Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen   

Mehr Tocotronic Content. Ich habe mal das zweite Video vom Dockville hochgeladen. Viel Spaß damit.

  Danke Dockville. Danke Tocotronic   


Am Wochenende hat es mich mal wieder in das wunderschöne Hamburg verschlagen. Ziel: Dockville Festival! Ohne großes Blabla. Mir hat es sehr gut gefallen. Und das nicht nur auf Grund des „leicht“ besseren Wetters im Vergleich zum Vorjahr. Wirklich sehr gefreut habe ich mich über das Set von Tocotronic, das für mich dem Dockville einen wunderschönen Abschluss verpasste. Allein der Einstieg mit Freiburg war großartig. Schön auch: „Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen“. Natürlich gab es noch viel viel mehr. Als kleine Impression habe ich mal ein Video von Kapitulation hochgeladen.

  Zurück vom Paint Club   

Johannes und ich haben uns gestern auf den Weg nach Dresden gemacht. Als Team mit dem gloreich-absichtserklärenden Namen [immerhin beabsichtigt] sind wir zusammen zum ersten Mal beim Paint Club angetreten. Johannes hatte mich zuvor gefragt, ob ich Bock habe mit ihm ein Team zu machen. Wir waren also Newbies auf voller Länge. Mit wenig Übung und ohne Plan über Ablauf und Regeln sind wir dann also in den Contest hinein. Was nimmt man sich unter diesen Vorzeichen vor? Klar: Spaß haben. Leute kennenlernen. Viel lernen. Und noch mehr Spaß haben.


Foto: die Halle im blank-Zustand

Gegen 17:30 Uhr sind wir dann vor Ort. Bis zum Beginn der Veranstaltung werden noch 90 Minuten vergehen. Die eigene Nervosität verarbeiten macht Johannes mit viel reden und ich mit viel rauchen. Das ergänzt sich super. Kurz vor 19 Uhr werden alle in die Halle gerufen. Es geht los. Status: Arsch auf Grundeis. Die Teampaarungen werden gezogen. Wir haben die Nummer 1. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit CK1 treffen wir auch gleich auf das Siegerteam des letzten Jahres. Zum Glück sagt uns das niemand. Also los. Stifte pumpen. Mehr Stifte Pumpen. Überlegen was wir zum Thema „Electricity“ zeichnen können.

Ich bin ehrlich gesagt die Arbeit auf Leinwänden mit Markern nicht gewohnt. Ich tendiere dann doch eher zu Zettel, Stift, Photoshop & Bamboo-Pad. Also zitter ich los und versuche ruhige Striche auf einem mir unbekannten Untergrund zu ziehen. Läuft so halbwegs gut. Zu spät stelle ich fest, das ich hätte flächiger mit Farben arbeiten sollen. Johannes geht es da wohl ähnlich. Während wir einen one-frame-Comic-Strip mit zu viel Meta-Ebene abliefern, gibt es bei den anderen die volle Ladung Urban-Art. Ich bin mega angetan und verschwende Zeit mit dem Blick auf die anderen Arbeiten. 60 Minuten rasen an uns vorbei. Das Bild ist fertig. Wir sind zufrieden und wissen was wir hätten anders machen sollen. CK1 gibt sich anerkennend sympathisch. Raucherpause. Abstimmung.

Beim Publikumsvoting nach Lautstärke schneiden wir gegen die Titelverteidiger mit 110 db zu 106 db ganz ordentlich ab. Raus sind wir trotzdem. Aber so richtig stören tut mich das nicht. Die anderen waren besser; vor allem auch handwerklich. Unser Gegner-Team wird mein eigener Favorit. Während der zweiten Runde sind wir Zuschauer. Das Thema ist „Black Sheep“. Wieder 60 Minuten Zeit.


Foto: CK1 legen los. Sie werden die Runde für sich entscheiden.


