Archiv für April 2007

  Fussball ist immernoch wichtig   

Ich bin gerade über die sympathischste Liebeserklärung an den Fussball, seit Tomtes „das hier ist Fussball“-Song, gestolpert. Fettes Brot mit Marcus Wiebusch (Kettcar und als er noch cooler war: But Alive), Carsten Friedrichs (Superpunk) und Bela B. (Die Ärzte) performen einen Gänsehautsong für alle die auch wegen der ersten und zweiten Halbzeit zum Spiel gehen. Achso, klarer Punktabzug für Bela B.s grauenhafte Jacke vom DFB.

  Yom Hashoa   

An dieser Stelle möchte ich auf einen unglaublich interessanten Beitrag aus Israel zu einer Demonstration Am Yom Hashoa, dem Gedenktag für die Opfer des Holocaust, hinweisen. Veröffentlicht wurde der Text auf der Seite http://transponder48.blogspot.com.


The Survivors of the Shoah are still here!

That was the motto for the demonstration in front of the Knesset, yesterday on the Yom Hashoa, the remembrance day for the victims of the holocaust.

On Yom HaShoa everybody is supposed to be in grief, so the television channels only air pause pictures, except for those channels that show the official commemoration ceremony or as was the case this year for the first time, a documentary of the situation of many of the holocaust survivors in Israel.
Zeev Factor, chairman of the Holocaust Survivors Welfare Fund, says that 80.000 Shoah-survivors out of the 250.000 living in Israel live in poverty and many of them are hungry on a regular base. Every year some 10.000 of these people die.
[…]

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  Just Communism!   

Ich hab mich gerade sehr über den Aufruf des „umsganze“-Bündnis für die „Reduce to the max: Just Communism!“ Demo am 30. April amüsiert. Nicht weil ich ihn schlecht finde oder ähnliches … Nein nein, sondern weil er gute inhaltliche Standpunkte mit ner ordentlichen Priese Polemik unterfüttert.

„Betrachtet man Staat und Kapital materialistisch, ist weniger die Frage entscheidend, wer von beiden »Arsch-« und wer »–Loch« ist. Wichtiger ist die Einsicht, dass der kapitalistische Gesamtzusammenhang auch in Zukunft als Garant für das Hervorbringen von Scheiße zu gelten hat.“ – Das sind so Sätze für die man das Bündnis einfach lieben muss. Alle Klassenfahrer_innen und Völker-versteher_innen dürfen sich gern den folgenden Satz auf einen Zaunpfahl schreiben und sich und den eigenen Freundes- bzw. Theoriekreis damit ordentlich ins Gewissen reden. „Unter den Vorzeichen der Alternativlosigkeit hat der Prolet sehr wohl ein Interesse daran, ausgebeutet zu werden – denn er hat ja sonst nichts, was ihm die Existenz sichert.“

Bye Bye 1. Mai – Ein Tag der Arbeit ist schon einer zuviel!

  geht immer   

2001 haben Blumfeld eine unglaubliche Platte aufgenommen. Beim Namen genannt, ist das „Testament der Angst“. Das Teil kann ich gerade in jeder Lebenslage hören – ob sauer, gut gelaunt oder einfach mal verträumt – geht immer! Schade das sich diese Großartige Band nun auflösen wird. Für den sentimentalen Abschied sei allen noch ihre derzeitige Tour ans Herz gelegt. Hingehen! Es ist definitiv die Letzte! Ansonsten noch ein paar Songtips zum Album:

Testament Der Angst & Die Diktatur Der Angepassten

Walkman voll aufdrehn und dann los in die (un)heile Welt und sich die Absage an`s falsche Ganze zuckersüß melancolisch ins Ohr pusten.

Eintragung Ins Nichts & Anders Als Glücklich
Superschön. Superdirekt und absolut treffend. So schön kann der Boden der Tatsachen klingen.

Für die eher audio-visuellen Typen:

  LE RockerInnen   

Auch wenn Leipzig an sich immer schon eine Reise wert ist, so gab es am Samstag noch mal ein paar Gründe mehr für die Fahrt: Die fulminanten All That Remains hatten einen ihrer sehr raren Konzerttermine in Deutschland nach Leipzig ins Conne Island gelegt. Außerdem spielten noch Misery Signals, Gadget und Textures. Und hier im Schnelldurchlauf meine Eindrücke:

Gadget: Grindcore ohne wenn und aber. Keine Experimente, einfach nur schnell und brachial. Kommen soweit ich weiß aus Schweden und dürften würdige Nachfolger von Nasum sein.

Textures: Bah die waren mal Scheisse. Haben rumgewackelt als ob sie auf Speed wären und einen musikalischen Hauch von Nichts abgeliefert. Sollte glaube ich Metal sein. Bin dann raus gegangen zum Plattenstand.

Misery Signals: Kannte ich vorher nicht und haben mich vor Ort mehr als überzeugt. Für mich persönlich die Überraschung des Abends. Super sympathische Combo, die ein energiegeladenes Paket Metalcore abgeliefert haben. Richtung: Shai Hulud würde ich mal so einfach behaupten

All That Remains: … waren nicht umsonst die Headliner des Abends. Echt grandiose Show, die die Jungs und Mädels da abgeliefert haben. Musikalisch: Metal, Metal und noch mal Metal, einige sehr schöne Sing-A-Longs und dann wieder Metal. Genervt haben nur einige „Tänzer“ auf der „Tanzfläche“, die die Band für meinen Geschmack doch etwas zu heftig bzw. rücksichtslos angepriesen haben. Und dann war auch schon viel zu schnell Schluss.

Afterhour: Kurze Tanzeinlage bei Renate und anschließender Absturz in der RSL-Fankneipe. Schönes Ding!

  Bass Bass Bass   

In LoFi und absolut übersteuert, also richtig punkig, gibts jetzt hier meinen derzeitigen Ohrwurm auf die 12. Egotronic raven in Nürnberg gegen Deutschland. „Wir haben euch was mitgebracht …“

BASS BASS BASS!