Archiv für Juni 2008

  Hey Hey, My My …   

In diesem Sinne ein dickes Lob an die Jungens und Mädels bei Krautwells, dem kleinen feinen öko, bio bis vegan Imbiss in Magdeburg, für diese gelungene Werbung. Ich fand ja schon die Ausgestaltung mit The Bird Machine Artworks sehr stilsicher.

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  Where the Hell is Matt?   

Danke an Nerdcore für den Hinweis auf diese wunderschöne Video in dem Matt an verschiedensten Orten der Welt einfach nur tanzt und tanzt.

Where the Hell is Matt? (2008) from Matthew Harding on Vimeo.

  Konferenz: Pop und Männlichkeit   

Vom 3. bis 4. Juli findet an der Uni in Magdeburg eine Konferenz zur Konstruktion von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ im Pop statt. Neben der Beleuchtung von Musikszenen liegt ein Schwerpunkt an Pannels auch deutlich auf Popliteratur. Ich bin mal gespannt.

Die Ankündigung:

Seit den 1990er Jahren sind sowohl ‚Pop’ als auch ‚Männerforschung’ zentrale Bezugpunkte akademischer Praxis.
‚Pop’ als eine lose Formation von Bildertypen, deren Wirkung allgegenwärtig ist, reizt zu verschiedenen Formen kritischer Auseinandersetzung an. Da ‚Pop’ ein System multimedialer Praxen darstellt, ist eine gegenwartsorientierte Kulturwissenschaft, die dieses Phänomen umgeht, undenkbar.
Ebenso undenkbar sind Gender-Studies, die sich ausschließlich der Frauenbildforschung widmen. Obwohl das Vorurteil, dass ‚Gender’ ein vorrangig weibliches Feld wäre, noch nicht völlig überwunden ist, lässt sich feststellen, dass die Beschäftigung mit Männlichkeit seit spätestens Ende der 90er Jahre für GenderforscherInnen unverzichtbar geworden ist.
‚Pop’ als zentraler Bezugspunkt der Gegenwart ist ein ergiebiger Gegenstand für Bilderforschung, weil ‚Pop’ spielerisch auf die Tradition zurückgreift, sich ihrer bedient, neu ordnet, sie teilweise verwirft – und historisch geprägte Bilderwelten neu belebt. Interessanterweise akzentuiert ‚Pop’ oftmals ganz bestimmte Sichtweisen auf ‚Männlichkeit’ und ‚Weiblichkeit’. Wagen wir einen kritischen Blick auf dem Kosmos des Pop, etwa die HipHop-Bewegung, den so genannten ‚Testosteron Sound’ der späten 90er oder die snobistische Popliteratur um 2000 aus männlicher Feder, dann wird ein laut tönender Diskurs um das ‚re-barbarisierte Mannsein’ vernehmbar. Das Offenlegen des doing male gender, das in der Popkultur so augenfällig wird, weil ‚Pop’ verdeutlicht, wie mit Signifikanten gespielt wird, ist natürlich noch nicht gleichbedeutend mit Maskulinismus, d.h. mit einer Re-Etablierung als männlich geltender Werte und der Re-Inszenierung von Geschlechtergrenzen. Da jedoch ein nicht geringer Teil der popkulturellen Beschäftigung mit Männlichkeit bewusst auf performative Muster zurückgreift, die ganz traditionelle Ansprüche an Männer formuliert, wirken Teile der Popkultur maskulinistisch. Der Pop-Maskulinismus ist zweifelsohne brüchig und die Popkultur destruiert Männerbilder genauso nachhaltig wie sie male gender re-inszeniert.
Eine Auseinandersetzung mit popkultureller Männlichkeit bedarf keines expliziten Feminismus`, um kritisch zu sein, weil bereits durch die Analyse die Grenzen des Horizonts sichtbar werden, in denen sich die kulturellen Praxen, die Vorstellung von male gender, gebildet haben.

