Archiv für Dezember 2008

  Mehr hab ich zu 2008 eigentlich nicht mehr zu sagen   


bis 2009 dann :)

  Bitte feiern sie hier!   


31.12.08 – 22.00 Uhr BANG BANG! – Sülwestar – Blow up! Magdeburg – vorne ins neue jahr mit: Atzetone, Dirg Trig, Dj Tork, Hardhorst, Just Etienne, Lorenz Kraach, Mal-Vien, Marcy Hell, Matthias Helbing, Nasca

Und gute Vorsätze fürs neue Jahr war`n als Kind schon Scheiße!
;)

  Answering Israel’s critics   

Dank no blood for sauerkraut bin ich auf diesen Artikel von Yigal Walt auf ynet gestoßen in dem die Nahostberichterstattung (mittlerweile sind ja alle Nahostexperten … ) ziemlich treffen kritisiert wird.

You mean to say that “one of the most powerful armies in the world” has been bombing Gaza for days, deploying massive air power, dropping hundreds of bombs, and ultimately killing a grand total of 50 civilians or so in the “most crowded place on earth?”

There are two options here: A) The Israeli army is not targeting civilians, or B) Israeli pilots suck. We tend to go with option A.

Update: Weil es so gut passt noch was von Cox & Forkum hinterher.

(via)

  dailys #24   


Das wollte ich mal los werden :)

  dailys #23 feat. Terminhinweis 16.01.09   


16.01.09 | HARDCORE SHOW | JUZ KNAST
Magdeburg | UMFASUNGSSTRASSE 76 | DOORS 9 pm

ALPINIST: CRUST-HC NACH FROM ASHES RISE ODER TRAGEDY
BLACK FREIGHTER: DÜSTER UND SCHWERER HC ZWISCHEN HIS HERO IS GONE
UND MASTODON WRAKK: ANGEPISSTER HC-PUNK AUS LEIPZIG

+++www.superfluous.tk+++

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  M – Eine Stadt sucht einen Mörder   

So ich hab mal eben ein Stück Filmgeschichte rausgewühlt. Quasi ein nachgereichtes Weihnachtsgeschenk oder so. Weiß ja nicht ob das alle Leser_innen überhaupt begehen. Jedenfalls ist der Film unbedingt zu empfehlen – ob mit oder ohne Weihnachten. Wer nicht zuviel vorweg gespoilt bekommen möchte, sollte vielleicht erst den Film ansehen und dann erst den nachfolgenden Text lesen.

1931 erschien der Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ von Fritz Lang, der auch für Filme wie Metropolis (1927) oder Auch Henker sterben (1943) verantwortlich zeichnet. Für meine Begriffe hat Lang hier ein filmisches Meisterwerk hinterlassen. Erzählt wird zuerst die Geschichte eines Kindermörders in einer nicht benannten Stadt. Nach einem neuerlichen Mord an einem Kind setzt der Film ein um seinen eigentlichen Gehalt zu entwickeln. Die Polizei intensiviert die Ermittlungen. In penibler Weise wird der kriminalistische Alltag dargestellt. Auf den Straßen folgt der Angst vor dem Mörder, der jeder und jede sein kann – das Motiv der unbestimmten Todesangst wird aufgebaut – der Hysterie. Der Hysterie, dem Verdacht jedes Menschen, jedem anderen Menschen das Morden zuzutrauen.
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  Waiting for Salvation   


Terminator 1 und 2 habe ich wahrlich vergöttert. Teil 3 habe ich dagegen für den letzten Scheiß gehalten. Daran hat sich nichts geändert. Diese unmotivierte Aneinanderreihung von schlechten aber teuren Actionszenen hatte eben Glück zumindest durch das Corporate Design von Terminator etwas aufgewertet zu werden. Für den neuen Terminator Teil muss man diesen Teil zum Glück nichtmal gesehen haben – das verleiht auch dem Titel, Salvation, eine gewisse ironische Doppeldeutigkeit. Die Story spielt vor Teil 1 (sowas ist wohl gerade in) und zeigt Christian Bale (Yeah!) als John Connor (Yes!) im Kampf des menschlichen Widerstands gegen Skynet (Whoohoo!). Must see.

  Nachlese: Reeducation Gala   

Ich wurde gefragt ob ich nicht mal was zum Egotronic Konzert im Blow Up schreiben mag. Also natürlich auch zu den Vorträgen von Jan Gerber und Justus Wertmüller. Ich will es mal versuchen.

