Archiv für November 2008

  Terminhinweis und dailys #20   


So im extra fiesen Format mal das Plakat für die nächste Party des Fachschaftsrats der FGSE. Gibt ne dicke AUDIOLITH Stage mit: 1 foot in da Rave (Torsun aka Nick Rave und Rampue aka Rave Digger) und Scheckkartenpunk

Ich freu mich :)

  Doku: Die Herrschaft der Kolportage – Ein neo-stalinistischer Putsch gegen die linke Gegenöffentlichkeit   

Wenn es schon im Posteingang liegt, dann will ich es auch gern posten. Zwar kann man darüber diskutieren warum ca ira auf diese Messe will – also Motivation und so aber wenn sie ausgeschlossen werden, ist das ja ein übergeholfene Maßnahme deren ausgelöste Reaktionen ich gern eine öffentlichkeit biete. In diesem Sinne: man steigt auch nicht mehr aus – man wird ausgestiegen (na von wem isses?)

Presseerklärung des ça ira-Verlags und der AG Kritische Theorie
zum Ausschluß aus der Linken Literaturmesse Nürnberg am 16. 11. 2008

Seit vielen Jahren nimmt der ça ira-Verlag an der seit 1996 in Nürnberg stattfindenden Linken Literaturmesse teil, die vom Metroproletan-Archiv und dem Gostenhofener Literatur- und Kulturverein Libresso im „K4″ ausgerichtet wird, in diesem November unter dem Motto „Alternativ zum kapitalistischen Mainstream“. In einer recht gut besuchten Diskussionsveranstaltung präsentierte Fabian Kettner den Sammelband „Theorie als Kritik“,
den er mit Paul Mentz (beide Rote Ruhr-Uni, Bochum) herausgegeben hat; im letzten Jahr stellten Joachim Bruhn und Jan Gerber das Buch „Rote Armee Fiktion“ vor.

Bis 2007 wurde der ça ira-Verlag von der Mehrheit der ca. fünfzig Aussteller zwar nicht gerade heiß und innig geliebt, aber zumindest geduldet – und mehr war wohl auch nie zu erwarten, vertritt doch unser Verlagsprogramm mit Autoren wie Johannes Agnoli, Hans-Georg Backhaus und Moishe Postone eine subversive Kritik in der Tradition der Kritischen Theorie Frankfurter Machart, d.h. den Versuch der Synthese einer avantgardistischen Marx-Lektüre jenseits von Sozialdemokratie und Stalinismus mit polemischer Sozialkritik und Aufklärung über den Antisemitismus, auch und gerade in seiner Spielart des Antizionismus von Links. Dafür interessierte sich zwar ein (für unsere kleinen Verhältnisse) ansehnlicher Teil des Publikums, nicht aber die Mehrheit der Aussteller und der Organisatoren.

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  kommentar des monats #2   

Leute die genervt sind, wenn man über Antisemitismus spricht, sind mir ja die liebsten. Daher habe ich auch mal ganz spontan meinen nächsten Kommentar des Monats gekührt. The lovely Antideutscher Antizionist bereicherte die Kommentare zur Ausstellung „Das hat’s bei uns nicht gegeben! – Antisemitismus in der DDR“ auf überraschende und entlarvende Weise.

Here we go:
Antideutscher Antizionist 23. November 2008 um 18:22 Uhr
Ein Buch über Antikommunismus und Antisolidarität von Exlinken wäre die ideale Ergänzung.

Wer von euch ist nach sovielen Antisemitismuspredigten noch nicht religiös, ich meine, durch und durch? Dass ihr es vorzieht, hier in Deutschland Widerstand zu leisten, statt ins Gelobte Land auszuwandern, kann man euch dann doch als letzten Rest von Mitmenschlichkeit anrechnen. In doppeltem Sinne.

  Terminhinweis: „Das hat’s bei uns nicht gegeben!“ Antisemitismus in der DDR – Ausstellungseröffnung und Vorträge   

Ab dem 25. November ist besagte Ausstellung in der Stadtbibliothek in Magdeburg zu sehen und wird auch bestimmt hier in Magdeburg ordentlich polarisieren, wenn gegen den Staatsantifaschismus die Frage nach Antisemitismus in der DDR gestellt wird. Das Ganze findet meines Wissens nach im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus statt und wartet noch mit einigen Begleitvorträgen auf.

