Der Film: Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari von einem immer wiederkehrenden Alptraum, in dem er von 26 dämonischen Hunden gejagt wird. Jede Nacht, immer genau 26 Bestien. Die beiden Männer kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon Krieg bestehen muss. Ari ist überrascht, denn er hat jegliche Erinnerung an diese Zeit verloren. Verstört macht er sich auf, Freunde und Kameraden von damals zu besuchen und zu befragen. Er muss die Wahrheit über jene Zeit und über sich selbst herausfinden. Je tiefer Ari in seine Vergangenheit eindringt, desto klarer werden seine Gedanken und die verdrängten Erlebnisse erscheinen in surrealen Bildern…
Basierend auf realen Interviews und Ereignissen, ist WALTZ WITH BASHIR der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit – eine Reise in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West Beirut während des ersten Libanonkrieges – auf fantastische und packende Art visualisiert. Die israelisch-deutsch-französische Koproduktion gilt seit ihrer Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes und weiteren Festivalaufführungen als das wohl außergewöhnlichste Kinoereignis in 2008. (via)
Ich bin eben über ein Bild der LL-Demo in Berlin gestoßen. Ich konnte diesem Brimborium in einer Mischung aus Bierzeltatmosphäre, peinlicher Selbstinszenierung und Sammelbecken für jede Gruppe die Marx` Kritik zum Marxismus pervertiert hat, ja schon vorher nicht viel abgewinnen. Im Groben und Ganzen war es mir einfach egal. Dieses Bild (und ein paar andere) haben mich aber wirklich schockiert. Dieses Transparent ist in seiner Symbolik an Selbstgefälligkeit wohl schwer zu überbieten. Da wird ein vermummten Typ in eine imaginäre Linie mit Liebknecht und Luxemburg gesetzt, um wohl sowas wie historische Kontinuität und Bezug zu suggerieren. Dahinter passend: ein Haufen Vermummter. Muss ja. Der Vermummte auf dem Transparent als Klischeevorstellung des autonomen Kämpfers; die unbedingte und unreflektierte Ausstrahlung von Uniformiertheit und Gewalt – Sinnbild einer Vorstellung von „linker Politik“ oder „linken Weltbildern“? Das ist Selbstsuggestion und Balsam für die militante Seele. Neben so großen Namen kann man sich als Idealtypus „Autonomer Kämfer“ auch groß fühlen; historisch bedeutsam und sowieso ganz doll politisch. Geschichte mach Platz: Hier kommt ein Selbsthilfetreffen! Hinter dem Transparent kann man dann die gewohnten und gewohnt langweiligen Verhaltensmuster abspulen. Kaputze hoch! Sonnebrille reingeklingt und bitte den Schal ab und an auch über die Nasenspitze. Man ist ja autonom und lässt sich nix sagen. Von den Bullen schon garnicht. Die sollen mal aufs Transparent gucken! Ein Hauch von Verbotenem liegt wahrlich in der Luft während bedingungslose Kritik an Staat und Kapital zur Kostümierung wird; schrumpft zusammen bis zur Unkenntlichkeit. Obszön wird es dann vollends mit dem Marx-Transparent. Wenn im Kapitalverhältniss wirklich schamlos alles seine Verwertung finden kann, so schafft es „die Linke“ ganz toll Kritiker_innen und historisch bedeutsame Menschen schamlos zu Verwerten. Marx, Liebknecht, Luxemburg … nicht mehr als bunte Bilder. Na wenigstens kann man am Ende drüber erzählen wer so alles da war und wie scheiße die Cops wieder drauf waren …
So, bevor ich mich weingeschwängert schlafen lege noch ein paar shortis, wie man so up-to-date sagt. 1. Ich bin positiv vom anarchistischen infoportal überrascht. Einfach so kommentarlos einen Eintrag von mir übernehmen. Lasst das mal nicht Zusammen Kämpfen erfahren. Ich bin so called schlechter Einfluss. haha. 2. ich glaube ich hab ein schlichtes Gemüt oder einen banalen Humor (Football in die Leisten!). Jedenfalls konnte ich mich köstlich und vor allem lange über diesen Kommentar zu diesem Posting des großen Vorsitzenden1 amüsieren. 3. Morgen aufstehen und Arbeiten. Was für ein Sonntag. Damit erübrigen sich auch Fragen ob ich nach Berlin zu Israel Solikundgebung (Ich nenn die jetzt einfach mal so) fahre. Workingclass Hero is something to be
http://waiting.blogsport.de/2009/01/09/so-110109-14-uhr-breitscheidplatz-warm-einpacken/ [zurück] (na wer hätte dazu ne Fußnote erwartet?