Der Salon Bolschewique und die AG No Tears For Krauts hatten am 18.12. zur großen Reeducation Gala geladen. Jan Gerber eröffnete den Abend mit einem Vortrag, der sich in weiten Teilen an seinem Artikel Magdeburg – Napoli (Dänger: der Link führt zur Bahamas. haha) orientierte und versuchte das „Magdeburger Gefühl zu skizzieren: „Schunkelstimmung verschmilzt mit Weinerlichkeit und DDR-Nostalgie. Das und Unmengen Alkohol ergeben zusammen das Magdeburger Gefühl, von allen nur „belogen und betrogen“ zu werden, und damit verbunden ein Verfolgungsbedürfnis gegen alle, die die heile Welt von „Achims Hitparade“, dem „Riverboat“ oder – für die Jüngeren – der „Morningshow“ des Radiosenders MDR-Sputnik stören.[…] Die Lähmung und gleichzeitige Brutalisierung des öffentlichen Lebens wirkte und wirkt sich auch auf den allgemeinen Zustand der linken Szene Magdeburgs aus.“ Da es wohl leiden keinen Mitschnitt gibt, kann ich nur nochmal auf den Artikel verweisen, der die Kernthesen beinhaltet.

Den Vortrag von Justus Wertmüller habe ich nur stückweise mitbekommen, da der Raum einfach grandios überfüllt war, was dazu führte, das ich unweigerlich die ganze Zeit stehen musste. Für das Anhören zweier Vorträge eine sehr anstrengende Angelegenheit. Eine konsistente Zusammenfassung ist mir daher nicht möglich. Natürlich ging es um die Frage für was man als bedingungsloser Kritiker der Verhältnisse einstehen würde und was das insgesondere für und gegen eine so called Linke bedeuten würde. Alles in allem habe ich eigentlich nicht viel neues gehört aber zumindest bei einigen bissigen Polemiken meinen Spaß gehabt. Die folgende Diskussion fand ich eher langweilig, da leider am eigentlichen Thema – was man denn von einigen Teilen der magdeburger Linken zu halten habe – sicher vorbeidiskutiert wurde. Mein Eindruck war, das man sich da mit Nebendiskussionen darum drückte, vielleicht doch mal Standpunkt zu beziehen.

Danach folgte dann Egotronic. Das Blow Up! war voll, viele Leute auch und die Stimmung war wohl ziemlich gut. Tja was soll ich zu Egotronic Auftritten noch schreiben? Einfach hingehen und dabei sein, würde ich sagen.

Remember:
„Linksautonome überfallen Linke bei Israel-Vortrag “
Schlagzeile auf Seite 1 der Magdeburger Volksstimme vom 29.06.07

Was man wohl festhalten kann, ist, wenn es störungsfreie Vorträge mit Autoren der Bahamas und rappelvolle Egotronic Konzerte in Magdeburg gibt, das sich in Magdeburg seit den Angriffen auf die Veranstaltungen des AIP 2007 einiges geändert hat. Das ist doch erfreulich.

  21.12. Sonntagsmatinee #2   

Your Fall, Locked In & The Black End @ Blow Up! Magdeburg. Door: 16:00 !

(Bild via Looked In)

  what the …   

Position beziehen gegen Rassisten, Nationalisten, und positiven Antisemitismus (via)

Ja ich weiß, ich bin bestimmt selbst Schuld, dass ich mir Indymedia antue aber bitte was soll denn das werden? Wird jetzt schon unterteilt in guten und bösen Antisemitismus? schlimm schlimm

  AG EA: Dokumentation der zweiten Antifaschistischen Hochschultage   

Die Mitschnitte der zweiten Antifaschistischen Hochschultage kann man sich nun auf der AG EA Seite anhören: klick

  ich fühle mich ertappt   

„You‘re Dennis the Peasant: an avid proponent of anarcho-syndicalism, you‘re not afraid to speak your mind. Just be wary of those who seem to be (or at least pass themselves off to be) authority figures.“

Irgendwie kann man mich mit diese Which-Character-are-you Sachen immer und immer wieder ablenken. schlimm schlimm (via)

  Warum Adorno-Schüler Jazz und Pop so sehr mögen   

Das neue Exrablatt ist ja endlich erschienen und wartet mit dem zweiten Teil von Gerhard Scheits „Roll Over Adorno? – Kleine Musikgeschichte des Fordismus“ auf. Beide Teile sind nun auch online verfügbar und empfehle ich gern weiter. Zur Einstimmung hier mal das „Intro“.