(via)

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  dailys #12   


Da ich immernoch ohne Scanner bin, hier nochmal was aus der Mottenkiste. Ein Stück eines Artworks das ich mal für ne Band von Freunden gemacht habe. Mag wer den Musikstil raten? :-D

  dailys #11   

Unsere Fachschaft veranstaltet die Tage ein kleines AntiRa-Fussballturnier und es waren Vorschläge für die Promo gefragt. Hier mal mein Beitrag, der aber leider nicht gewählt wurde. Schade aber ich seh das themagebunden mal ganz sportlich :-D

So und jetzt wird der Makkabi FGSE gegründet. haha ;-D

  Jubeltrubel Heiterkeit   

Da will man sich an der Tanke Kippen kaufen und nein, auch hier, wie zu erwarten, keine Gnade, sprich doofe identitäre Werbejubelei im deutsch-nationalen Look. Lieber Otmar Hitzfeld, diese Werbung, siehe Bild, ist einfach unter aller Sau. Das Abbild von „Fans“, deren Gesichter ins wahnhafte entstellt und durch Tusche kontextualisiert werden, im Hintergrund, mutet an wie die Androhung einer fünften Kolonne und nicht wie eine Möglichkeit auf guten modernen Fussball, der vom Rehagel-Betonfussball (klick) (man will es ja gar nicht Taktik nennen) nichts mehr wissen will. Die Szenerie erinnert mich unweigerlich an eine Szene aus Troja, als Achilles gerade metzelnd über die Küste Spartas zieht und dieser 2,5 m Hyne beim Anblick des „Mutes“ und der „Opferbereitschaft“ der Mannen von Achilles peinlicherweise brüllt „Griechen sterben!“ und damit seine Leute auf den kommenden Kampf auf Leben und Tod einschwört (zu schön ist die Vorstellung nur eines Einzelnen der Anmerkt er habe dann doch keinen Bock mehr). Liebe Werbemacher_innen, wenn mich dieses Plakat zu diesen Assoziationen treiben soll, bitte bitte schmeißt euren Job hin. Ne Supervision oder ne Feedbackrunde wär ansonsten aber auch angebracht bis nötig.

Also während unsereins noch versucht die gegenwärtige Lage von Fanhype und publik viewings kritisch zu durchdringen, muss man sich von sowas, genau wie den penetranten Hupkonzerten nach einem, da muss man sich nichts schön lügen, miserablen Spiel gegen Östereich der deutschen National Mannschaft, die Laune verderben lassen. Dabei finde ich das entstandene Spannungsfeld durchaus interessant. Um das näher zu erläutern: Vereinzelt aber nicht als Regel, lassen sich public viewings ausmachen, die ihrem Wesen nach, wohl unbewusst – aber okay, eher einem Verständnis der diversity entsprechen und sich im Fan-sein nicht mehr auf Grundlage von Blut und Boden einschwören, sondern im Faible für die jeweilige Mannschaft. Diese, ich will es mal Organisierung nennen, ist ihrem Tenor nach viel dynamischer was die Möglichkeit der Rollenannahme und -abgabe, sprich Jux und Dallerei für eine Mannschaft. Da soll nicht heißen dass angesichts dessen das metaphorische Kriegsbeil mit Deutschland, Staat und Kapital begraben gehört, doch sollte über die spezifische Differenz nachgedacht werden um eine Kritik auch treffend formulieren zu können. Diese „Organisierung“ kontrastiert in ihrer diversity grundlegend mit einer völkisch geeichten Masse, ja sie widerspricht ihr sogar an wichtigen Punkten. Wenn also das Deutsche Nationalmannschaft-Fan-Sein nicht mehr aus abstrusen Vorstellungen der Natürlichkeit, sondern aus eher einem abstrakten Angebot entspringt, muss sich die Kritik ändern. Die oben genannten Widerwärtigkeiten sollte man aber bitte nicht aus den Augen verlieren. Wie gesagt, ich betrachte das als Spannungsfeld und das sind erste Überlegungen. Für Kritik bin ich daher offen wie dankbar.

  hell dunkel hell dunkel schon wieder Montag   


Schönes Fusion Warm Up war das am Samstag/Sonntag in Magdeburg. Laden voll till andererleute Zeit für Sonntagsspaziergänge, Leute konstant gut (voll und) drauf, Tanzfläche permanent ausgeweitet soweit wie ging und schnieke Raketendeko (siehe Bild). Dickes Dankeschön an alle die mitgemacht und mitgefeiert haben!

Fast hätt ichs vergessen zu erwähnen und bequemer Weise brauch ich mich jetzt schon nur noch zurücklehnen, ein Bier trinken und zitieren bei nkotb:

das eingenommene Geld wird als Prozesskostenhilfe jenen Leuten zur Verfügung gestellt, die im letzten Jahr auf dem Weg von der Fusion nach Rostock im Zug von Nazis angegriffen wurden und selbst Anzeigen wegen schweren Landfriedensbruch bekommen haben.

  „Alle Wege führen nach Ankh-Morpork.“   

Das ist nicht ganz richtig. In Wirklichkeit führen alle Wege von Ankh-Morpork fort, aber manchmal sind Leute in der falschen Richtung unterwegs.