Das Programm:

Dienstag, 25. November | 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Magdeburg
Ausstellungseröffnung
mit Konrad Weiß, freier Publizist und Heike Radvan, Amadeu Antonio Stiftung

Dienstag, 02. Dezember | 16.30 Uhr, Stadtbibliothek Magdeburg
„Bei uns doch nicht.“ Vom nicht gelebten Jüdischsein und antisemitischer Atmosphäre in der DDR
Öffentliches Gespräch mit Vera Feldmann, Kabarettistin und Heike Radvan

Donnerstag, 11. Dezember | 19.30 Uhr, Forum Gestaltung
Umgestoßene Erinnerung. Schändungen jüdischer Friedhöfe in der DDR
Vortrag von Monika Schmidt, Historikerin

  With great power comes great responsibility.   

Dieses Spiderman-Credo musste jetzt einfach sein um mal nerdig darauf hin zu weisen, dass „Ihr“ schuld seid, das dieser befindlichkeitsfixierte und selbstgefällige Blog in den Blogsport Charts gelandet ist. Entweder habe ich besonders viele „Fans“ oder besonders viele „Feinde“ … so oder so ist der Pagezugriff gerade ziemlich stark.

Ich nutze die Gelegenheit gleich mal um auf die Überarbeitung des Portfolios hinzuweisen. Danke für den freundlichen Hinweis per Mail, doch das Ganze mit Lightbox zu verfeinern. Ich hoffe es gefällt so. Weitere Verbesserungsvorschläge nehm ich gerne an :)

  Iran: A nation of bloggers   


Iran: A nation of bloggers from Mr.Aaron on Vimeo.
Ziemlich beeindruckendes Video das Studierende der Vancouver Film School da abgeliefert haben. (via Nerdcore)

  dailys #19   


So hier mal nachgeschoben ein etwas älteres Artwork. Das Ganze war mal ein Plakat für ein Soophie Nun Squat Konzert in Berlin. Müsste 2005 gewesen sein. Hab das Motiv unlängst aber auch als irgendeinen Antifaaufkleber entdeckt. Schon lustig wo die Sachen so landen.

  Dates November und Dezember   

Okay der Titel ist eigentlich falsch. Es müsste Ende November und ein bisschen Dezember heißen. Oder so ähnlich. Wie dem auch sei, hier mal noch ein paar Hinweise auf dies und das in Magdeburg.

20.11.08 | Blow Up! Magdeburg | Lesung

Gerhard Henschel: „Die Springer-Bibel“

Nach dem Erscheinen der „Bild-Volksbibel“, der „Bild-Gold-Bibel“ und der „Bild Benedikt Bibel“ wird es nun allmählich Zeit für eine „Springer-Bibel“, in der die bewegte Geschichte dieses Verlagshauses erzählt wird, nach biblischem Muster: „Das 1. Buch Axel“, „Das 2. Buch Axel“, „Das 3. Buch Axel“ …

Zur Sprache kommen dabei u.a. die Beziehungen Konrad Adenauers zur Bild-Zeitung („Das Buch Konrad“), die Attacken gegen den jungen Jimi Hendrix in Hörzu („Das Buch Jimi“), der folgenschwere Einsatz der Bild-Zeitung für den formschwachen Nationalspieler Lothar Emmerich, genannt „Emma“ („Das 1. Buch Emma“), die Kooperation einer berühmten Feministin mit der Bild-Zeitung („Das 2. Buch Emma“) und viele große und kleine Affären und Schlagzeilen, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind: „Ramm-Bamm! Rattattatta!“ (Bild, 26.11.1969) „Was junge Ehefrauen bei den Orgien des Satans alles treiben“ (Bild, 17.12.1974), „Sex-Gier – Er köpfte 17 Männer – Teile gekocht“ (Bild, 9.2.1983) …

Man sieht: „Axel Springer hat niemals die wahren kulturellen Werte aus den Augen verloren“ (Ronald Reagan). In der „Springer-Bibel“ treten auf: Heinrich Lübke, Dieter Bohlen, Harald Juhnke, Rudi Dutschke, Wolfgang Neuss, Rudi Carrell, Wim Thoelke, Carmen Thomas, Wolfgang Huber, Franz Beckenbauer, Chlodwig Poth, Oskar Kokoschka, Hubert Burda, Helmut Kohl, Friede Springer, Kai Diekmann und viele andere Personen des öffentlichen Lebens. Dabei entsteht wie von selbst das große und wüste, oft auch komische und groteske Panorama eines halben Jahrhunderts deutscher Zeit- und Mediengeschichte.

