Archiv für Oktober 2007

  Weil Neurosen längst Wirklichkeit sind   

Alle auf die Couch! Paranoia by the name …

… da der bürgerliche Medienapparat gezielt Desinformation streut. Sei es zur Legitimation von Kriegen, zur Legitimation neuer Gesetzesverschärfungen und Verfolgungen im Namen der „Sicherheit“ oder der Verlagerung des Klassenhasses auf Einwanderer. Diese Medienmacht erstreckt sich über alle Lebensbereiche und dient vornehmlich der Spaltung und Isolation.1

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  Termine diese Woche   

Soll ja auch in Magdeburg Leute geben die nicht Böhse Onkelz hören, sondern statt dessen elektronischer Musik nicht abgeneigt sind. Wer sich jetzt angesprochen fühlt, dem lege ich mal folgende Termine ans Herz.

30.10.07 / Klub Luise

minimal – elektro / feat. Lawrence aka Sten

03.11.07 / Kunstkantine

mit: Rocco Brühl, Matthias Helbing, Just Etienne, Lorenz Kraach, Dj Tork

Wer die letzte Kantine wie ich verpasst hat, kann wie immer auf occ-music reinhören was so lief.

Atzeton (MD) war Beispielsweise da:

  Gee, ya think they are trying to tell us something?   

Das Wort zum Sonntag wird uns heute präsentiert vom iranischen Militär. Die Musik ist scheiße und die Message Wahnhaft – aber schön das jemand die Kamera drauf gehalten hat. via ugly dresden & via littlegreenfootballs

Der Beitragstitel ist ein Comment zum Video auf littlegreenfootballs. Weitere Highlights:

Can‘t these people do anything without sexual connotations?

It’s difficult to throw a baton while wearing a burqa.

If it’s the USA that has driven them to this, I sincerely apologize to all of mankind.

They should practice marching into the shape of a giant target

  Ich bin Legende   


… Oder auch „I am legend“, oder auch „Ich, der letzte Mensch“. Hinter dem Titel verbirgt ein vielleicht garnicht mal so bekannter Science-Fiction-Roman2 von dem amerikanischen Schriftsteller Richard Matheson. Umso bekannter dürfte dagegen das Storydesign sein, das kann nämlich gut und gerne als Urmotiv aller möglichen grandiosen und eher trashigen Vampir- und Zombiefilme gelten. Der Meister des Fachs und „mitbegründer des modernen Horrorfilms“1, George Romero, gab das Buch wohl auch als eine seiner Haupteinflüsse an.

Die Handlungsidee ist dabei so einfach wie genial. Eine Lonesome Hero-Verschnitt wird konfrontiert mit einer Situation in der Irgendetwas, die Ursache ist beliebig austauschbar, so ziemlich den ganzen Rest der Menschheit in Zombies, Vampire bzw. zombi- oder vampirähnliche Kreaturen verwandelt hat. Die Situation erscheint also von vorneherein aussichtlos, gut und böse sind auch klar verteilt und „gut“ ist am Arsch. Das aus diesem todsicherem Erfolgsrezept aber nicht immer gute Filme entstehen müssen, zeigen Filme wie Resident Evil und 28 Days Later.

Umso gespannter bin ich auf die Verfilmung von „I am Legend“, der nun in die Kinos kommen wird. Beim Film handelt es sich jedoch nicht um eine Erstverfilmung. Bereits 1964 erschien auf Basis des Buches der Film ,,The last Man on Earth“. 1971 folge eine weitere Interpretation mit Charlton Heston in der Hauptrolle unter dem Titel „Der Omega-Mann“3.

Bei der jetztigen Verfilmung kann man so wohl auch am ehesten von einer Neuinterpretation der Romanvorlage sprechen. Die Rolle des letzten Menschen auf Erden übernimmt dabei Will Smith. Ich hoffe auf eine atmosphärisch dichte Romanumsetzung und einen Will Smith der nicht zu allem einen Spruch reißt. Bislang sind zwei Trailer erschienen, die hier und hier zu bewundern sind.

Wer sich das Warten auf den Filmstart erleichtern will, kann sich hier ein Stück Filmgeschichte ansehen.

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/George_Romero [zurück]
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bin_Legende [zurück]
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Omega-Mann [zurück]

  Wer hat`s erfunden?   