Foto: YOUR FAVORITE VANDALS. Finalisten des letzten Jahres

Im Voting setzen sich CK1 knapp durch und ziehen in das Finale ein. Der Battle zwischen YOUR FAVORITE VANDALS und RIMPEL & MATTERHORN ist keine einfache Entscheidung. YFV standen zuletzt gegen CK1 schon einmal im Finale. Ihr Einzug wäre also wenig Überraschend. Im Jury-Voting geht die Entscheidung dann aber doch positiv für R & M aus. Wieder Pause. Wieder Rauchen. Finale.

Interlude: Ich treffe die PHARA O‘S aus Bochum (?). Auch sie sind in der ersten Runde rausgeflogen, machen aber auch einen relaxten Eindruck. Ihre Anreisestrecke toppt dabei noch einmal unsere. Nach dem Gespräch habe ich jedenfalls Lust ein ähnliches Format wie den Paint-Club mal in Magdeburg aufzuziehen und mein Black-Book ist um eine Zeichnung reicher.

Finale: Die Leinwände werden immer größer. Es stehen 90 Minuten Zeit zur Verfügung. Thema: „Unter der Brücke“. Mein Akku ist fast durch und ich kann keine Fotos mehr machen. Daher eine kurze Einschätzung: CK1 liefern in 90 Minuten ein sehr detailreiches und sehr aufwendiges Bild ab. Die Farbkombination Grün, Blau, Schwarz setzen sie sehr gekonnt für ein Lichtspiel ein, bei dem ihr Gegner-Team verarmt an einer Feuertonne unter der Brücke steht. CK1 steht mit dicker Karre und edlen Klamotten daneben. Vielleicht nicht das innovativstes Motiv aber beeindruckend umgesetzt. Nur der mittlere Charakter gefällt mir nicht ganz so gut. R & M liefern ebenfalls ein sehr gutes Bild ab. Ein Gorilla (sehr gut umgesetzt) und ein nicht erfassbares Monstrum (Hammer!) musizieren zusammen in den Schatten einer Brücke. Am Boden liegen Skelettknochen und Schädel. CK1? Der minimalistische Stil gefällt auf jeden Fall.

Dann die Abstimmung. CK1 entscheiden das Ganze knapp für sich und verteidigen ihren Titel. Ich bin unglaublich durch trotz literweise Mate. Die anderen sind auch geschafft. Die Fahrt nach Magdeburg erwartet uns. Also kurz Beifall und ab ins Auto und nach Hause. Bis zum nächsten Mal!

  Duo40 Live   

Mir fällt es schwer den Sound der Band zu beschreiben. Das liegt aber eher am eigenen musikalischem Unvermögen. Was ich aber festhalten will: DUO40 gefallen mir mit ihren mega vertrackten Songs einfach sehr sehr gut. Als Impression hier mal eines meiner berüchtigten Handy-Live-Videos :)

  Schwarzes Gold   

Seit einiger Zeit haben wir als Urbanpiraten eine Veranstaltungseihe, die sich Schwarzes Gold nennt. Dabei dreht sich alles um das Lieblings-Vinyl und die persönlichen Geschichten dazu. Soll heißen: Wir wollen auch immer wissen, warum die Leute gerade diese oder jene Platte und genau dieses eine Lied spielen. Wir selbst labern dabei natürlich auch ne ganze Menge Zeug zu unserer jeweiligen Auswahl. Der lokale Fernsehsender MDR hat dem Ganzen vor kurzem einen Beitrag gewidmet. Den wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten :)

