Bombenangriffe auf Dresden im Februar 1945 durch Neonazis“5 , noch in der Erinnerung „an die Zerstörung der Stadt vor 64 Jahren“6, spielt eine gesellschaftliche Realität eine Rolle, in der Menschen, selbst auf die Gefahr des eigenen Todes hin, sich nach den Bombardierungen durch die alliierten Streitkräfte sehnten, ja an diese eine Hoffnung auf ein (Über-)Leben und Freiheit knüpften. Das No Pasaran Bündnis quittierte diesen Zustand dann ebenfalls nur kurz und so unkonkret, wie man es nur machen kann in der Feststellung „[eines] sich wandelndes Gedenken[s], bei dem der historische Kontext eine größere Rolle spielt als früher. Dennoch wird Trauer zum Teil immer noch ideologisch und politisch aufgeladen und überhöht, während die Verbrechen Nazideutschlands in den Hintergrund rücken.“7

Ich bin nach wie vor der Meinung, das Songtexte keine Bücher ersetzen können. Dennoch haben Heaven Shall Burn mit ihrem Song viel richtiges gesagt, was auch in Rückblick auf den 13. und 14. Februar diesen Jahres in Dresden, faktisch kaum eine Rolle spielte8.

[…] For years We hide in blackness
We have to sink into oblivion
This agnoy of fear absorbs my thinking
This anguish suffocates my soul
I saw countless acts of treason
Once this heart was filled with force and comfort
But there’s nothing anymore […]
(Heaven Shall Burn – The Bombs Of My Saviours)

Die deutsche Barbarei ist kein bloßer abstrakter „Kontext“, sondern die Beschreibung der mörderischen gesellschaftlichen Realität für alle, die nicht zum Volkskörper dazugehören konnten oder wollten.

  1. Arendt, Hannah: Wir Flüchtlinge (S. 15) [zurück]
  2. http://www.helldriver-magazine.de/showInterview.php?ID=246 [zurück]
  3. http://jungle-world.com/artikel/2003/07/10028.html [zurück]
  4. http://www.helldriver-magazine.de/showInterview.php?ID=246 [zurück]
  5. http://www.mdr.de/sachsen/6130879.html (15.02.09) [zurück]
  6. ebd. [zurück]
  7. http://dresden1302.noblogs.org – Bündnisaufruf [zurück]
  8. an dieser Stelle sein die Arbeit von Venceremos mal ausgenommen [zurück]

  08.02.09 Gedenken an Frank Böttcher   

(aip) Vor 12 Jahren ermordeten neonazistische Skinheads den Punk Frank Böttcher. Frank wurde an der Straßenbahnendhaltestelle im Stadtteil Neu-Olvenstedt brutal überfallen und niedergestochen. Er erlag wenig später den tödlichen Verletzungen. Seit 1998 erinnert ein Gedenkstein an der Endhaltestelle an Frank. Seit Jahren ist der Gedenkstein und auch das Grab von Frank mehrere Male geschändet worden. So haben Unbekannte bereits mehrmals die Gedenkplatte vom Stein entfernt. Zuletzt am 16. Januar 2009. Für den folgenden Tag hatte bezeichnender Weise die neonazistische „Initiative gegen das Vergessen“ zu einer Großdemonstration zum Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs aufgerufen. Während die Täter bislang nicht ermittelt werden konnten, so ist indes doch die Motivation klar zu erkennen: Die Erinnerung an das Opfer neonazistischer Gewalt soll ebenfalls mit Gewalt aus der Öffentlichkeit gedrängt werden.

In Gedenken an Frank Böttcher hatte das Bündnis gegen Rechts Magdeburg für den 8. Februar zu einer Kranzniederlegung und Mahnwache am erneut geschändeten Gedenkstein aufgerufen, an der sich mehr als 20 Menschen beteiligten. Nach einer Rede und einer Schweigeminute für Frank wurden Blumen am Gedenkstein nieder gelegt.

In der Stadtbibliothek ist im Rahmen des Gedenkens und Erinnerns an Frank Böttcher, sowie an 135 weitere Menschen, noch bis zum 26. Februar die Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“ zu sehen.

(Text und Bild mit freundlicher Genehmigung via AIP)

  06.03.09 – Superfluous Show   


06.03.09 | HARDCORE / PUNK SHOW | JUZ KNAST
Magdeburg | UMFASUNGSSTRASSE 76 | DOORS 9 pm

Superfluous Shows gehen in die nächste Runde. Diesmal geben sich BALBOA BURNOUT (ex-El Mariachi), SEPTIC DIETER (ich liebe diese Anspielung) und I PROMISE (ich bin gespannt!) die Ehre.

Die Myspace Selbstbeschreibung von Balboa Burnout geb ich auch mal zum Besten:

Der Balboa Burnout entsteht seit 2007. Alte Genossenschaften wie BARAKA, EL MARIACHI und COMMANDO ROBERT wurden mit weinendem oder lachendem Auge dicht gemacht um eine neue, gemeinsame Ayatollah–Hardcore-Roller-Punk Zukunft zu gestalten. Melodie ist Trumpf- nicht kitschig, deutsche Texte sind Trumpf – nicht peinlich; Eine/r wird gewinnen- Baby! Willkommen im Club..

Anhören:
Balboa Burnout: myspace.com/balboaburnout
Septic Dieter: myspace.com/septicdieter

  Al Qaeda Says: 9/11 Conspiracy Theories ‚Ridiculous‘   


9/11 Conspiracy Theories ‚Ridiculous,‘ Al Qaeda Says

Danke an das Onion News Network für den so eben verpassten Lachanfall.