Warum Adorno-Schüler Jazz und Pop so sehr mögen

Eine der Anekdoten Eckhard Henscheids über die Helden der Frankfurter Schule handelt von Prof. Adornos Verhältnis zur populären Musik: »Immer wieder und herb kritisierte Adorno in Buch und Gespräch die Jazzmusik. Ein Student fragte ihn, ob dies Verdikt auch für die neue Popmusik gelte, für die Beatles z.B. Adorno schwieg zuerst und dachte sehr lange nach. Erst auf die nochmalige dringliche Anfrage, ob seiner Meinung nach die Beatles auch schlecht seien, antwortete er langsam: ›Ja, die auch.‹«1 Tatsächlich bedeutete das Jazz-Verdikt Adornos für die nachfolgende Generation der Adorno-Schüler und -Leser oftmals ein Problem, da nicht wenige Jazz- oder Rock-Fans darunter waren, die vielleicht sogar nebenher in einer Band spielten – und ausgerechnet der Meister der Negativen Dialektik sollte ihnen diesen Rhythmus verderben, bei dem sie vor lauter Negativität Arme und Beine förmlich zucken spürten? Wer gewieft genug war, machte aus dieser seelischen oder sogar körperlichen Not eine akademische Tugend und erwarb seine wissenschaftlichen Meriten über das Thema, warum Prof. Adorno den Jazz oder die Beatles nicht leiden konnte, stellte den Professor vom Kopf aufs Tanzbein und fand heraus, dass dieser den wirklichen Jazz oder den wirklichen Rock gar nicht kennen konnte, weil er eben nicht zuletzt ein Bildungsbürger war, und dass darum für Produkte der Kulturindustrie dasselbe oder etwas Ähnliches oder etwas Vergleichbares gelten müsse, wie für jene Kunstwerke, die Adorno favorisiert habe, zumal die Kunstautonomie ohnehin abgestorben sei etc.

Aber es ist seltsam: Adorno lässt sich nicht verjazzen, die Negative Dialektik nicht einmal rappen. Die Differenz zwischen U- und E-Musik ist mehr als die Grenze zwischen zwei Marktsegmenten – sie hat in der Produktion ihren Sitz, und bis dorthin reicht die beschwingte Adorno-Kritik der akademischen Vatermörder meist nicht. Wenn es aber über das ausgeleierte Thema autonome Kunst versus kulturindustriellen Pop, Atonal-Seriell-Minimal versus Jazz-Rock-Rap, noch irgendetwas zu sagen gibt, dann vielleicht im Zusammenhang mit der Durchsetzung abstrakter Arbeit als universaler Kategorie der Gesellschaft – Kunstautonomie und Kulturindustrie erscheinen als die beiden ästhetischen Seiten dieser Durchsetzung. Und bei Adorno, der im Unterschied zu den meisten seiner verjazzten und poppigen Kritiker noch einen Begriff von Wertkritik – als Kritik der abstrakten Arbeit – hatte, ist gerade dieser Zusammenhang etwas verdeckt, aber vorhanden. Ihn ein wenig ans Licht zu bringen, versuchen die folgenden Überlegungen.

Weiter: Teil 1 | Teil 2

  Super Flu @ Kunstkantine   


Super Flu played Gum Remix / DEKADENT007 from Dekadent Schallplatten on Vimeo.

Hier mal noch eben ein paar Impression von Super Flu in der Kunstkantine nachgereicht. Also schön gucken und auf den 25. Dezember freuen, wenn die Kunstkantine ihr 6-Jähriges feiert.

  Gleich: Tiger Lou   


(Bild: www.tigerlou.net)

Der Rodeo Club wird 4 und feiert das Ganze heute im Projekt 7. Überraschender Weise hab ich jetzt doch noch ne Karte bekommen und kann mir zur Feier des Tages Tiger Lou und Firefox AK anschauen und anhören gehen.

Nach vier Jahren mit unzähligen Konzerten, durchtanzten und durchzechten Nächten wollen wir mit Euch zusammen unseren Geburtstag zelebrieren. Und was würde besser passen, als mit Jemandem zu feiern, der uns über all die Jahre begleitet und immer wieder besucht hat. Mr. Rasmus Kellermann a.k.a. Tiger Lou.
Ganze drei Jahre ließ er sich Zeit um ein neues Album aufzunehmen. Zwischenzeitlich zog er sogar nach Berlin um sich inspirieren zu lassen. Letztendlich hat sich das Warten gelohnt. Am 13.12.08 wird er uns „A Partial Print“ live im Projekt 7 präsentieren. Die neue Platte beginnt dort, wo die Letzte („The Loyal“) aufhörte. Große Indierock-Songs mit nicht zu verachtender Hingabe zu den düsteren Pop-Songs der 80er Jahre. Danach kommen Kellermann-typische Electrobeat-Spielereien hinzu, bevor mit „Odessa“ ein erster richtiger Höhepunkt folgt. Danach geht es munter weiter in bester „The Loyal“ Tradition bis das Album zum Ende hin mit der ersten Single „Crushed by a crowd“ und dem zehnminütige Titelsong „A Partial Print“ ein würdiges Ende findet. Unterstützt wird Tiger Lou an diesem Abend von seiner Frau Andrea Kellermann und deren Projekt Firefox AK. Auch sie hat mittlerweile eine Band um sich geschart und vor kurzem ihr neues Album“If I were a Melody“ veröffentlicht.
Alles in Allem ein großartiger Abend der Euch da erwartet und der natürlich bei einer zünftigen Aftershow-Party im Club seinen Abschluss finden wird.

(via)