Wahrscheinlich erzähl ich nicht wirklich was neues aber da ich am Wochenende auf einer Party zufällig in einem Afri Cola vs. Coca Cola Gespräch gelandet bin, wollt ich nochmal was zur Geschichte von Afri Cola raussuchen.

Was Wikipedia sagt:

„In den 1930er Jahren betrieb Firmenchef Karl Flach eine antisemitische Werbekampagne gegen den Marktführer Coca-Cola. Von einer Werksbesichtigung der US-Zentrale nahm er Kronkorken mit dem Wort „koscher“ in hebräischer Schrift mit und präsentierte sie in Deutschland als Beweis dafür, dass Coca-Cola ein jüdischer Konzern sei. Max Keith, Chef von Coca-Cola Deutschland, der ein sehr gutes Verhältnis zum Nazi-Regime hatte, forderte daraufhin erfolglos die Entfernung eines jüdischen Aufsichtsratsmitglieds seines Konzerns.“

Der Afri Cola Konzern notiert auf seiner Website zur Geschichte des koffeinhaltigen Getränks lediglich:

„1931 – Ende des Jahres wird afri-cola als Warenzeichen international registriert. Der Start der neuen Marke afri-cola verhalf dem Unternehmen zum überregionalen Durchbruch.“1

Aber gut, warum sollte auch eine Cola-Marke was die eigene Geschichte angeht differenzierter als die Restgesellschaft sein. Same business/shit as usual …

  1. http://www.afri-cola.de/de/afri_geschichte_gestern.html [zurück]

  alte rocker pt. 3   

Im Slide: The Now Denial

So fängt das Wochenende doch gut an. Envy kommen auf Europatour und meine Karte ist ab heute vorbestellt und dann entdecke ich auch noch das The Now Denial ein neues Album haben. Jetzt muss ich es mir nur noch leisten können … bis dahin müssen wohl die Songs von der Label-Seite erstmal ausreichen.

  Orthodoxer Rock zum Sonntag   

Rav Shmuel – Protocols (from the Album „Protocols“)

Rav Shmuel has a beard and sidelocks and loves The Dead! He does not see an inconsistency between those two identities. […] So what we‘re talking about here is a forty-something Orthodox Rabbi who is currently rocking out the East Village’s freshest scene and will soon be rocking out colleges, the internet, and media near you!

Quelle

  im Bild   


Im Bild: Margarethe Schreinemakers erduldet Eva Herman.

I felt with you.

  Gedankenfetzen Pt. 1   

Zur Idee der Gedankenfetzen: Hier gibts jetzt keinen großen Aufsatz und auch kein Manifest, sondern einfach ein paar Gedanken, die mir in der letzten Tagen durch den Kopf gegangen sind – blindlings notiert und zum Abschuss freigegeben. Ich freu mich auf Kritik und Anmerkungen.

Es ist schon irgendwie ein Wahn(sinn), der von der „politischen“ Landschaft so auf einen Einkracht. weite Teile der Linken versuchen immernoch zu beweisen, dass selbstverordnetes Elend glücklich machen kann und fackelt mal hier ein schönes Auto ab und flüchtet mal dort in mythische Natürlichkeitsvorstellungen, prangert/verdamt das „Schweinesystem“ und kennt „die Schweine“ immer ganz genau. Abweichen darf keineR – der Aufklärungsverrat ist besigelt: zuviel Individualität wird als egoismus diskreditiert und zuviel Kritik als Spalterei. Die Linke will (Volks)Gemeinschaft und Einheit sein und der inhalt kann schön zu Hause bleiben. Die politische Rechte hat sich unterdessen mit den Autonomen Nationalisten um einen „antiautoritären Flügel“ erweitert bis gespalten, will nun so richtig Radikal sein, mal wieder die „Systemfrage“ stellen und läuft bewundernd „den Autonomen“ hinterher. Sogar die NPD lobte unlängst die.Linke für ihre antiimperealistischen Positionen. Reaktionen? Fehlanzeige. Ohren zu und durch … Ist ja alles nur geklaut…

  terminöö   

Pünktlich zum Semesterbeginn gibts an der Magdeburger Uni neben den regulären Vorlesungen in studentischer Eigeninitiative eine Veranstaltungsreihe geboten. Das Ganze steht unter dem Titel „Antifaschistische Hochschultage“ und geht Mitte Oktober los.

Alle Termine und Ankündigungen findet ihr auf der Seite der Veranstaltenden AG > klick