Infos auf: www.salon-bolschewique.de

22.11.08 | Jakelwood | Konzert

Snailhouse & Papertiger

Ich hab Snailhouse ja schon mehrfach angepriesen und werde auch nicht Müde immer wieder auf sie hinzuweisen. Wer also den kleinen aber feinen Auftritt des Sängers verpasst hat, kann jetzt die Chance nutzen nochma die ganze Band live zu erleben.

Snailhouse @ Myspace
Papertiger @ Myspace

Das Ganze geht pünktlich um 20:00 Uhr los!

27.11.08 | Blow Up! Magdeburg | Konzert

Escapado & Adolar

Schön Schön. Ich freu mich schon auf die chaotisch-emotionale Packung Hardcore. Escapado hab ich ja eh schon des öfteren gehypt, von daher bei eventueller Skepsis das Archiv durchforsten oder nochmal Myspace checken.

Escapado @ Myspace
Adolar @ Myspace

29.11.08 | Knast | Konzert

Dead Vows & Rebarker & Moa

Nach der schönen Hardcorematinee gehts weiter mit Superfluous-Shows. Nice
Dead Vows @ Myspace
Rebarker @ Myspace
Moa @ Myspace

18.12.08 | Blow Up! Magdeburg | Gala

Reeducation Gala

Das Blow Up macht seinem Namen alle Ehre. Zur Gala werden Justus Wertmüller und Jan Gerber erwartet. Den musikalischen Teil des Abends werden Egotronic beisteuern. 19 Uhr soll es mit den Vorträgen losgehen und ab 22:30 werden Egotronic übernehmen.

Ankündigung für die Vorträge:
Das Magdeburger Gefühl – ein Nachruf auf die deutsche Linke

Magdeburg ist nicht nur die heimliche Hauptstadt der Zone – hier verdichtet sich all das, was aus Fernsehberichten über unappetitliche Orte wie Delitzsch, Schocha, Röbel oder Schkeuditz bekannt ist. Auch die Magdeburger Linke ist in ihrer übergroßen Mehrheit eine Art Brennglas der deutschen Linken. Zwar will man in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts weder etwas von „Multituden“ und „Diskursen“ noch von „Gender“, „Critical whiteness“ oder „Dekonstruktivismus“ wissen – ganz zu schweigen von „kritischer“ Solidarität mit Israel. Hier hält die Mehrheitslinke, scheinbar unbeeindruckt von den bundesweiten Debatten, am klassischen Völkerkunde-Antiimperialismus, der Liebe zum Proletariat und der Parole „Tod den Zionisten“ fest. Gerade durch diese plumpe Art verraten die Magdeburger Volksfreunde allerdings immer wieder unfreiwillig, was sich hinter dem aufklärerisch und fortschrittlich daherkommenden Jargon ihrer Hamburger, Düsseldorfer oder Kreuzberger Genossen verbirgt. Die an Butler, Negri, Deleuze, Zuckermann und Co. geschulte deutsche Linke muss sich dementsprechend, wie nach zwei Überfällen auf Veranstaltungen der Israel-Solidarität im letzten Jahr geschehen, in dem Maß von der stumpfsinnigen Haudrauf-Mentalität der Magdeburger Antiimperialisten distanzieren, in dem sie deren Vorgehen gegen die Störer des linken Betriebsfriedens hinter vorgehaltener Hand gutheißt oder zumindest „verstehen“ kann. In diesem Sinn ist das „Magdeburger Gefühl“ auch ein Hamburger, Düsseldorfer oder Kreuzberger Gefühl.