  ohrwurm des tages   

  Eine Insel und ihre Unterstützer   


Foto: Indymedia

Das Bündnis 8. Juli hatte – Achtung Überraschung – für den 8. Juli nach Insel, einem kleinen Nest in Sachsen-Anhalt, geladen. Die Vorgeschichte in Kürze und mit Würze: Im Herbst 2010 werden zwei Sexualstraftäter nach 20 Jahren Haft entlassen. 2011 ziehen beiden, nach Wohnungsvermittlung aus Freibung, nach Insel. Im August 2011 gibt der Oberbürgermeister bei der Einwohnerversammlung „Vergewaltiger in unserem Dorf“ die Vergangenheit der Männer bekannt. Es folgen Drohungen an Vermieter und Vermittler der Wohnung. Im September beginnen dann Proteste vor dem Haus der beiden Männer. Im Oktober fühlen sich dann auch lokale Nazis berufen, sich an den Protesten zu beteiligen. Auch Oktober: Das Ganze wird geduldet. Ein Reigen von Briefen und Stellungnahmen beginnt. Oft wird dabei „Verständnis für die Sorgen und Ängste der Inselner“ betont. Mai 2012: Einer der beiden Männer hält die Situation nicht mehr aus und zieht nach Chemnitz. Nachdem die Bild den „Sexgangster“ entlarvt – offenbar durch Informationen aus Insel – zieht dieser zurück. Am darauf folgendem Freitag versuchen rund 50 Menschen das Haus der beiden zu stürmen. Es dürfte eine Premiere gewesen sein: Der Landtag des Landes ruft zu einer Kundgebung für Menschenrechte in Insel auf. Parallel zur Veranstaltung werden sich viele Insulaner auf einer anderen Veranstaltung befinden. Hier wird der Oberbürgermeister dazu aufrufen, dieser Kundgebung nicht beizuwohnen. An der Kundgebung beteiligen sich rund 70 Abgeordnete. Nun sind wir auch schon bei der Demo an gelang. Etwas detaillierter kann man den Verlauf hier nachlesen.


Foto: Indymedia

„Es kommt die Zeit, in der die Uchte wieder steigt“

„“Ihr seid nur Wendeverlierer“, heißt es und: „Leute lasst das Glotzen sein, schließt euch in der Scheune ein.“ Aus dem Lautsprecherwagen kommt die zum Motto passende Musik: „Perfekte Welle“ und „Eine Insel mit zwei Bergen“.“ berichtet die Lokalzeitung Volksstimme in einem Artikel am 9.7. und wirkt dabei wenig aufgeregt. Teile der so genannten lokalen Linke-Szene findet die Demo allerdings weder witzig noch dufte. Unter dem Titel „Sachsen-Anhalt: Gegen reaktionäre Strukturen!“ macht man auf dem Qualitätsmedium Indymedia gegen die Demo und ihre Veranstalter mobil. Und damit man richtig richtig richtig ordentlich betont, wie sehr sehr sehr man dagegengegengegen ist, garniert man den eh halbgaren Post mit dem obigen Bild. Das Ganze zeigt wohl das verbrannte Fronttransparent des Bündnis. Ob das nun Fake ist oder nicht: Der Grad an Idiotie dahinter ist real real rewe real.

„Wir wünschen euch, dass ihr euch bald wieder über zu laute Rasenmähergeräusche, zu hohe Hecken und blöde Blicke beim Dorffest streiten könnt“, heißt es in der Abschlussansprache der AG „No Tears for Krauts“ (1)

Auf der Mobi-Page des Bündnisses kann man nach der Demo folgendes lesen: „Wir bedanken uns auf diesem Weg noch einmal herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie denjenigen Einwohnern von Insel, die unserem Anliegen, wie in Gesprächen am Rande der Demonstration und in E-Mails zum Ausdruck kam, wohlwollend gegenüberstanden. Dank gilt also denen, die verstanden haben, dass sich unsere Demonstration nicht ausnahmslos gegen alle Einwohner des Ortes gerichtet hat, sondern gegen das dominante Verfolgerkollektiv, seine Unterstützer und Aufstachler. Wir solidarisieren uns, wie die AG „no tears for krauts“ in ihrem Redebeitrag auf der Abschlusskundgebung noch einmal passenderweise erklärt hat, ausdrücklich mit den Opfern des Volkszorns sowie denen, die sich nicht an der Hatz auf die beiden Männer beteiligen – und die dafür teilweise Angriffen vonseiten der Dorfgemeinschaft ausgesetzt sind.“

