Archiv für Juli 2007

  Miau – pink panda power …   


… bereichert nun den blogroll.

  bombenparty   

Die Gruppe Internationale Solidarität Magdeburg, bekannt geworden durch ihre kontinuierliche Arbeit zum Thema Israel und ihre fundierte Auseinandersetzung mit Antisemitismus, hat für den kommenden September schon einen neuen Coup in Planung.

Mit den üblichen Quarz- Nein! Samthandschuhen und feierlicher Metaphorik will man nichts Geringeres als den „Jahrestag der Intifada“ begehen. Miesepeter und Anti-Partymäuse könnten der GIS jetzt vielleicht vorhalten das die al-Aqsa-Intifada samt blutigen Selbstmordattentaten, diversen Anschlägen und Qassam-Raketenbeschuss auch blumig zurechtgelogen durch altbackene Klassenkampfrhetorik ein Ergebnis von antisemitischen Vernichtungsphantasien bleibt. Wer aber trotz zahlreicher Toter und Verletzter, jahrelangem dschihadistischem Terrors und dem vielfach beschworenem Ziel der Vernichtung Israels keine Abscheu empfindet, der kann dem Ganzen, vielleicht aber auch gerade wegen der aufgezählten Dinge etwas abgewinnen. Wenn die GIS angesichts dessen gegen „imperialistische […] Besatzungen“ schwadroniert, wurde sich indirekt eh schon eingestanden, was einen mit Vernichtungsantisemiten auf Augenhöhe bringt – Der Wunsch nach der Befreiung von Israel.

  Wartezeit verkürzen   

So lieber Steven Spielberg, nachdem ich den Trailer zum Transformersfilm letztens im Kino „ertragen musste“, kann ich es echt kaum noch erwarten zum Filmstart ins Kino zu rennen und das Geld für wichtige Grundnahrungsmittel für das Spektakel und viel zu viel Popcorn auszugeben. Wer auch kaum noch warten kann, kann sich wie ich die Zeit mit dem Transformers Rap von Smosh versüßen.

  neu scheiben von alten bands   

So hier noch zwei Songs von den neuen Scheiben von Against Me! und Turbostaat. All denen die jetzt unbedingt schreien müssen, die seien voll die Sellout-Spinner geworden mit F*ck`n Mayordeal, den kann man wohl auch nicht mehr helfen. Einige Fans sind auch nur glücklich wenn die Lieblingsband Müll frist, in nem PappKarton lebt und die Platten an der Haustür verscheuert. Ich für meinen Teil kann jedenfalls ganz gut damit Leben wenn die Jungs von Against Me! und Turbostaat ein zwei Sorgen weniger haben und von dem Leben können was ihnen Spaß macht.

Against Me! – White People for PeaceErster Eindruck: schickes Video. Musikalisch wurde nicht zuviel rumprobiert. Klingt halt nach Against Me! Was will ich mehr.

Turbostaat – Harm Rochel

Erster Eindruck: Ich kann mir nicht helfen, aber das klingt irgendwie nach Blumen am Arsch der Hölle oder Dackelblut. Das ist ja prinzipiell auch absolut okay aber irgendwie irritiert mich das gerade. Nen Ohrwurm ist es aber (oder gerade deswegen) allemal.

  Leipzig in aller Kürze – Was haben wir gelacht PT. 2   

Mit den Worten „in aller Kürze“ ist auch schon grob der Naziaufmarsch am vergangenen Samstag in Leipzig umrissen. Nichtmal 40 Leute hatten, zur Belustigung aller GegendemonstrantInnen, ihren Weg zu Worch gefunden und auch die Polizei fragte zu Beginn sicherheitshalber nochmal nach, ob er wirklich losgehen wollen würde. Hängengelassen von der „eigenen Szene“ gab sich die geschlossene Volksfront dann den knapp 7 km langen Gewaltmarsch. Mehr wurden sie unterwegs aber auch nicht.

Und schnell waren sie …

Als ich in einem kurzen Sprint den Weg bergauf bis vor zu Route hinter mich gebracht hatte, war der kleine Haufen auch schon vorbeigejoggt. Etwas später, in der Innenstadt, hab ich dann doch noch einen kurzen Blick erhaschen können. Unter Pöbeleien, beschützt von über 2000 PolizistInnen, schipperte man im ZickZackKurs zwischen verschiedenen erfolgreichen Blockaden und folgenden mehrmaligen Routenänderungen bis zum Abschlussort des Aufmarschs. Grandiose Vorstellung.

  antifada trash talk   

Aftershow dokumentiert unteranderem die Erklärung der Leipziger Antifa zu den Angriffen auf Veranstaltungen des Antifa Infoportal Magdeburg. Zwei der „Comments“ unter diesem Beitrag haben mir doch wirklich den Abend versüßt.

Den Anfang machte commander keen

… was die aamd an dem abend gezogen hat, ist vielleicht nicht die höflichste art, aber dafür eine schlüssige folge der örtlichen konflikte, die von einer persönlichen ebene von einer seite auf eine politische gezogen wurden

man muss sich schon in grenzdebilen Zuständen befinden um Steinwürfe und eine Reizgasangriff auf eine friedliche Veranstaltung als „nicht die höflichste art“ zusammenfassen zu können. Da wundert es dann auch nicht wenn der geistige Tiefflug sich ohne Rücksicht auf Verluste fortsetzt, der Angriff sei eine „schlüssige folge“. Ich würde ja die Gründung einer Selbsthilfegruppe für annonyme Gewaltfetischisten vorschlagen. Keen offensichtlich auch

GO AAMD GO

Auch ein Steffen Fischer weiß zu begeistern:

einen schritt vor die tür, und ihr hättet die antisemiten in die hände bekommen.warum tür zu machen?war der klos in der hose größer als die gewissheit später wieder auf indy rumheulen zu können. macht weiter so.versteckt euch beim lka

Offensichtlich trauert da einer der Täter das sich niemand auf seine Ebene herablassen wollte – Ma ordentlich steetfight? Wollten die zivilisierten ADs nicht Ventil für die angestauten Aggressionen spielen? armer armer SF.

