Archiv für April 2008

  Belohnung muss sein   


So nachdem ich das ganze Wochenende fleißig Hausarbeit getippt habe und mir der Kopf raucht, weil ich mir versuche Adornos Ideologiebegriff zu erschließen (für Tipps zu Sekundärliteratur bin ich offen), hab ich mich gerade selbst belohnt und mir ein schickes Shirt von Threadless gegönnt.

A Room With A View heißt das gute Stück und ist eigentlich schon länger ausverkauft. Second Hand sei Dank. So jetzt kann`s warm werden!

  Wozu ein erster Mai, wenn es einen zweiten gibt – PT. #2   

So und hier der zweite Tipp: Ein gut besetzte Solikonzert. Der Erlös der Show wird Callum Robbins, der schwer erkrankt ist und jede Kohle für eine gute ärztliche Behandlung benötigen kann, gespendet.

Dazu spielen magdeburger Locals auf:

ENRICO
www.myspace.com/enricorockmusic

LAURA MARS
www.myspace.com/lauramarshq

MR. MONTYMORE
www.myspace.com/mrmontymore

Ich spar mir zur Abwechslung mal eigene peinliche aber immerhin ehrliche Musikbeschreibungen und verweise einfach auf Myspace und die eigenen Ohren.

  Wozu ein erster Mai, wenn es einen zweiten gibt – PT. #1   


So erster Tipp: Juri Gagarin spielen völlig überraschend in Haldensleben im JFZ Der Club. Zu Verdanken haben wir das den Cpt. Emos. Ganz groß!

Listen: http://www.myspace.com/jurigagarin

  bin kein Rebell, nur ein Fußgänger auf Radwegen   


Schön wenn die Vergangenheit ankommt und nen neues Album hat. Soll heißen, dass sich mir das, gerade entdeckte, aktuelle Album (erschienen 2006) meiner alte Rap-Liebe Dendemann seit ner Wochen in die Gehörgänge brennt. Zwar hab ich den Abgang von Eins Zwo ohne Tränen überstanden, doch irgendwie fand ich das dann schon doof. Also wer die Pfütze des Eisbergs noch nicht kennt, Studenten-Rap mag, der sich selbstsicher auch mal selber nicht ernst nehmen kann, sollte mal reinhören.

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  Skandal – Linke immer israelsolidarischer   

Es ist ja schon amüsant wenn Spiegel Online von einer brisanten Rede titelt, wenn Gysi ganz offiziell mit einem Vortrag Israel zum 60-jährigen bestehen gratuliert und sich ganz nebenbei von einem Gut-Böse-Schema im nahen Osten verabschiedet. Amüsant, weil gerade dieser Titel auch sagt, was oft und viel in dem was sich „linke“ nennt, brodelt.

Wer Morgen in seinem Politzirkel mitreden will, kann sich den Vortrag von Gysi bei Hagalil durchlesen: klick

  1.Mai-Demoreflex   

NKOTB hat ja schon gepetzt das am 1. Mai Weltrevolution ist. Da nun schon der Vogel aus dem Sack ist, bleibt mir nur eine weitere polemische, also sachliche Kritik. Zusammen Kämpfen heißt die Metapher für die zu Markte (haha) getragene Mischung aus Sozialneid über Westlöhne, Überstunden und „die da oben“ und die Mär von dem arbeiteklassen-spaltenden Faschismus. Der Aufstand der Klassenbewussten wirkt mit seiner verbitterten Empörung über Betriebe, die „kaum […] noch bereit sind, regulär auszubilden“, so radikal und aufsässig wie bunte Haare oder Bier trinken nach Feierabend. In dem Mix aus falscher Kapitalismusanalyse und 80er Jahre Klassenkampfrhetorik darf natürlich auch der internationalistische Einschlag nicht fehlen. Aber nur weil man richtiger Weise mal von einem Weltmarkt redet, wird es nicht richtiger die Verantwortung auf kapitalismus-immanente Krisenerscheinungen auf böse Konzerne zu schieben oder sich über das Verfolgen eigener Interessen im Kapitalismus aufzuregen. Vielleicht stellt ja aber auch eine, auf maoistisch getrimmte, Kulturrevolution zur Abschaffung des Individualismus eine bitter ernst gemeinte Option für das Bündnis dar. Man weiß es nicht.

Ich für meinen Teil werd mir bei solchen Minimalforderungen wie„10 Euro Mindestlohn für alle!“ und Gewaltandrohungen wie „Klasse gegen Klasse!“ meine Füße woanders vertreten.

  the colorspectrum should always be free!   