Die Verfasser/innen des gloreich schlechten Indymedia übersetzen: „Gegenstand der „Kritik“ ist – mal wieder – der sogenannte stereotype „Volksmob“. Dieselbe Gruppe, die Neonazis ungestört marschieren lässt und gleichzeitig Party-Demonstrationen durch Halle unter dem Titel „Provinzflucht“ organisiert, solidarisiert sich nun offen und undifferenziert mit Sexualstraftätern“ und darum “ […] haben wir in den vergangenen Tagen das Fronttransparent für die morgige Demonstration in Insel entwendet und vernichtet. Für uns als Teil der radikalen Linken war und ist dieser Schritt notwendig geworden um den anhaltenden reaktionären Tendenzen dieser Personen und Gruppen auch symbolisch entgegenzuwirken.“

Auf linksunten wirft sich die aarmd in die „Diskussion“. Nachdem man auch hier betont hat, wie blöd das 8. Juli Bündnis ist, schwingt man sich auf zu neuen Aufgaben: „Wir erwarten von der Bürgerinitiative in Insel Einsicht in die Erkenntnis, dass die Angst vor sexualisierter Gewalt legitim ist, aber diese beiden Männer lediglich die Zielscheibe rechtspopulistischer Themenführung geworden sind und dabei das geringste Gefährdungspotenzial in Insel, in der Altmark und wahrscheinlich in ganz Sachsen-Anhalt bieten.“

Ich sage mal: Frohes Warten!

Während man sich also fleißig am Bündnis abarbeitet, dazu deren Aussagen verkürzt, andere Gruppen gegen das Bündnis instrumentalisiert und die „legitimen Ängste“ aus der Mottenkiste holt, fragt man sich, für wen das ganze Theater abseits der eigenen Profilierung gut sein soll. Von folgendem Vorfall erfährt man dann bei der großen „Mehr Verständnis im Handgemenge“-Aktion irgendwie nichts (das Bündnis ausgenommen).

„Ingo S. wohnt im Haus gegenüber den beiden Männern und erträgt die Vuvuzelas der Demonstranten nicht mehr. »Die haben alle vergessen, was wir uns 89 erkämpft haben«, sagt er. Seine Stieftochter ist vor Jahren von einem Jungen aus der Nachbarschaft vergewaltigt worden. Wenn einer gegen die Sexualstraftäter von gegenüber kämpfen müsste, dann doch er. Ingo S. aber sagt, die Männer hätten die gleichen Grundrechte wie alle anderen.“ (2)


(1) Zitiert nach oben genannten Volksstimme Artikel
(2) Zeit Online

  past exhibitions #1   

Da ich ja ne ganze Weile nichts geschrieben hatt, ist es ja nur legitim mal ein paar Sachen nachzutragen. Ich dachte ich fange mal mit Ausstellungen an.

Benutzeroberfläche Stadt
Unter diesem Titel waren Freunde und ich gefragt, als so genannte urban-artists, eine Ausstellung im Kunstmuseum Kloster unser Lieben Frauen in Magdeburg zu gestalten. Das grobe Thema war Stadt und tiefergehend: unsere Verbindung dazu. Ich kann im Nachhinein sagen, das es mir ziemlich viel Spaß gemacht hat, zusammen mit den anderen das Ganze zu gestalten. Jeder hatte schon vorher seine Idee, was und wie umgesetzt werden sollte. Vor Ort gin es dann aber darum, die Sachen zusammenfließen zu lassen, zu einem großen Bild. Hier ein Video dazu, das wir mit einer go-pro aufgenommen haben. Leider nicht ganz vollständig.