Es sprechen Justus Wertmüller und Jan Gerber. Justus Wertmüller ist Redakteur der Zeitschrift „Bahamas“, Jan Gerber ist Mitherausgeber des Buches „Rote Armee Fiktion“ (Freiburg: Ça-Ira-Verlag 2007) und schreibt u.a. regelmäßig für „Bahamas“.

Eine Veranstaltung von Salon Bolschewique und der ag no tears for krauts Halle.

  a tribe called messenger   


Empire from Empire on Vimeo.

Fixed Gear Bikes in Action. Wunderschönes Video. Danke an Marvin für den Hinweis.

  widerlich   


Im Bild: Ergebnisse des Schülerstreiks in Berlin – Jugendliche verwüsten die Räume der HU in Berlin und zerstören eine Ausstellung zu jüdischen Unternehmen in der NS-Zeit1. (Auf das Bild klicken um zum Video zu kommen)

Sorry aber ich kriege da ne Gänsehaut, wenn so einen blinden losgelösten Mob sehe …

[Update: Indy-Tratsch]
na die anti-intelektuelle Hetze musste ja noch auf den Punkt gebracht werden:

Super weiter so !
Studenten geht kacken! 2

[Update #2:]
Idep wünscht sich klärende Texte und/oder Stellungnahmen zum genauen Ablauf :-)

  1. bitte korrigieren falls ich das thema falsch wieder gegeben habe [zurück]
  2. http://de.indymedia.org/2008/11/232434.shtml?c=on#c536315 [zurück]

  You‘re so fucking special   


Weezer cover Radiohead’s Creep, live in Portland from Dave Allen on Vimeo.

awesome

  Repost: Volksgemeinschaft vs. Kinderschänder?   

NKOTB hat dankenswerter Weise einen Bericht zum vergangenen Freitag geschrieben: Bitte mal hier lesen! Ich würde allerdings sagen das an der Kundgebung vor der jüdischen Gemeinde mehr Menschen teilgenommen haben. Schätzungsweise über 60, was ich für die kürze der Zeit schon sehr gut fand.

[Bericht 2] SPON [Fotos] Recherche Nord

  Erinnerung an den 9. November in Magdeburg   

Gegen 15 Uhr begann die Gedenkveranstaltung für die Opfer der Novemberpogrome in der Johanniskirche in Magdeburg. Schätzungsweise über 300 Menschen hatten sich dazu eingefunden. Ich war etwas unsicher was genau mich erwarten würde aber war über die Konzeption und den Ablauf sehr positiv überrascht. Die einzelnen Beiträge der unterschiedlichen Redner und Rednerinnen haben immer wieder sehr deutliche und ergreifende Worte gefunden. So nahm sich der Vertreter der Kirche die Rolle der Kirche im Nationalsozialismus nicht in Schutz, sondern sprach sich für einen ehrlichen Umgang mit der eigenen Vergangenheit als einen wichtigen Teil des Erinnerns und Gedenkens aus. In einer weitere Rede wurde gemahnt, dass das Erinnern auch ein aktives sein muss und das unter anderem bedeutet, es eben nicht hin zu nehmen, wenn ein Land der UNO Israels Existenzrecht in Frage stellt und sein Staatsführer den Holocaust in Frage stellt; es würde aber auch für die politische Landschafts Deutschlands bedeuten Israel keine ungebetenen Ratschläge zu erteilen. Zum Ende trat noch einmal der Chor der jüdischen Gemeinde auf bevor der Schweigemarsch zum Synagogenmahnmal begann.

Auch hier beteiligten sich etwa 300 Menschen. In völliger Ruhe und im abnehmenden Licht des Tages ging es durch die Innenstadt zum Synagogenmahnmal, wo die zahlreichen Kränze nach dem jüdischen Totengebet, gehalten vom Rabbiner Lototski, abgelegt wurden.

Im Anschluss fand im kulturhistorischen Museum die Premiere des Films „9. November 1939 – die Reichspogromnacht in Magdeburg“ verbunden mit einer Lesung aus den Erinnerungen des Rabbiners Georg Wilde statt. Die Lesung bestand aus den Aufzeichnungen Georg Wildes, in denen er seine 11 Tage in Buchenwald beschrieb.