So mal in eigener Sache, als Mensch der gern und viel Zeit mit Layouten verbringt, kann ich nur auf folgende Initiative hinweisen: RECLAIM MAGENTA!

T-Mobile claims to own the rights for the use of magenta! They claim to have the rights registered at OAMI which is completely bonkers, in this way they claim to own the rights of Magenta over whole Europe! Everyone should be allowed to use magenta anywhere, anytime! It’s part of the colorspectrum and the colorspectrum should always be free!

In diesem Zusammenhang ist auch die niederländische Seite www.freemagenta.nl sehr zu empfehlen, die vor allem durch diverse „Protest-Artworks“ (siehe Bild links) beeindruckt.

  Fasel was von Moralkeule …   


… Hier `zack´ für dich von mir `ne Beule. Amen 81, die Band mit dem etwas anderen Songwriting, spielen am 25.04. in Halle im VL Club. Leider überschneidet sich das mit Parkeway Drive in Leipzig, sonst würd ich wohl hingehen und mir das Ganze anschauen. Die musikalische Entwicklung seit 94 ist ja nicht unumstritten, wobei mir die „3 mit PS“ echt sehr gut gefallen hat, während ich mit der X The Hit Pit Hit X nicht wirklich warm wurde.

  Dailys #9   

Immernoch kein neuer Scanner in Sicht. Daher mal wieder alter Kram. Das Bild stammt aus dem Jahre 2005. Bin nur eben mal wieder drauf gestoßen weil ich auf der restless youth Seite durch alte Ausgaben gesehen habe.

  Der Klub feiert Geburtstag   


Die hier haben Dreijähriges und Morgen, sprich Samstag, wird gefeiert.
12.04. Warm Up: ab 20 Uhr im Deep
12.04. Abgehn: ab 22 Uhr in der Festung Mark
13.04. Folgeerscheinungen: So ab 8 Uhr im Deep

  Anybody here seen my old friend Martin? Can you tell me where he’s gone?   

Thema der aktuellen Jungle ist das derzeitige Wahlgeschehen in Amerika. Klaus Walter steuert einen sehr schönen Beitrag bei, indem politische Geschichte und Musikgeschichte sympathisch aufeinander treffen bzw. sich vermengen.


… nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden.«

von Klaus Walter

[…] Talib Kweli & Cornel West: ­Bushonomics

Revolution requires participation / The government must respect the will of the people / The government serves the people / The people don’t serve the government

Cornel West beschwört eine Besinnung auf die bes­seren Werte des schwarzen Amerika: Weg vom »bling bling« zu »let freedom ring«, also weg von den Goldketten und den dicken Autos, hin zu jener Freiheit, die MLK erkämpfen wollte. »Revolution requires participation«, sagt Cornel West und beruft sich explizit auf die conscious Tradi­tion der schwarzen Musik, von den Last Poets und Gil Scott-Heron bis Grandmaster Flash. Dessen »Like A Jungle Sometimes« aus »The Message« zitiert er in diesem Song. Der Universitätsprofessor und Mediendarling gibt den Teacher und den Preacher, er droppt Knowledge, er rüttelt seine Leute auf. Auf seinem Album »Never Forget: A Journey Of Revelations« versucht er eine Zeit heraufzubeschwören, als im Soul und im Jazz noch mehr über respect, Gleichberechtigung, Freiheit und sol­che Dinge geredet wurde. Zu diesem Zweck sammelt West Vertreter des »Conscious HipHop« und des »Nu Soul« um sich. Manchmal riecht das ein bisschen nach »Black History Lesson« und nach Aufstand der Anständigen, vor allem, wenn er die Lage auf den simplen Nenner bringt: Mehr King – weniger Bling. Doch so einfach ist es leider nicht. […]

Den ganzen Artikel gibts natürlich bei der Jungle: klick

  und sowieso muss ich mal wieder nach leipzig   


Jaja den ganzen Monat ackern und dann sein Geld bei Konzis verprassen. So kommt man im Alltag inklusive der Realitätsflucht am Wochenende an. Die Flyerlayouts sind im Übrigen trotzdem sehr schön anzusehen. Schöne Idee mit dem geteiltem Bild.

  kurz notiert   

irgendwie finde ich es verstörend, wenn Leute die bei Google „Coco Cola jüdisch“ eingeben, auf meinem Blog landen. Laut der Referers-Liste geschieht das ja erstaunlich oft.

  Tanzen und schwitzen