Archiv für März 2008

  Battle Rap aus Halle?   

Die neue bonjour tristesse ist da und beinahe hätt ich ja folgenden Beitrag zur lokalen Antifa-Connection überlesen. Liegt irgendwo zwischen Mitleid und Aversion. Da es anscheinend eh nicht darum geht Argumente auszutauschen, spar ich mir das dann auch einfach und belasse es beim affront im Beitragstitel.

It must be love
Was macht man mit jemandem, der einen permanent bedroht und auch nicht vor Mordaufrufen zurückschreckt? Man bietet ihm die Zusammenarbeit an. Das klingt bescheuert? Richtig. Aber offensichtlich nicht bescheuert genug für Magdeburg. Der Reihe nach: Die Betreiber des „Antifaschistischen Info-Portals“ (AIP), eines kleinen antifaschistischen Projektes aus Magdeburg, werden seit gut zwei Jahren von Mitgliedern der „Autonomen Antifa Magdeburg“ (AAMD) und der „Gruppe Internationale Solidarität“ (GIS) terrorisiert: Ihre Autos werden zerstört, es werden Mordaufrufe verbreitet, Veranstaltungen mit Pflastersteinen und Reizgas angegriffen usw. Als Neonazis aus Anlass des 16. Januars, des Jahrestages der Bombardierung Magdeburgs, einen Aufmarsch in der Elbestadt ankündigten, bereiteten das AIP, die AAMD und die GIS zwar zwei getrennte Gegendemonstrationen vor. Das AIP entblödete sich jedoch nicht, diejenigen, von denen es permanent schikaniert wird – und die sich in ihrem Demoaufruf darüber hinaus im Stil der Nazis über das alliierte Bombardement im Zweiten Weltkrieg empören –, eine Zusammenarbeit im Ermittlungsausschuss (EA) vorzuschlagen. (Für diejenigen, die nicht mit den Gepflogenheiten linker Demonstrationen vertraut sind: Der Ermittlungsausschuss kümmert sich bei Demonstrationen um die Verhafteten, besorgt ihnen Anwälte usw.) Dieses Vorgehen gleicht dem Verhalten eines unglücklichen Verliebten: Er wird permanent zurückgewiesen, gedemütigt und gequält, kann sein Buhlen, Betteln und Werben aber trotzdem nicht einstellen.
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  Hardcore in der Nachbarschaft   


28.03.08

Juz Knast
Umfassungsstr. 76
39124 Magdeburg

LAURA MARS
http://www.myspace.com/
lauramarshq

xHCx, nich wahr. :-D ansonsten darf auch mal das Ox zu Wort kommen: Diese junge Band gibt es erst seit etwa drei Jahren. Rekrutiert aus ehemaligen FALL OF A SEASON- beziehungsweise JUKEBOX SCENARIO-Leuten, versuchen sie weiterhin, dem chaotischen Emocore treu zu bleiben, der einerseits klassischen Newschool-Hardcore tangiert, dann doch auch wieder in sehr moderne melodische Parts mündet. Sie sehen diese 3-Song-EP eher als Demo, denn wirkliche Veröffentlichung, es ist schlicht eine Bestandsaufnahme, die allerdings neugierig auf mehr macht.

ESKIMO BABY
http://www.myspace.com/
xeskimobabyx

Das Ox meinte einst: Seit 1990 spielen die Magdeburger nun schon zusammen und haben viele Entwicklungsstadien durchlebt, von der politischen Punkband entwickelte man sich zur Hardcore-Combo und hat nun schließlich auch noch seine melodische und zerbrechliche Seite entdeckt. Das Riffing von ESKIMO BABY unterscheidet sich wesentlich vom momentan vorherrschenden Stil, denn die Band klingt eher nach HIS HERO IS GONE, als nach neueren Gruppen und auch gesanglich setzt man sich keine Grenzen.

POWER RANGERS OF HARDCORE
http://www.myspace.com/
powerrangers
ofhardcore

grrr mailorder sacht dazu: richtig dickes hardcore-brett, wie es im buch der rock´n roll highschool steht. früher mit 16,17 noch zu abgegangen und dann davon entfernt. power rangers sind ein ganz cooler rückblick in diese zeit, bei dem man feststellt dass alles beim alten geblieben ist.