Mal schnell ein Hinweis auf die nächste FasRa Party. Nach dem Audiolith Floor beim letzten mal geht es diesmal sehr indielastig zu. Ich bin schon sehr gespannt wie Ter Haar Live sind.
LIVE // LIVE // LIVE Ter Haar (Berlin)
Ter Haar, benannt nach einer Romanfigur von Stanislaw Lem, kommen aus Berlin und koppeln Postrock mit Synthiesounds und Mathrock und verfeinern das Ganze mit zarten Popeinflüssen. Nicht umsonst wird diese Band bei Spex oder Motor hoch gehalten. Ihr Album Delta wurde von niemand geringerem als von Thom Kastning (Kate Mosh) produziert und reiht sich mühelos in den markanten Labelsound von Sinnbus Records ein. // http://www.myspace.com/terhaar
Levee.Levee (Magdeburg)
Nach verschiedenen Hardcore- und Indie-Projekten begibt sich Ben mit seinem Soloprojekt Levee.Levee auf die Bühnen. Der Singer-Songwriter schlägt dabei ruhige Töne an und schafft mit seiner Gitarre und seinem Gesang wunderschöne Klangwelten. „Ein Tausendsasse der zarten Klänge und Gefühle“ (urbanite 01/09) // http://www.myspace.com/leveeleveelevee
Ter Haar – Fabriken(get it here)
Exemplarisch möchte ich mal auf einen Artikel von Welt Online verweisen, der sich mit den antisemitischen Ausschreitungen der letzten Tage beschäftigt. Unter dem scheinheiligen Bezug auf den Gaza-Krieg werden antisemitische Anschläge verübt und in den Straßen antijüdische, antiisraelische und auch klar antisemitische Parolen gebrüllt. Man muss schon einen Sockenschuss haben um Antisemitimus als eine Reaktion auf das Handeln Israels deckeln zu wollen. Vielmehr wird, siehe Welt Online, der Gaza-Krieg zur Plattform bzw. wie ich es nenne würde, Projektionsfläche, für die antisemitische Gewalt in Wort und Tat. Um so erschreckender ist es, wenn Leute die sich für „Linke“ oder „Pazifisten“ halten, weiter, als ob es dies alles nicht gäbe, unreflektiert auf die nächste „Gaza-Soli“ rennen oder diese bewerben. Das es Antisemiten noch nie um Humanität ging, sondern eben immer nur um Antisemitismus, ist ja eigentlich keine neue Erkenntnis.
In Brüssel versuchten Unbekannte, eine Synagoge anzuzünden. In den Niederlanden wurde das sozialistische Parlamentsmitglied Harry van Bommel auf einer Demonstration gesichtet, er skandierte „Intifada, Intifada, Palästina frei!“. Teilnehmer der Demonstration berichteten niederländischen Medien, sie hätten „Juden ins Gas“-Rufe aus dem Hintergrund vernommen, auch in Frankfurt soll Ähnliches gebrüllt worden sein. Im schwedischen Helsingborg schlug jemand das Fenster eines Gebäudes der jüdischen Gemeinde ein und warf einen Brandsatz hinein. Ein palästinensischer Einwanderer verletzte in Dänemark zwei Israelis mit Schüssen. In London wurde ein Brandanschlag auf eine Synagoge verübt. Und Europa steht mit dem Problem nicht allein da: In der Türkei musste ein Basketball-Europapokalspiel abgesagt werden, weil Fans des türkischen Vereins in der Halle antiisraelische Parolen skandierten. Die Spieler des israelischen Klubs Bnei Hasharon mussten in die Umkleidekabine flüchten. In der ganzen Welt wurden bei Demonstrationen israelische Flaggen verbrannt, Davidsterne Hakenkreuzen gleichgesetzt.
Der Beitrag auf den ich hinweisen möchte ist schon etwas älter aber, was bedenklich ist, gerade immernoch hoch aktuell. Auf einer Diskussionsveranstaltung zum Umgang der deutschen Medien mit dem Nahostkonflikt hielt Eldad Beck (Deutschlandkorrespondent für Yedioth Ahronoth), auf den ich schon einmal hingewiesen hatte, einen Redebeitrag den ich sehr bemerkenswert finde.
Redebeitrag von Eldad Beck:
Die Berichterstattung vieler Medien in Deutschland über Israel, über den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis und über den allgemeinen Konflikt zwischen der arabischen Welt und Israel leidet oft unter Einseitigkeit, tendenziöser Analyse der Lage in dieser Region, subjektiven Vorurteilen, Vereinfachung der komplexen Realität und einer fehlenden historischen Vision der Taten.