In diesem Sinne hier der Trailer der neuesten Pratchett Verfilmung „Color of Magic“ bzw. „Die Farbe der Magie“. Ich kann es kaum erwarten.


(via fünf filmfreunde und skyone)

Ich würde mich ja freuen wenn auch Romane der Wachen verfilmt würden. Small Gods wär auch großartig. Seufz

  öfter mal wo draufhalten   


Hab gerade entdeckt das mein Mobile Phone auch Panoramaaufnahmen machen kann. Krasser Scheiß. Ich will noch mehr Gimmicks liebe Designer_innen!

  rakete   

hab ich eigentlich schon, außer mit dem fetten Banner, auf die Fusion Warm Up Party in Magdeburg hingewiesen? nee! Also wer sich auf Ferienkommunismus einstimmen möchte, den Sonnenaufgang mag und sowieo gern elektro hört: hingehen!

Hier mal das aktuelle DJ line-up mit den lokalen Verfechtern von Hedonismus und Tanzkultur: plaste, TIM MELZER nascar, Lorenz Kraach, matzhelbing, click and maybe with Atzeton

  Flaschen zerschmeißt man …   

Wenn man mindestens so betrunken ist wie die Band bzw. die Band mindestens so betrunken wie man selber, wird`s entweder voll scheiße, weil Garnichts geht, oder ne super Sause. Gestern ist spontan Fall zwei eingetreten und Bratze haben schön Klub Druschba in Halle zerrockt, so das der Putz wirklich von den Wänden kam. Hammer!

  Send Away The Tigers   

„Falls man ein Museum baute, um Blackwood darzustellen, wäre alles, was man dort ausstellen könnte, Scheiße“, merkte Nicky Wire zu seiner Heimat in einem Interview des Vox-Magazins einmal an. Auch wenn das bekannt, oft seichte, hymnische und konsequent verzweifelte musikalische Arrangement der Songs vielleicht anders vermuten lassen könnte, waren und sind die Maniac Street Preachers eine Band, die gerade durch ihre Ecken und Kanten, Macken und Skandale so sympathisch aus einem poppigen Einheitsbrei herausragt, wie wenige andere Bands. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen das aktuelle, 2007 erschienene, Album „Send Away The Tigers“ zu besprechen. Doch einfach nur die musikalischen Entwicklungen durchzugehen und auf ein paar Anspieltipps zu verweisen, würde wohl der Band und dem Album nicht gerecht. Beide kann man schlecht verstehen, ohne einen Blick auf die bewegte Geschichte der Band zu werfen.

Die Geschichte der Maniacs beginnt in Blackwood, Wales, also in einer Gegend die als eine Hochburg der britischen Gewerkschaftsbewegung war. In einem Kontext der Arbeiterbewegung erlebten sie den Kampf zwischen Thatcher und den Gewerkschaften, der mit der Niederlage und dem Verlust des Einflusses der Gewerkschaften sein Ende nahm.
Geprägt durch die Erfahrungen der politischen Kämpfe, des wirtschaftlichen Niedergangs und folglich angekotzt von, im Trend liegender, gute Laune Musik sind es Bands wie The Clash, die die Band nachhaltig prägen. „The Clash and the Sex Pistols are our biggest inspirations. We‘ve denied it for a long time. But they are. And on this album [gemeint ist Send Away The Tigers], we‘ve gone back to source.“ (Nicky Wire)

Angesichts dessen überrascht es auch kaum, dass, auch als Hommage an die eigene Geschichte, als Hidden Track John Lennons Working Class Hero gespielt wird.

Neben einem oft bewusst provokanten Auftreten, wird das Bild der Band aber auch inhaltlich wie musikalisch immer wieder von melancholischen Nuancen bestimmt. In einer Mischung aus permanenter ästhetischer wie inhaltlicher Revolte und Momenten des suicidalen und nihilistischen, schimmert das sisyphoshafte des, von Anfang an zum Scheitern verurteilten, notwendigen Aufbegehrens durch, das der Band ihren ganz eigenen Charakter, dem Albert Camus und Guy Debord Pate standen, verleiht. Camus Motiv des „Absurden“, wie das der „permanenten Revolte“ gegen die absurde Situation des sinnsuchenden Menschen in einer sinnleeren Welt, deren Wesen von Leid und Elend kein Sinn zu geben sei, mischt sich mit situationistischer Inszenierung zum fast fatalistischen Spektakel.

