
Nachdem der Termin schon mal verschoben wurden war, gab es am Freitag LVMEN in Leipzig im UT Connewitz zusehen. Als Support gabs DATURA. Beide Bands sind ja nicht gerade bekannt dafür kurze Songs zu machen und schlagen auch eher in eine eher schleppende Richtung ein. Umsomehr bedauerte ich die fehlenden Sitzplätze im UT.
DATURA kommen aus Frankfurt und machen reine Instrumentalmusik. Greenhell schlägt als Vergleiche Explosions In The Sky und Mogwai vor, was wohl halbwegs passen dürfte. Mit einem hammer dicken Sound und schöner Videountermalung auf der großen Kinoleinwand im UT lieferten sie echt eine geile Show ab. Nach knapp 40 Min war dann aber bei mir die Luft raus und ich bin mir erstmal die Füße vertreten gegangen. Das soll nicht heißen das ich DATURA schlecht fand, ganz im Gegenteil – das war schon sehr schön was sie da auf der Bühne ablieferten, aber nach den gelaufenen Songs war so ziemlich klar was sie machen und größere Überraschungen zeichneten sich auch nicht mehr ab. Sprich, war langsam mal gut und also Zeit für ne Raucherpause.
Dann legten LVMEN los. Ich hatte mich schon gefragt ob sie es videotechnisch mit DATURA aufnehmen können. Aber die „alten Hasen“ haben sich wirklich nicht die Show stehlen lassen und setzten noch eins drauf und begeisterten mit einer klasse Videokomposition. Alles sehr düster und nihilistisch gehalten. Passte also gut zur Musik. LVMEN lieferten ne ordentliche Soundwand. Alles etwas Abwechslungsreicher als bei DATURA und eckiger, sprich letztendlich für mich interessanter. Etwa eine Stunde lang gabs monumentale Soundarrangements die Isis und Neurosis, als sozusagen State of the Art des Genres, das Wasser reichen können. Sehr schön. Dafür war der Sound etwas dünner – aber gut, das war mehr als zu verschmerzen.
Schönes Ding.
Lvmen in Leipzig
Ich sehe gerade, dass Berlin großräumig umfahren wurde von Lvmen auf dieser Tour. Gemein!
Unsere Pseudo-Neurotiker ham schon deutlich bessere Tage gesehn und dieses Jahr wars sogar noch schlimmer. Zeit zum Einmotten!