Achso, Astra gibts für umme so lange der Vorrat reicht. Aber ich wär auch so zhingegangen. haha.

  dailys #8   


Mal wieder eine Daily. Diesmal eine kleine Homage an Jose, oder auch Joe Madureira. Bekannt sind seine Arbeiten an Uncanny X-Men und seine Comic Serie Battle Chasers. Ich mag seinen Stil, bei dem classischer amerikanischer Comic und einflüsse von Animes zusammen kommen. Der total überzeichnete Character hier, Brass Demur, ist der beste Ausdruck dafür.

  Iran so Far   


Saturday Night Live widmet sich Mahmud Ahmadinedschad.

  dailys #7   


sollte eigentlich mal ein Wandbild werden. Nachdem die Idee vorerst verworfen ist und ich es schade finden würde, wenn das Bild auf meine HD verstaubt, hab ich mal eben überlegt es hier zu posten.

  Blow Up Magdeburg   

So, mit dem Titel hab ich jetzt bestimmt einige angelockt, die sich angesichts Magdeburger Zustände insgeheim und zynisch gerade gedacht haben „Jaja das wär bitter nötig!“

Gut, darum soll es jetzt eigentlich nicht gehen. Auch wenn die jüngsten Angriffe am Rande der AIP Demo „We are grateful – We will celebrate“ mal wieder ein riesen Haufen Scheiße waren, will ich an dieser Stelle eigentlich auf einen neuen Club in der Innercity aufmerksam machen, der unter dem sympathischen Namen Blow Up am kommenden Wochenende eröffnen wird.

Im Programm finden sich jetzt schon so schöne Sachen wie Stereo Total und Smoke Blow. Mal schauen was noch alles so kommen wird.

  On whose authority – I have none over me   

So nur mal zur Info an die, die es interessiert. Ich hab vor den Blog weiter zu füttern aber ich „ersticke“ gerade in arbeit :-O Havin two to three jobs is more than enough is too much.

Wenigstens wird es langsam schön draußen und bald wird die erste längere Fahrradtour gemacht. Hier schon mal der Soundtrack:

  Lvmen in Leipzig   


Nachdem der Termin schon mal verschoben wurden war, gab es am Freitag LVMEN in Leipzig im UT Connewitz zusehen. Als Support gabs DATURA. Beide Bands sind ja nicht gerade bekannt dafür kurze Songs zu machen und schlagen auch eher in eine eher schleppende Richtung ein. Umsomehr bedauerte ich die fehlenden Sitzplätze im UT.

DATURA kommen aus Frankfurt und machen reine Instrumentalmusik. Greenhell schlägt als Vergleiche Explosions In The Sky und Mogwai vor, was wohl halbwegs passen dürfte. Mit einem hammer dicken Sound und schöner Videountermalung auf der großen Kinoleinwand im UT lieferten sie echt eine geile Show ab. Nach knapp 40 Min war dann aber bei mir die Luft raus und ich bin mir erstmal die Füße vertreten gegangen. Das soll nicht heißen das ich DATURA schlecht fand, ganz im Gegenteil – das war schon sehr schön was sie da auf der Bühne ablieferten, aber nach den gelaufenen Songs war so ziemlich klar was sie machen und größere Überraschungen zeichneten sich auch nicht mehr ab. Sprich, war langsam mal gut und also Zeit für ne Raucherpause.

Dann legten LVMEN los. Ich hatte mich schon gefragt ob sie es videotechnisch mit DATURA aufnehmen können. Aber die „alten Hasen“ haben sich wirklich nicht die Show stehlen lassen und setzten noch eins drauf und begeisterten mit einer klasse Videokomposition. Alles sehr düster und nihilistisch gehalten. Passte also gut zur Musik. LVMEN lieferten ne ordentliche Soundwand. Alles etwas Abwechslungsreicher als bei DATURA und eckiger, sprich letztendlich für mich interessanter. Etwa eine Stunde lang gabs monumentale Soundarrangements die Isis und Neurosis, als sozusagen State of the Art des Genres, das Wasser reichen können. Sehr schön. Dafür war der Sound etwas dünner – aber gut, das war mehr als zu verschmerzen.

Schönes Ding.