Fotos gibt es hier

  like like like   

  Aufzeichnungen aus Jerusalem   

Nach einem arbeitsreichen Samstag habe ich mich selbst belohnt und mir den Graphic Novel „Aufzeichnungen aus Jerusalem“ von Guy Delisle zugelegt. Heute habe ich dann spontan auch gleich die erste Hälfte des Buches verschlungen. Ich denke, ich werde dem Ganzen noch ein ausführliches Review widmen, aber eine kleine Zwischenbilanz wollte ich trotzdem schon mal geben. Der Stil von Delisle haut mich echt um. So simpel die einzelnen Darstellungen oft wirken, so präzise sind sie im Gegenzug. Ich bin zutiefst beeindruckt. Ich kann nicht einschätzen, wie die Originaltexte sind, aber die deutsche Übersetzung gefällt mir bislang sehr gut und schafft es, dass Text und Bild zu einer Einheit verschmelzen.

Es ist spannend, mal lustig, mal skurril und oft auch sehr ernst, wenn man zusammen mit Delisle die Zeit in Jerusalem mit(er)leben darf. Gerade bin ich zeitlich bei der Operation „Gegossenes Blei“ angekommen. Die Frau von Guy Delisle arbeitet für Ärzte ohne Grenzen und somit ist die ganze Familie dicht am Geschehen. Dabei wirkt die Erzählweise nie unfair in irgendeine Richtung. Guy versucht zu verstehen, findet Sachen doof und andere wieder gut. Dabei hat man beim Lesen nie das Gefühl, das einem eine bestimmte Meinung aufgezwungen werden soll, sondern versucht eher mit Guy selbst durch einen der komplexesten Konflikte der Welt hindurchzustolpern und am Ende vielleicht mehr zu verstehen. Das Buch ist herrlich erfrischend und ich freue mich auf die zweite Hälfte. Später mehr. :)

  Infoveranstaltung: Kein Dialog mit dem Inseler Mob   

Morjen im Café Central Magdeburg.

Ankündigungstext (via no volksmob): Seit etwa einem Jahr finden sich in Insel, einem Dorf im nördlichen Sachsen-Anhalt, regelmäßig die Bewohner zusammen, um zwei in den 1980er Jahren wegen Vergewaltigung verurteilte und 2010 aus der Sicherungsverwahrung entlassene Männer aus dem Ort zu vertreiben.
Der Mob institutionalisierte sich zur obligatorischen Bürgerinitiative, um als Erpresserbande an den nicht existenten Verhandlungstisch zu gelangen und das Wie und vor allem Wann der Vertreibung zu kommunizieren. Die Landespolitik zeigte sich zunächst unbeeindruckt.
Da sich nach einigen Wochen noch kein Erfolg einstellen wollte, suchte man im Oktober 2011 den offenen Schulterschluss zu den Neonazis. Das Kalkül schien aufzugehen. Allerorts wurde Empörung laut. Von der Landesregierung über die Zivilgesellschaft bis zur Antifa wurde sich nun- in Anerkennung der „legitimen Ängste“ und „berechtigten Sorgen“ der Dorfbevölkerung- gegen die „undemokratischen“ Nazis positioniert. Innenminister Stahlknecht startete darauf eine Initiative zum „einvernehmlichen“ Wegzug der beiden Männer, was wiederum kaum Kritik nach sich zog.
So verging kaum eine Woche in der nicht der wütende Mob das Haus der beiden Männer belagerte und seine Verteibungs- und Vernichtungsphantasien lauthals heraus schrie. Die wenigen Dorfbewohner, die dem Mob distanziert gegenüber stehen, werden seitdem verachtet und ausgegrenzt.
Einer der beiden permanent Bedrohten verließ Ende Mai das Dorf, flüchtete aber nach kurzer Zeit aufgrund von Protesten und einer Medienkampagne an seinem neuen Wohnort zurück nach Insel.
Vorläufiger Höhepunkt des Treibens war die versuchte Erstürmung des Hauses der beiden Männer durch eine 50-köpfige, zum Lynchen bereitwillige Meute am 1. Juni 2012.