“Yes I wish I had been born a girl / And not this mess of a man” (Born A Girl)

In ihren Songs verarbeiten die Maniac Street Preachers, mal mehr, mal weniger idealistisch, innere und äußere Widersprüche. „If you tolerate this your children will be next“ setzte sich beispielsweise mit politische Apathie und dem spanischen Bürgerkrieg auseinander, während „Born a Girl“ die geschlechtlichen Identitätsprobleme Nicky Wires zum Ausdruck bringt.

Send Away The Tigers ist so nicht nur wieder ein sehr schöner Titel, sondern trägt in sich wieder diese gewisse schwere Ironie. Der Titel ist zitiert nach Tony Hancock, einem Comedian, der mit diesem Satz regelmäßig ankündigte, sich nun zu betrinken. Nicky Wire spricht in diesem Zusammenhang von „A misguided idea of liberation.“ Die Songs sind sowohl Rückblicke und Aufarbeitungen der eigenen Bandgeschichte, als auch Ergebnis eines zwanglosen Entwicklungsprozesses. So wurden in circa 2 Jahren etwa 30 Songs für das Album geschrieben, von denen letztendlich nur 10 ihren Weg auf das Album fanden. Einer der schönsten Songs ist wohl „Your Love Alone Is Not Enough“, der gerade durch die wunderbaren Vocals der Cardigans Sängerin, Nina Persson, sehr charmant ist. Auch hier kontrastiert der eingängige, fast fröhliche Sound, fast schon ironisch mit dem Thema des Selbstmordes. Selbstmord hat auch in der persönlichen Bandgeschichte eine tragische Rolle gespielt und findet immer wieder Verarbeitung in Songtexten. Am 1. Februar 1995 verschwand Richey James (Gitarre; Texte) spurlos. Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt und es fehl jede Spur von ihm. Zahlreiche Selbstverletzungen und depressive Schübe ließen die Vermutung aufkommen Richey habe sich umgebracht. „I guess people will assume it is about Richey too. He was in a successful band, he could have had a nice girlfriend if he wanted, and we all loved him. But… it wasn‘t enough. Whether its suicide or not, obviously, we don‘t know. But… there’s a line in there: „I could have seen for miles and miles/I could‘ve shown you how to smile/I could‘ve shown you how to cry“… it’s just that feeling of regret. Could someone have done more?“ (Nicky Wire)

Send Away The Tigers zu bewerten, wäre letztendlich eine Bewertung der Band und ihrer persönlichen Geschichte. Man kann dem Album Gewalt antun und es durchdudeln lassen und vielleicht kann man dann toll feststellen das es poppiger oder weniger poppig als die vorherige Scheibe ist. Der eigentliche Reiz ist es wohl eher den Tiefgang des Albums für sich heraus zu arbeiten und zu verstehen was die Band zu den einzelnen Songs bewegt hat.

Mein Resümee: Es wurde auch ehrlich Zeit sich das neue Album der Maniac Street Preachers zuzulegen.

  I`m totally into youtube now   

Ganz neu – mit Bewegung und Ton. Volle Möhre multimedial quasi.
Noch ein kurzer Eindruck des kleinen Sonntagsraves. Man möge mir verzeihen das ich nur 20s und nicht 12 Stunden aufgenommen habe.

Hedonistische Internationale Magdeburg

  Kindertag in Magdeburg   

kurze Impressionen der „Afterhour“ am letzten Sonntag, sozusagen zum Kindertag, von und mit der Hedonistischen Internationalen Sektion Magdeburg. Schön war`s aber nach etwa 7 Stunden war ich echt geschafft.

  gobbledigook   


Sigur Ros haben ein neues Video bzw. ich habs eben erst gefunden. Also wenigstens für mich war es neu. Das gute Stück hat den für mich unverständlichen Namen gobbledigook. Der Song an sich gefällt mir recht gut. Gewohnt ruhig und eingängig und dieses lalalalalalala wird mir bestimmt die halbe Woche im Ohr liegen. Im Video gibts dazu noch 3 Minuten lang Nackte zu sehen, die berauscht den ganzen Tag durch den Wald rennen. Keine Ahnung was das ausdrücken soll. Möglicherweise hat das lalalalalalala sie in den Wahnsinn getrieben oder es steckt so eine merkwürdig romantisierende Askese-Haltung dahinter (juhu nackt! Juhu Wald! Juhu nackt im Wald!) Beides doof. Ich kann dem ganzen Treiben ehrlich nicht viel abgewinnen und hör mir lieber einfach nur so den Song an. Juhu Song!

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