Ich muss sagen ich war ehrlich überwältigt duch die vielen Eindrücke des Tages. Bezeichnend fand ich aber auch die nicht-Teilnahme derer, die zur „Not“ auch militant klar machen, das sie die Linke-Szene in Magdeburg sind … Ich weiß nicht ob ich das als Empathielosigkeit, Ignoranz oder ideologisch logisch werten soll. So oder so finde ich es beschämend …

Terminhinweis:
10.11.2008 // 18 Uhr // Uni-Bibliothek
Zeitzeuginnengespräch mit Gina Bormann
Infotext (AGEA)

zum weiterlesen: (via gruppe iskara)
BAK Shalom: 70 Jahre nach der Reichspogromnacht. Kein Vergessen! Kein Verzeihen!
Jungdemokrat_innen / Junge Linke Brandenburg: „I remember, remember the 9th of november…“

  Terminhinweise zum 9. Nov.   


Synagogenmahnmal in der Julius Bremer Straße in Magdeburg. Quelle: www.a-i-p.tk

Ankündigungstext der AGEA:
Am 9. November 2008 jähren sich die vor 70 Jahren begangenen Verbrechen der Novemberpogrome von 1938. In der Nacht vom 9. zum 10. November kam es in Deutschland und Österreich zu den bis dahin heftigsten Ausbrüchen von antisemitischer Gewalt. Die SA, bejubelt und unterstützt von der deutschen Bevölkerung, zog brandschatzend durch die Straßen. Die ungezügelten Gewalttaten richteten sich gegen Synagogen, jüdische Geschäfte sowie Friedhöfe, auch Jüdinnen und Juden selbst wurden Ziel des Mobs. Im Verlauf der Ausschreitungen wurden über 7000 Geschäfte zerstört, nahezu alle Synagogen und Friedhöfe wurden niedergebrannt oder erheblich beschädigt. Mehr als 400 Menschen fielen der deutschen Raserei an diesem Tag zum Opfer. 30.000 jüdische Menschen wurden verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Wahrnehmbarer Protest oder Widerstand aus der Bevölkerung regte sich nicht.

Am 9. November zeigte sich perfide, wie sich „ganz normale“ Menschen und Eliten im antisemitischen Terror einten: Während von der NSDAP-Elite die Anweisungen ausgegeben wurden, den Terror gegen die Jüdinnen und Juden nun ganz offen zu begehen, begleitete eine wütende, hasserfüllte Menge aktiv die SA, plünderte und mordete in manchen Gegenden noch Tage lang weiter. Mit diesem unglaublichen Akt der Gewalt wurde das fortgeführt, was sich schon mit etlichen früheren Demütigungen und Diskriminierungen gegen Jüdinnen und Juden angedeutet hatte: der offene Antisemitismus des Nationalsozialismus, der schlussendlich in der Shoa gipfelte.

Auch wenn der deutschen Barbarei und damit der massenhaften, industriell durchgeführten Vernichtung mit dem 8. Mai 1945 ein vorläufiges Ende bereitet wurde, vergeht heute kaum ein Tag, an dem nicht von neuen antisemitischen Untaten berichtet werden muss…

Aus diesem Grund rufen wir für den 9. November 2008 dazu auf, der Opfern der deutschen Verbrechen zu gedenken und wollen daran erinnern, dass der Antisemitismus, wenn auch in anderer Form, nach wie vor latent in der Gesellschaft vorhanden ist.

Im Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome und der Shoa wollen wir an der alljährlich stattfindenden Kranzniederlegung und Kundgebung der Stadt und der jüdischen Gemeinde Magdeburg am Synagogenmahnmal teilnehmen.

Termine:

15:00 Uhr: Gedenken in der Johanniskirche
Die Gedenkveranstaltung wird gemeinsam von beiden Kirchen, der Synagogengemeinde, dem Land Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt gestaltet.

Im Anschluss (ca. 17:00 Uhr): Schweigemarsch zum Synagogenmahnmal in der Julius Bremer Straße mit anschließender Kranzniederlegung.

Bis 21 Uhr ist für das persönliche stille Gedenken der Friedhof der Synagogengemeinde im Fermersleber Weg geöffnet.

  son top 3 scheiß   


schade das die dead fm doch ziemlich lahm war. aber dicke props für exit english


*autsch*


so großartig