Der Vortrag möchte zeigen, dass die Geschehnisse in Insel in der Form keinen Einzelfall darstellen und für die nähere Zukunft, nach dem Verbot der nachträglichen Sicherungsverwahrung, der Auftakt für weitere Kampagnen und Vernetzungen gegen ehemalige Sicherungsverwahrte sein könnten. Des weiteren soll dargelegt werden was es mit den „legitimen Ängsten“ auf sich hat, dass es entgegen der Verlautbarungen bei der anhaltenden Täterfixierung des Mobs nicht um Opferschutz gehen kann und warum Dorfgemeinschaft und Neonazis so gut zusammen passen.

Im Anschluss an den Vortrag wird es noch einige Informationen zur am 08. Juli geplanten Demonstration „Insel fluten“ geben.“
Tag: Donnerstag den 5.07.2012
Beginn: 19Uhr
Ort: Cafe Central, Leibnizstraße 34

  Happy 4th of July   

Pathos am Morgen ;)

  (Ge)Dicht   

Jetzt wo ich wieder blogge, kann ich ja auch wieder fein aus dem Sumpf berichten, der sich da „linke Szene“ Magdeburg nennt. Vor kurzem wurde mir ein Gedicht gewidmet. Mutmaßliche Hintergründe sind Günther Grass und eine Veranstaltung mit torsun und Kulla bei uns im Laden. Klingt logisch, oder? Nunja. Die lokale „Szene“ hat meine Schmerzgrenze ja eh recht hoch gesetzt. In der entschärften Version darf man das Ganze noch auf dem Blog der Autorin bewundern. Ist im Prinzip eine Abwandlung von torsuns Polemik zum Grass Gedicht. Halt nur – tada – gegen mich. whatever.

Lesen

  Fusion, Turbostaat, Videos & bla bla   


Nach dem ich es ordentlich verplant hatte, mich doch um ein Ticket für die diesjährige Fusion zu kümmern, hat es sich dann doch ganz kurzfristig noch ergeben, das ich ein Ticket ergattern konnte. Danke an alle für die Hilfe beim Suchen & Finden. Zugegeben: Anfangs fand ich das neue Kartenvergabeprinzip so kacke, das die Motivation eh im Keller war. Egal: Man war dann doch da.

Was soll man sagen: Unsere Campingsituation war hervorragend und glänzte noch am späten Samstag Abend mit einem Vorrat an Eiswürfeln für kühle Getränke. Thumbs up an die Crew! Auch in diesem Jahr habe ich darauf verzichtet mir Gummistiefel einzupacken. Im letzten Jahr, war das – zugegeben – ein Fehler. Wobei ich da auch ein Boot hätte einpacken können. Dies mal hielt sich das Wetter in den extremen auf. Entweder Hitze pur oder Sturm & Regen. Wobei Sturm & Regen eher kurz aber dafür um so heftiger zugeschlagen haben. War aber ansonsten ideales Fusion-Wetter.

Musikalisch habe ich schon bessere Fusions erlebt. Sicher waren auch dieses Mal wieder Top Acts dabei aber so richtig gekickt hat mich das nicht. Wenn ich daran denke wie mich Atari Teenage Riot weggeblasen haben … WOAH! Trotzdem hab ich mich gefreut mal wieder die großartige und unvergleichliche Oma Hans zu sehen. Ich weiß nicht wie oft ich Turbostaat schon gesehen habe aber der Fusion-Auftritt kommt in meiner persönlichen Bestenliste ganz nach oben. Hat Spaß gemacht. Zwei Videos vom Konzert gibt es am Ende des Beitrags! Den Tanzenden König wollt ich mir auch ansehen aber nach 3 Songs gab es einen Abbruch durch das aufziehende Unwetter. Bis dahin war mein Eindruck: poppig & tanzbar. Poison Idea habe ich leider verpasst. Wie mir gesagt wurde, hätte ich da aber auch wirklich nichts verpasst. Schade eigentlich. Aber manchmal sollte man vielleicht doch aufhören bis 90 zu touren.

Genug blabla. Ich wollte eigentlich nur die Videos posten. Here we go:

  mhh   

mir wurde gesagt, ich soll wieder bloggen …



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