Archiv für Juli 2008

  dailys #14   


not feelin` very well

schlechte laune + 30 min photoshop

  Was ich hasse   

Punka mit Ultima Thule Shirts: Dann lieber keine Attitüde und H&M-Wäsche als rechtsoffen mit bunten Haaren die Umwelt verpesten.

Klingeltöne von Relapse: Es reicht offenbar nicht, dass Punk Tod ist. Jetzt pisst Ihr ihm auch noch aufs Grab.

Glatzen in der S-Bahn:
Nein, ich will euer Landser-geheuele über Opa und Oma nicht hören! Geht sterben! I pray for Bombs …

  for the kids   


Heut mal so ein kleiner blogging overkill – darum gleich mal der nächste Eintrag. Diesmal was zum Hingeh`n & Abgeh`n. Die Kunstkantine ist ja nun in der offiziellen Sommerpause und daher gehts eben Open Air weiter. Nächsten Samstag an der Sternbrücke.

  Was du erwartet hast   

Escapado („mittelmäßiger mid-90ies screamo“ © schmelz) haben ein Video zu „Was du erwartet hast“ gemacht. Schön Low Budget produziert, viele Gitarren-Close-Ups, mit nem Typ mit weißer Maske der irgendwas macht und ne Menge emotionales Gezappel: Toll! :)

  herz*statt*kommerz   


Der ClickClickDecker begeistert mich ja schon mit seinen eigenen Songs (Wo ist eigentlich meine CD hin?) und mit Bratze. Doch auch der Initiative Herz statt Kommerz kann ich einiges abgewinnen. Auf Byte FM präsentieren er und Fass in monatlichen Abständen schöne Musik die man sich auch problemlos kostenfrei aus dem Netz beschaffen kann. Dazu gibts dann auch gleich noch ein schickes Coverartwork. Runde Sache: Basteln und schöne Musik dabei hören.

Die vergangenen Sendungen kann man sich hier ziehen:
http://herzstattkommerz.blogsport.de/

  dailys #13   

Wo ich gerade über die Endprodukte gestolpert bin … Hier 2 Entwürfe für Add Noise:

you can even Buy it! Hier mal die Finals:
ADD NOISE handwerk
ADD NOISE handwerk 2

  too retro to be oldschool   

Ich weiß zwar nicht, was einen dazu bewegt sowas wie 8bit Killer heute noch zu programmieren, zumindest nicht rational. Aber wahrscheinlich ist es ähnlich merkwürdig, wenn ich mir angesichts 32×32 Pixel Texturen und einer 64 Farben Farbpalette den Arsch abzufreue.

Also wer mal ne Runde asketisch Zocken will, fern von Antialasing, Bump Mapping, anisotropischer Filter und wie der ganze andere tolle Kram heißt, dem sein 8bit Killer ans Herz gelegt: gibbet hier

  mxtapelove #1   


Mixwit

und das da vieles nicht zusammen passt weiß ich selber ;-)

  fortschritt aufm Melt   

Ach schön Fortschritt.tv war auch da und spendiert gleich mal ein Video eines meiner persönlichen Highlights: Mr. Oizo


Mr. Oizo @ Melt! 2008 from fortschritt.tv on Vimeo.

  update fürs Schubladendenken   

So mal eben dem Trend hinterhergelaufen und auch mal diesen Test gemacht (40% via). Liebe Bloglesende, 10 knallharte Fragen habens jetzt nochmal ganz offiziell gemacht: Ich bin zu 70% Antideutsch, zu 30 % der gemäßigte Typ und zu 0% Antiimperialist.

Zu 70 % sind Sie: Der Antideutsche. Du bist ein radikaler Antideutscher. Dir kommt nichts Antiimperialistisches unter, und du bist immer modisch und hip. Weiter so!

  Urbanpiraten Yeah!   


Foto via Urbanpiraten Opening Party Pictures

Vorletzte Woche bei den Urbanpiraten in ihrer schicken Bude im Zentrum der Stadt. WG-Party-Feeling in Permanenz das ich gern supporte. Diesen Freitag spielen Begbie aus Magdeburg ein kleines feines unplugged Konzert. Und da den Urbanpiraten auch Afterhour ein Begriff ist, wird danach natürlich konsequent weiter gefeiert.

  there`s a light …   

So, zurück vom Melt. Ich werde mich jetzt nicht in ewigen Darstellungen verlieren, sondern lieber einige Bilder der wunderschönen Lichtspiele, die es zu sehen gab, liefern.