Oft scheint es, als versuchten große Teile der Deutschen Presse, nicht über die Lage in dieser Region der Welt zu berichten, sondern in der Sache zu entscheiden – wer hat Recht, und wer nicht. Journalisten und Redakteure sind nicht mehr objektive Presse-Leute, sondern werden Richter: sie beurteilen, wer schuldig ist und wer nicht, wer verantwortlich ist und wer nicht, und das durch die Wahl ihrer Worte, ihrer Titel, ihrer Fotos und durch die Themen, über die sie schreiben oder berichten. Mann kann leider selten von beruflicher Objektivität sprechen. Man engagiert sich, man zeigt sich solidarisch mit einer Seite, man lässt oft seine Emotionen sprechen.
Da ich gerade keine Zeit finde selber groß was dazu zu schreiben, mache ich es mir einfach und (re)poste einfach einen Beitrag von NKOTB.
Nachhilfe in Sachen Drohgebärden
vor etwa einer Woche meinte[n] ein [paar] Halbstarke[r] neben der Eingangstür des Hauses, in dem sich unsere gefährliche antideutsche WG befindet, eine Nachricht an uns hinterlassen zu müssen: “1. April Auszug! Basta!” mein erster Gedanke war so etwa: “Wow, 3 Monate Kündigungsfrist beachtet”, gefolgt von der Wut über die Dreistigkeit. aber überraschen tut sowas eigentlich auch nicht. und so dachte ich mir irgendwann “Auszug, sonst was?”. wisst ihr denn nicht, wie Drohungen funktionieren, Leute?! es ist im Prinzip ganz einfach: wenn (nicht) A, dann (nicht) B. es geht also darum, einen Druck aufzubauen, um eine Handlund zu erzwingen. verstanden? vielleicht kann das ja mal noch jemand ergänzen. und wenn ihr keine Idee habt, dann fragt doch einfach nochmal nach, ich kann da sicher helfen.
… gehen an Adolar. Nun ist es offiziell mit dem Release auf Unterm Durchschnitt. Freut mich für euch! (Bild via)
good news for your private entertainment: there will be two new releases set on february/march 2009. one will be with the band ADOLAR and their debut will be titled as „planet rapidia“. the output will be a 7″ E.P., a digital bonustrack will be available via iTunes and fineTunes and co.
we will keep you up to date and give you more infos about his band soon!
So dämlich dieser Typ mit seinem Schild auf den ersten Blick wirkt, so erschreckend ist es was gerade alles und verstärkt als Kritik an Israels Vorgehen in Gaza durchgehen kann. Ob nun Auschwitz nach Gaza halluziniert wird (2) oder lieber gleich mit Hamas-Outfit rumgerannt wird (2). So lustig der Schreibfehler oben erstmal scheint, so widerwärtig ist die eigentliche Forderung. Die Vernichtungswünsche gehören offenbar zum guten Ton. Die Rezeption reicht der Terrorforderung die Hand und relativiert sie. Der Spiegel beispielsweise, kommentiert ein Foto eines jungen Mannes mit einem Schild mit der Aufschrift „The End Of Israel Is Our „Key“ To Be „Free“" mit „A Lebanese demonstrator carries protest placards in Beirut […]“. Lieber Spiegel, das ist kein Protest oder Wunsch nach Frieden, das ist Vernichtungswunsch. Das ist der Wunsch nach einem Frieden ohne Israel und dieser Frieden bedeutet Massenmord. Nichts anderes.
Btw.: Das oben ist wohl kein Schreibfehler sondern als Code scheinbar gebräuchlich.
Ergänzung
(via Zeitung für Schland) Der Krieg in Gaza: Ist er wirklich so schwer zu verstehen? von Barry Rubin (lesen …)
Update
Natürlich weiß auch der ein oder andere Kommentar bei Indy wieder zu verstören. Manchmal will man auch nur noch kotzen. Das viele, wenn nicht alle, der „Soli-Artikel“ gerade nicht besser sind, sei der vollständigkeitshalber mal noch erwähnt. Hier mal ein kleines aktuelles Indyfundstück1: Wo eine/r noch berechtigt fragt ob er/sie da (wirklich) eine Hisbullah-Fahne auf einer so genannten „Soli-Demo“ sehen muss, kommt die Solierklärung für Terror gegen Jüdinnen und Juden gleich hinterher. Ganz großes Tennis.