  Links trifft Rechts   

Der Uli Krug (unter anderem Redakteur der Zeitschrift Bahamas) war den Tag in Halle und ich zum Glück auch. Noch glücklicher war die Tatsache das wir beide auf der selben Veranstaltung waren, seinem Vortrag „Links trifft rechts. Zur Entstehung der faschistischen Ideologie“. Die AG Antifa im Stura hatte im Rahme antifaschistischer Hochschultage zu diesem Vortrag eingeladen. Uli Krug war lässig, wortgewand, schnippisch, charmant und hielt obendrein auch noch einen überaus interessanten Vortrag. Für alle die nicht da sein konnten und eventuell auch nicht da sein wollten gibts jetzt auf der Seite der AG no tears for krauts einen Mitschnitt des Vortrags. Also viel Spaß beim hören oder aufregen.

zum Mitschnitt

  Magdeburger Antifada   

Die neue Jungle ist da. Ganz neu ganz anders? Nun das Layout empfinde ich als deutlich schicker als vorher – irgendwie frisch und edel zugleich. Dickes Lob an die Gestalter und Gestalterinnen. Ganz anders? Nun zum Glück nicht. Inhaltlich bleibt man sich treu. Wär auch schade wenn nach 10 Jahren Vorarbeit ne zweite Junge Welt bei rausgekommen wäre. In diesem Sinne also meine Gratulation für eine gelungene erste Ausgabe nach dem kleinen Bergfest. Auf die nächsten 10 Jahre.

Neben dem Hauptthema die Linke und die Linke gibt es in dieser Ausgabe auch einen Artikel zu Magdeburg, speziell der selbsternannten militanten Sperspitze des Antiimperealismus. Während sich linke Gruppen in Magdeburg beeidruckend dazu ausschweigen das eine Veranstaltung gegen Antisemitismus brutal überfallen wurde (siehe Bild), findet das Thema glücklicherweise überregional Beachtung. Schmondt bemerkt dazu recht treffend (via aftershow):

da wird vor ort gar nichts passieren, weil das in magdeburg seit eh und je eine große stinkende suppe ist.

Einen Bericht dazu gibt es noch auf der Seite des Antifa Infoportals Magdeburg. Radio Dreyeckland hat dazu auch ein Interview geführt, das inzwischen auch schon auf Radio Corax lief. Freiwillige Helfer und Helferinnen können sich gern hier melden.

hier nun der Artikel aus der Jungle.

Magdeburger Antifada

In Magdeburg gehen Antiimperialisten immer brutaler gegen linke Veranstaltungen vor, die ihnen nicht in das Weltbild passen. von jan gerber

Mit einer gewissen Verzögerung hat der Antisemitismusstreit in der Linken, die Auseinandersetzung um die Frage der Solidarität mit Israel, auch Magdeburg, die Landeshauptstadt von Sach­sen-Anhalt, erreicht. Am 27. Juni griffen Mitglieder der »Gruppe Internationale Solidarität«, der »Autonomen Antifa Magdeburg« und der »Frauengruppe Magdeburg« eine Diskussionsveranstaltung mit Pflastersteinen an und versprühten Reizgas. Mehrere Scheiben des Veranstaltungsorts, des Eine-Welt-Hauses, wurden zerstört; mindestens vier Teilnehmer der Veranstaltung, die in Kontakt mit dem Reizgas gekommen waren, mussten von einem Notarzt behandelt werden. Das Motto der Veranstaltung, die verhin­dert werden sollte, hieß: »Solidarität mit Israel!«
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  Revolte gegen die Moderne   

Detlev Claussen hat ein Interview zum Thema „Revolte gegen die Moderne“ gegeben. Das Ganze lief beim Deutschlandfunk und kann weiter unten angehört werden. Herausgekommen ist ein absolut hörens- und empfehlenswerte Beitrag über Modernisierungsprozesse, Identitätspolitiken und die Fortschritte der amerikanischen Gesellschaft gegenüber der Europäischen.

direktlink

  size does matter   


Hier nun meine gloreiche erkenntnis: Das Internet ist echt verdammt umfangreich! Ich würde sogar behaupten es wächst schneller als ein Mensch es durchforsten kann. So damit hab ich jetzt pseudointellektuell überhaupt nichts neues erzählt. Würde mich jedenfalls wundern falls jemand was anderes behaupten würde. Ganz coole Leute kokettieren vielleicht mit Sprüchen „Das Internet ist Tot!“ oder so … Naja mit irgendwas muss man ja sein Anders-Sein behaupten. So ich beende jetzt mein blablabla und komme zu meinem LInktipp: 7inchpunk.com

Die Seite bietet tonnenweise MP3s von raren Punk-Platten. Wer also abseits dutzender Plattenkisten und sauteurer Ebay-Auktionen rumwühlen und ungestört hören will, dem lege ich diese Seite ans Herz. So und nun gibts noch direkt von der Seite Born Against auf die Ohren! Yeeeehaaa!