  Neurosis in Germany   


Yuppidu ich hab ne Karte bekommen :-D

  Anarchists for german Bedürfnisbefriedigung   

Was mir bei einer Veranstaltung in Magdeburg, wie auch beim Überfliegen dieses Artikels bei Indymedia aufgefallen ist, ist der verzerrte Kontext in denen die Gruppe Anarchists against the wall und ähliche Initiativen mit jüdischem Background in der so called deutschen Linken rezipiert werden. Es geht eben nicht um Linke, die es eben auch in anderen Ländern gibt und die auch dort aktiv sind und vor allem wie alle anderen auch, mal daneben liegen können und bei denen auch immer ihr Kontext beachtet und reflektiert gehört. Wenn sich deutsche Antizionisten jüdischen Postzionisten oder jüdischen Anarchisten ran karren, geht es eben nicht mehr um kritische Reflektion und einer Unterhaltung auf Augenhöhe, sondern wohl um Bedürfnisbefriedigung der besonderen Art. Der Eingeladene wird zum Entlastungszeugen für das eigene in Frage stellen des Existenzrechts Israels auf dem deutschem blutigen Boden; zur Bestätigung das man eben kein Antisemit ist wenn man vom „zionistischen Gebilde“ halluziniert und zionistische oder auch sekular pro-israelische Judenheiten verdammt. So muss dann auch der Jude wieder gleicher als gleich sein und darf sprechen, sofern er abschwört. Am, zum „Vorzeigejuden“ degradierten, interessiert nicht das Individuum, seine konkrete politische Einstellung oder gar die Komplexität von jewish identities (so gibt es oft kein Verständnis dafür was bsp. no-jewish jews sind), sondern das, wofür er oder sie instrumentalisiert werden kann und wird. In dieser wonnigen Wohlfühlhölle brauch man nicht mehr über Antisemitismus reden – gegen Kritik und Theorie wird das Bild eines Juden in Stellung gebracht, das eine antizionistische / antiimperealistische Linke aushalten und dulden kann um die, die auffallen, um so mehr und um so verbissener empathielos der Gewalt Preis geben zu können.

vergleichbare Artikel:
Antizionismus und psychologische Funktion
„Vorzeigejuden“? – Der Antisemiten liebste Juden

  Magdeburg … denn irgendwas ist ja immer   

Das man in Magdeburg in dem, was sich als linke Szene selbst inszeniert, kein Problem mit der Praxis- sondern eher mit der Theoriefrage hat, wird zum Leid der Mitmenschen immer wieder unter Beweis gestellt. Viel wichtiger und Hauptaugenmerk ist vor allem die Verknüpfung von „was Tun“ mit einem mindestens weltpolitischen Zusammenhang um noch den unbedeutensten Furz und sich selbst zu überhöhen. Wenn dann mal wieder ein brennender Mülleimer zum Vorschein der Revolution erhoben wird, ist der Selbstbetrug als Konsens eingestellt. Kein Spaziergang, kein Plakatieren, kein irgendwas, das nicht in den internationalen Kampf kontextualisiert werden könnte, ja sogar muss, um nicht der eigenen Irrelevanz in die Augen sehen zu müssen.

Und auch in dieser Woche wurde wieder Hand angelegt an die „[p]roletarische Selbstorganisierung“1, als, laut Indymedia 30, laut lokaler Tageszeitung 10, Menschen sich an einer „kämpferische Spontandemo“2, laut lokaler Tageszeitung Parkplatzaufenthalt und Flucht, beteiligten. Dann zogen die selbsternannten Kiezkönige durch den „linken Bezirk Stadtfeld“3, laut lokaler Tageszeitung nur „Stadtfeld“, um gegen die Überfremdung durch Yuppies4 vorzugehen und noch etwas kaputt zu machen. Nachdem man „luxussanierte“ Häuser mit Farbeiern beschmissen hatte, wurde nochmal darauf hingewiesen das man sich die Wohnungen darin – „Mieten senken“5 – nicht leisten könne – schon aus Prinzip nicht, da ja schon angekreidet wurde das sie luxussaniert6 wären. Dazu noch mal „No G8″ gebrüllt und sich auf Proteste gegen den G8 in Japan bezogen, damit es nicht nur Stumpfsinn, sondern wenigstens politischer Stumpfsinn mit weltpolitischem Kontext ist, den man da veranstaltete.

Ich glaube es war Zeitverschwendung darüber zu bloggen …

  1. zitiert nach: http://de.indymedia.org/2008/07/221769.shtml [zurück]
  2. ebd. [zurück]
  3. ebd. [zurück]
  4. ebd. Gerufen wurden so latte-macciato-feindliche Sachen wie „Yuppies raus“ [zurück]
  5. ebd. [zurück]
  6. offenbar eine schreckliche Vorstellung: Luxus [zurück]