Archiv für Februar 2007

  Leipzig gedenkt Dresden   

Hier die köstliche Newsmeldung der Titanic zu den Ausschreitungen beim Spiel von Lok Leipzig beim Spiel am vergangenen Samstag.

Fahndungsfoto der Leipziger PolizeiLeipzig gedenkt Dresden
62 Jahre nach der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg haben Fans des Fußballvereins Lok Leipzig mit Feuerwerkskörpern und Rauchbomben feierlich der Opfer des alliierten Bombenangriffes gedacht. Anschließend gedachten sie mit Pflastersteinen, Verkehrsschildern und Flaschen bis in den frühen Morgen weiter.

  Basteln Total   

Eigentlich fallen mir schon die Augen zu, daher wäre die Frage vielleicht berechtigt, ob es Suchtverhalten ist in diesem Zustand zu bloggen. Und noch weiter gedacht, ob es Suchtverhalten ist bloggen statt schreiben zu sagen. Tja erweitere deinen Wortschatz mit web 2.0. So aber nun zum Thema: Ich hab heut mehrere Stunden damit verbracht mein neues Zimmer zu streichen (wahnsinniger Weise fast bis Mitternacht). ich dachte ich lass euch deswegen auch etwas Heimwerkerspirit zukommen und geb nen fetten Basteltipp:

MAKE YOUR OWN CD
Die begnadeten Stereo Total haben das gemacht, was tolle Bands noch sympathischer macht: Sie haben einen haufen rare Songs zum maßlosen runterladen auf ihre Seite gepackt. Dazu gibts ein schickes Booklet zum Ausdrucken, Ausschneiden und in die Hülle zur frisch gebrannten CD legen. Sieht schick aus. Kost nix (jaja schon gut – Internet, Rohling, Farbausdruck … kost fast nix). Klingt tipp topp

Wer jetzt noch unentschlossen ist, die Zeit in die Bastelsession zu investieren, hier noch ein Song zum Anfüttern:

Stereo Total – A la sortie du lycée

  „vorzeigejuden“ ?   

Neturei Karta auf der \"Holocaustkonferenz\" in TeheranDie Gruppe „Internationale Solidarität Magdeburg“, kurz GIS, hat seit einigen Tagen einen Text aus der Zeitschrift Intifada auf ihrer Seite. Der Text steht unter dem Titel „Antizionismus ist nicht Antisemitismus“ und dokumentiert (laut Artikel) die Rede des britischen Rabbi Ahron Cohen, welche er am 19. Juni in Wien auf der „Internationalen Friedenskonferenz religiöser Führer“ gehalten hatte. Die Zeitung selber bietet schon genug „Angriffsfläche“ für berechtigte Kritik. Darum soll es hier aber erstmal nicht gehen, sondern eher um die Rede bzw. deren Urheber.

Rabbi Ahron Cohen ist kein Unbekannter. Er ist Anhänger der „Neturei Karta“ („Wächter der Stadt“), einer ultraorthodoxen jüdischen Glaubensrichtung. Die „Freunde Jerusalems“, wie sie auch genannt werden, lehnen aus religiösen Gründen den Staat Israel ab. Sie streben einen Gottesstaat an, der nach der Wiedergeburt des Messias entstehen soll. Die Anhänger_innen der „Neturei Karta“ sind bekannt dafür mit Nazis, Holocaustleugner_innen und radikalen Islamisten zusammen zuarbeiten um Israel zu schaden. So war der Rabbi Ahron Cohen, den die Gruppe Internationale Solidarität sogar mit seiner kompletten Rede zu Wort kommen lässt, beispielsweise Teilnehmer der revisionistischen „Holocaust-Konferenz“ in Teheran, die vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, organisiert wurde. Die Konferenz bot ein Podium für Geschichtsrevisionist_innen und Holocausleugner_innen. Auch wenn die Anhänger_innen der „Neturei Karta“ den Holocaust nicht anzweifeln, so behaupteten einige von ihnen „die Zionisten“ hätten damals Jüdinnen und Juden an die Nationalsozialisten ausgeliefert um aus politischen Gründen die Opferzahlen hochzutreiben. Andere geben „den Zionisten“ auch ganz offen die Schuld am Antisemitismus, und bedienen damit selber antisemitische Ressentiments.

Die Frage, ob sich die Gruppe bewusst ist, wen sie sich da ins Boot geholt haben, kann ich leider nicht beantworten. Da aber wohl der Text abgesegnet wurde und nun die neuste Errungenschaft auf der GIS-Seite darstellt, ist die Frage eh eher nebensächlich. Mit den Positionen von religiösen Fundamentalisten scheint mensch offensichtlich keine Probleme zu haben. Vielleicht wächst aber auch nur zusammen, was zusammen gehört?

Lesetipp: Neturei Karta – Der Antisemiten liebste Juden

Bildnachweis: Das Bild zeigt Mitglieder der Neturei Karta im Schakehands mit Mahmoud Ahmadinejad auf der „Holocaustkonferenz“ in Teheran.

  youtube zapping   

Dank Youtube ist mensch ja endlich nicht mehr der Willkühr von Sendern wie MTV und Viva ausgesetzt und kann nun ungestört und vor allem (fast) selbstbestimmt die Lieblingsvideos durchzappen.

Hier mal meine derzeitige Top 3

#1 Muse – Knights of Cydonia
Hammer Song. Hammer Video und nach gestern gemachten empirischen Belegen: absolut tanzbar!

#2 New Radicals – You get what you give
Ahhhhh – Ohrwurm. Get it out of my head!



#3 Rainald Grebe – Brandenburg

Dieses Land brauch/verdient dieses Lied!